Media Encoder CC Grundkurs

Die Neuerungen im Media Encoder CC 2015 im Überblick

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der Media Encoder unterstützt jetzt auch das HEVC-Format und direkt beim Export können Sie Korrekturen der Lautstärke und der fernsehsicheren Farben durchführen lassen.
08:10

Transkript

Die Version 2015.1 vom Adobe Media Encoder CC 2015 hat eine ganze Reihe recht spannender Neuerungen hinzubekommen. Als allererstes werden wir einen Film hinzufügen. Wir nehmen hier einen QuickTime-Film und gehen jetzt einfach in die Einstellungen. Zunächst finden wir hier einige neue Formate in der Liste. Darunter kann ich jetzt das HEVC oder auch H265 Format auswählen. Das wird ja als Nachfolger vom H264 Format angesehen und eignet sich unter anderem deswegen, weil ich hier in 4 K und sogar 8 K ausgeben kann, das heißt, wir haben hier Level, die deutlich über dem liegen, was wir bisher bei H264 mit dem Maximalwert 5.2 gehabt hatten. Hier kann man jetzt eben auch Level 6.0, 6.1 und 6.2 verwenden. Das reicht dann eben auch für Auflösungen, wir es hier sehen, bis 7.680x4.320 Pixel. Das bringt jetzt natürlich bei meinem HD-Film keine großartigen Vorteile. aber das Thema UHD, also Ultra HD, wird ja immer wichtiger. Im kleinen Zusammenhang spricht man oft von HDR, also High Dynamic Range, und insofern interessant, dass jetzt das OpenEXR Format verfügbar ist. Das hat auch eine Vorgabe für Matchsource, das heißt, er übernimmt die Einstellungen der Sequenz oder die bestmöglichen Einstellungen meines Videomaterials. Wir gehen mal hier auf das MXF-Format, was sicherlich im Fernsehbereich oder im professionellen Produktionsbereich sehr häufig benutzt wird. Nehmen wir hier MXF OP1a und wechseln in den Audiobereich. Hier gibt es jetzt die Funktion der separaten Monospuren, die ich anwählen kann. Bisher wurde das ganze jetzt zum Beispiel als 2 Kanal, 4 oder auch 8 Kanal-Package ausgegeben. Und dabei war das so wie ein Paket, die 8 Kanäle. Es sind 8 Monokanäle gewesen. Viele Weiterverarbeitungsprogramme möchten das allerdings lieber als separate Monospuren haben. Die werden zwar auch mit in dem MXF verpackt, das ist aber eigentlich eine andere Verpackungsart. Und je nachdem, was für ein Weiterverarbeitungsprogramm man dort hat, kann man jetzt auch separate Monospuren beim Export anwählen. Richtig spannend wird es auch im Bereich der Effekte. Ich klappe mal alles zu, damit man dort einen Überblick hat. Und hier, wenn wir weiter nach unten scrollen, gibt es zwei ganz wichtige neue Bereiche, nämlich den Videobegrenzer und die Lautstärke-Normalisierung. Wir wollen uns als erstes die Lautstärke-Normalisierung anschauen. Ich klicke das an. Und wenn wir das ganze nach der EBU-Norm abmischen müssen, nachdem ich eine Programmlautstärke von -23 LUFS haben möchte, dann kann ich das jetzt hier als Vorgabe auswählen, kann noch eine Toleranz hinzufügen und einen sogenannten True Peak Spitzenwert, um Signalübersteuerung zu verhindern, kann das natürlich hier auch noch einmal konfigurieren, wenn ich das möchte, und kann auch einen Lautstärkebericht ausgeben. Das heißt, der Media Encoder sagt mir dann, wie stark sozusagen die Anpassung gewesen sein musste. Also, er muss ja jetzt eine Durchschnittslautstärke von -23 mischen, das heißt, er verändert sozusagen die Gesamtlautstärke meines Clips oder auch meiner Premieresequenz. Der Vorteil ist, ich muss den Clip nicht erst anschauen, um zu hören, wie hoch ist die Programmlautstärke- abweichung, sondern ich kann das direkt beim Export machen. Wir können ja auch ein Berichtsverzeichnis angeben oder das in den selben Zielordner schreiben, wohin wir die Datei exportieren. Auch ganz praktisch, wenn Sie es mit sendesicheren Farben zu tun bekommen, dass Sie hier einen Videobegrenzer finden. Den musste man in der Vergangenheit als Effekt in Premiere hinzufügen und das kann ich jetzt hier beim Export mit dem Media Encoder machen. Mir stehen da verschiedene Optionen zur Verfügung. Beispielsweise kann ich nur die Luminanz oder Chrominanz begrenzen oder beides oder, dass der Media Encoder selber entscheidet über eine intelligente Grenze, wie er dann die Chrominanz- und Luminanzsignale aufteilt. Ich gebe mal hier, damit man das sieht, geringe Werte unter 80 ein und dann sehen wir hier, die hellen Bereiche hier, das weiß, das wird jetzt ein bisschen abgesoftet, etwas gräulich muss man fast schon sagen. Also, ist die Frage, ob ich hier wirklich deutlich unter 100 muss, manchmal reichen Werte von 95. Also, zu weit nach unten sollte man nicht gehen. Da bekomme ich hier so Farbtonabrisse. Welche Werte man tatsächlich braucht, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Senders ab und da kann man sich erkundigen und sagen, wie genau müssen jetzt meine Luminanz- und Chrominanzgrenzen sein, damit das hier sendetauglich ist. Ansonsten würde ich die Werte zwischen 0 und 100 empfehlen. Da kann man also sicher sein, dass nichts überweiß abgeschnitten wird, aber trotzdem das ganze sendetauglich ist. Dann gibt es einen Konform-Effekt, wenn man also konform zu einem SDR-Material sein möchte. Dabei wird die Helligkeit, der Kontrast hier begrenzt, auch das kann ich jetzt beim Export mit einstellen. Wenn wir jetzt hier in die Videoeinstellungen gehen und Frameraten konvertieren, zum Beispiel muss ich von 29 auf 50 wechseln. Dann steht mir eine neue Zeitinterpolation zur Verfügung, nämlich optischer Fluss. Und dabei berechnet Premiere bzw. der Media Encoder jetzt hier wirkliche Zwischenbilder. Das heißt, er fängt nicht an, Bilder zu duplizieren und danach noch einmal hinzuzufügen, sondern er berechnet wirklich auf dieser optischen Flußmethode basierend ein neues Zwischenergebnis, ein neues Zwischenbild. Hat natürlich zur Folge, dass der Exportvorgang deutlich länger dauert. Wenn Sie für deutsche Sender produzieren, ist es ganz spannend, dass man hier im MXF Container jetzt die IRT-Vorgaben für ARD und ZDF findet. Die kann ich also einfach auswählen und hier jetzt eben die Vorgaben des Instituts für Rundfunktechnik einzuhalten. Das sind deren Richtlinien, was jetzt eben die Video- und Audioeinstellungen hier anbelangt, sodass ich sicherstellen kann, dass das eben ARD- und ZDF-kompatibel ist. Möchte ich das ganze nicht zu ARD und ZDF schicken, sondern vielleicht zu Facebook, dann finde ich unter dem Veröffentlichen hier die Möglichkeit neben den bisherigen Services wie FTP, Vimeo und YouTube, das ganze eben jetzt auch zu Facebook zu veröffentlichen. Ich kann hier den Datenschutz eingeben, das heißt, wer darf mein Video sehen, alle Freunde, Freunde von Freunden, ist es öffentlich oder privat. Ich muss mich mit meiner ID hier anmelden, ich kann auch eine Beschreibung hinzufügen und auswählen, dass ich die Datei nach dem Upload bei mir auch löschen möchte, sodass sie dann nur noch auf Facebook steht. So viel mal zu den Exporteinstellungen. Was ebenfalls ganz praktisch sein kann, gerade für jemanden, der viel 3D-Animationen macht, also häufig mit Bildsequenzen zu tun hat. Man kann in überwachten Ordnern jetzt auch Bildsequenzen auch kodieren. Dafür muss ich einmal in die Voreinstellungen hier gehen. Und dort finde ich die Voreinstellung "Importieren von Bildsequenzen aus überwachten Ordnern". Das heißt, er schaut dann eben einen kurzen Moment, bis die Bildsequenz komplett ist und fängt dann an, sie hier zu kodieren. Die gewünschte Framerate kann der Bildsequenz natürlich nicht entnommen werden, aber das finde ich hier unter Medien für die unbestimmte Medien-Timebase. Dort kann ich dann sagen, dass ich meine Bildsequenzen meinetwegen mit 25 fps gerendert haben möchte. Wenn ich natürlich in der Export Vorgabe dort eine Einstellung vornehme, so verwendet der Media Encoder diese ebenfalls. Das sind im Prinzip die Neuerungen der Version CC 2015.1 im Adobe Media Encoder.

Media Encoder CC Grundkurs

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Fülle an Möglichkeiten, um mit dem Adobe Media Encoder CC Ihre Videoclips in nahezu jedes Format zu konvertieren und zu exportieren.

3 Std. 59 min (39 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Hersteller:
Software:
Media Encoder Media Encoder CC
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:04.11.2013
Aktualisiert am:11.11.2016

Dieses Video-Training wurde mit Adobe Media Encoder CC in der Version vom Juni 2013 erstellt und mit Updates zur Version Media Encoder CC 2015 ergänzt

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!