Windows Server 2016: Neue Funktionen

Die neuen Cluster-Funktionen

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Lassen Sie sich von Thomas Joos erklären, welche Neuerungen Windows Server 2016 im Storage-Bereich aufweist. Beispielsweise wird hier auf die Storage-Replikation oder auch den Einsatz von SMB 3.1.1 innerhalb von Clustern eingegangen.
09:54

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen die Neuerungen in Windows Server 2016, bezüglich von Clustern. Die generelle Installation und der Aufbau von Clustern funktioniert in Windows Server 2016 immer noch so wie in Windows Server 2012 r2, und zur Verwaltung eines Clusters verwenden Sie entweder die PowerShell oder weiterhin den Failover Cluster-Manager. Die neuen Storage Spaces Direct können Sie hier über den Bereich Pools verwalten, und hier haben Sie eben jetzt die Möglichkeit, die lokalen Datenspeicher auf den einzelnen Clusterknoten zu einem virtuellen Speicher im Cluster zusammenzufassen. Eine weitere wichtige Neuerung, vor allem bezüglich Clustern, die sich über mehrere Rechenzentren erstrecken, ist die Möglichkeit, die Cloudzeugen-Funktion zu nutzen. Bei diesem Vorgang werden Teile des Clusters in Microsoft Azure angebunden, und dadurch gibt es immer eine Mehrheit der Clusterstimmen bezüglich der Aufteilung des Quorums. Wenn Sie zum Beispiel einen Cluster haben, der sich auf vier Knoten aufteilt, und zwei Knoten jeweils in verschiedenen Rechenzentren verteilt sind, können Sie mit einem Cloud-Zeugen sicherstellen, dass die Mehrheit der Clusterknoten immer online ist, auch dann, wenn die Datenleitung zwischen den beiden Rechenzentren ausfällt. Es muss nur die internet-Leitung noch von den beiden Rechenzentren ins Internet funktionieren, zu Microsoft Azure, und der Cloud-Zeuge kann dann in Microsoft Azure den Cluster entsprechend steuern, und hat ebenfalls eine Stimme. Sie benötigen dazu keine VM in Microsoft Azure, sondern die Daten für Cloud Witness werden in Microsoft Azure Blob Storage gespeichert. Das heißt, Sie müssen hier nichts verwalten, sondern nur die Konfiguration einmal einrichten, danach wird der Cluster entsprechend in Microsoft Azure bekanntgemacht, es werden auch keine Daten ausgetauscht, sondern es wird ein Blob-File erstellt, also eine Datei in Microsoft Azure, die den Cluster steuern kann. Sie sehen hier in diesem Cluster habe ich die Anbindung an Microsoft Azure vorgenommen, die Verbindung zum Internet ist hier aber in dieser Testumgebung jetzt deaktiviert, das heißt, der Cloud-Zeuge im Cluster funktioniert jetzt nicht, das wird hier auch als Fehler im Cluster angezeigt. Generell funktioniert der Cluster jedoch problemlos, jedoch könnte ich jetzt hier zum Beispiel nicht so einfach Ressourcen auf andere Clusterknoten verteilen, vor allem, wenn sich diese in einem anderen Rechenzentrum befinden. Das Microsoft Azure-Rechenzentrum und der Cloud-Zeuge integriert sich also auch direkt hier in den Failover-Clustermanager. Eine weitere Neuerung in Clustern mit Windows Server 2016 ist die Möglichkeit, dass Sie Clusterknoten mit Windows Server 2016 in bestehende Cluster mit Windows Server 2012 r2 installieren können. Wenn Sie die neuen Clusterknoten in den Cluster installiert haben, können Sie nach und nach Ihre virtuellen Maschinen zum Beispiel auf den neuen Knoten verschieben, und danach die alten Knoten offline nehmen. Das hat den Vorteil, dass Sie danach schnell und einfach auf einen Cluster migrieren können, und auch die VMs, die neuen Versionen des Clusters, nutzen können. Wenn ein Cluster entsprechend umgestellt ist, können Sie die Funktionsebene des Clusters auf Windows Server 2016 heben, dazu gibt es das neue Commandlet "Update-ClusterFunctionalLevel" Dieses aktualisiert den Cluster auf Windows Server 2016, und alle neuen Funktionen von Windows Server 2016 werden aktiviert, da hier dieser Cluster nur über einen Knoten verfügt, wird jetzt hier keine Aktion durchgeführt, in einem produktiven Cluster würden Sie jetzt hier entsprechend Informationen erhalten. Das heißt, Sie können jetzt schnell und einfach Cluster migrieren, einfach, indem Sie neue Cluster-Knoten in einen bestehenden Cluster installieren, danach, wenn alle Knoten umgestellt sind, das "Update-ClusterFunctionalLevel" nutzen, und schon haben Sie einen Cluster, mit Windows Server 2016 ohne Ausfallzeiten für die virtuellen Maschinen. Ein Cluster im Windows Server 2016 verfügt jetzt auch über die Möglichkeiten des Lastenausgleichs, ohne dass Sie System Center, virtuellen Maschinenmanager oder andere Funktionen und Lösungen nutzen müssen. Diese Funktion heißt Note Fairness. Die Note Fairness steuern Sie in den Eigenschaften eines Clusters, auf der entsprechenden Registerkarte, nämlich auf der Registerkarte "Ausgleichsmodul". Standardmäßig ist die Funktion aktiviert, Sie können sie auch deaktivieren, denn Sie sollten möglichst immer nur eine Ausgleichsvariante aktivieren, entweder die Möglichkeit von System Center Virtual Machine Manager, oder eben das standardmäßige Ausgleichsmodul. Das Ausgleichsmodul misst die Auslastung des Arbeitsspeichers, und der CPU der Hyper-V-Hosts, also der einzelnen Clusterknoten. Auf Basis dieser Informationen, die hier gelesen werden, kann der Cluster einzelne VMs, oder ganze Gruppen von VMs auf andere, weniger ausgelastete Hosts im Cluster verteilen. Sie benötigen dazu keinerlei Zusatzprodukte, auch nicht System Center Virtual Machine Manager. Wenn die Auslastung der CPU oder des Arbeitsspeichers über ein gewisses Niveau steigt, dann wird der Vorgang eingeleitet, das heißt, es wird ein Lastenausgleich vorgenommen, die Aggressivität, also wann der Vorgang durchgeführt werden soll, können Sie hier an dieser Stelle entsprechend steuern. Die Funktion ist also nur dann sinnvoll, wenn Sie nicht mit System Center Virtual Machine Manager arbeiten. Wenn Sie mit System Center Virtual Machine Manager arbeiten, sollten Sie diese Funktion deaktivieren. Um VMs in einem Cluster zu gruppieren, verwenden Sie hier den neuen Command, der jetzt hier zur Verfügung steht, mit "getCommand-Cluster Group" können Sie das Ganze hier sich anzeigen lassen, und Sie können so auf diesem Weg zum Beispiel verschiedene VMs miteinander gruppieren, zum Beispiel virtuelle Datenbankserver, inklusive der virtuellen Anwendungsserver, die diese Datenbank nutzen, und dann kann der Failover-Clustermanager auf Basis des Notefairness erkennen, wenn eine Gruppe auf einem anderen Knoten besser aufgehoben wäre, da dieser weniger Auslastung verfügt. Sie können hier auch keine komplexeren Einstellungen vornehmen, sondern Sie aktivieren im Grunde genommen das Ganze, können festlegen, wann der Lastenausgleich generell durchgeführt werden soll, und wie hoch dessen Aggressivität ist. Eine weitere neue Funktion im Cluster mit Windows Server 2016 ist die Compute-Resilency. Bei diesem Vorgang erkennt ein Cluster, wenn ein Knoten häufiger Probleme hat, beziehungsweise ausfällt. In diesem Fall wird der Knoten automatisch in einen Quarantänemodus versetzt, aber weder aus dem Cluster entfernt noch finden ständig Fail-Over oder Fail-Backs-Aktionen statt, denn der Cluster erkennt, dass mit dem Knoten etwas nicht stimmt, und setzt ihn eben in Isolation. Die VMs, beziehungweise die Ressourcen, die sich noch auf dem Knoten befindet, der sich in Quarantäne befindet, werden wiederum auf andere Knoten im Cluster verteilt. Auch hier finden Sie die notwendigen Informationen und Steuerungsmöglichkeiten in der PowerShell, ich lösche dazu den Bildschirm. Wenn Sie sich für eine Klasse die Informationen anzeigen lassen, und dann mit einer formatierten Liste nach RES filtern, sehen Sie hier die beiden Optionen, ResilencyDefaultPeriod und ResilencyLevel. Der Wert ResilencyDefaultPeriod legt fest, wie lange VMs in Sekunden isoliert laufen dürfen, ResilencyLevel legt das Verhalten des Clusters fest, der Standardwert AlwaysIsolate legt fest, dass Knoten immer erst isoliert werden, bevor der Cluster alle VMs isoliert. In produktiven Clustern sollten Sie sich umfassend mit den Möglichkeiten hier auseinandersetzen, und diese auch steuern, standardmäßig ist ein Failover-Cluster schon so konfiguriert, dass die neuen Funktionen genutzt werden, das heisst, ComputeResilency wird genauso verwendet wie die Notefairness. Ebenfalls neu im Windows Server 2016 ist beim Erstellen von virtuellen Maschinen, die Sie weiterhin hier zum Beispiel hier über das Kontextmenü von Rollen direkt im Failover-Clustermanager erstellen können, die Möglichkeit, das Startverhalten zu ändern. Sie können, nachdem Sie eine solche VM erstellt haben, und diese hier als Rolle in einem Cluster zur Verfügung steht, über das Kontextmenü die Startpriorität ändern. Sie brauchen auch für diesen Vorgang keinen System Center Virtual Machine Manager, sondern können alles problemlos hier im Failover-Clustermanager steuern. Ich fasse noch einmal zusammen: Bezüglich der Neuerungen im Windows Server 2016, und Microsoft- Clustern haben Sie im Windows Server 2016 sehr viele interessante neue Funktionen zur Verfügung. Sie können zum einen bestehende Cluster mit Windows Server 2012 r2 zum Windows Server 2016 aktualisieren, indem Sie entweder neue Knoten integrieren, oder nach und nach Ihre bestehenden Knoten aktualisieren. Danach können Sie mit "Update ClusterFunctionalLevel" sicherstellen, dass die VMs dem neuen Modus von Windows-Server 2016 entsprechen, also auf die neue Version 8.0 gehoben werden, Sie können mit Note Fairness einen Lastenausgleich im Cluster konfigurieren, mit ComputeResilency können Sie sicher stellen, dass fehlerhafte Clusterknoten den Cluster nicht komplett durcheinanderbringen, und Sie können mit der Änderung der Startpriorität von VMs festlegen, dass bestimmte VMs vor anderen VMs gestartet werden.

Windows Server 2016: Neue Funktionen

Lernen Sie die die neuen Funktionen von Windows Server 2016 anhand praktischer Beispiele kennen.

2 Std. 40 min (19 Videos)
Informativ, aber bitte mit nicht mit deutschem OS
Anonym

Die Artikel sind informativ, aber mit deutschem Betriebssystem wirkt es teilweise unabsichtlich komisch. Clusterzeuge aka Cluster Witness ;-) Bitte künftig mit englischem OS arbeiten.

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