Calvinize V

Die Möglichkeiten des Reparaturpinsels

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Der Reparaturpinsel ist ein gern eingesetztes Werkzeug von Calvin Hollywood. Weshalb der Reparaturpinsel zu seinen Lieblingswerkzeugen zählt und wo dieser Reparaturpinsel gewinnbringend eingesetzt wird, zeigt der nachfolgende Film.

Transkript

In diesem Film geht es um den Reparatur-Pinsel, wohl eines der Werkzeuge, die ich am meisten nutze. Ich will euch jetzt in diesem Film erklären, wie ich diesen Reparatur-Pinsel nutze und wo die Probleme liegen, Vor- und Nachteile, und was man damit alles Cooles machen kann. Ich fange ganz kurz an mit einem kleinen Anfängertipp. Viele nutzen ja gern noch den Kopierstempel. Zum Beispiel möchte ich jetzt hier unten diesen kaputten Boden reparieren. Da gehen viele hin, nehmen mit gedrückter Alt-Taste hier so einen sauberen Boden auf, und malen dann hier so drüber. Was man jetzt halt gut erkennen kann ist: Beim Kopierstempel wird der Bereich von hier oben eins zu eins nach unten übertragen. Das sorgt nicht unbedingt für gute Ergebnisse. Daher empfehle ich generell den Kopierstempel eigentlich weniger. Ich selbst arbeite lieber mit dem Reparatur-Pinsel. Der ist technisch gesehen anders. Er ist nur in der Durchführung gleich. Das heißt, man nimmt auch mit gedrückter Alt-Taste einen Bereich auf, malt dann über einen anderen und sieht dann, dass die Tonwerte und die Farbwerte miteinander verrechnet werden. Das sorgt in der Regel für bessere Ergebnisse. Ich nehme den Schritt nochmal zurück. Was ich oft mache, ist eine Kombination aus beiden. Wenn ich jetzt zum Beispiel hier diese Kontur habe, die in eine andere Kontur übergeht, nehme ich mir sehr gern den Kopierstempel, unterbreche hier diese Kontur, und gehe dann auf den Reparatur-Pinsel, und entferne dann hier diese weitere Kontur. Das ist eine Vorgehensweise, wo ich sage, da kann man den Kopierstempel direkt bei den Übergängen von den Konturen gern nehmen, vorsichtig, und wechsle dann aber zum Reparatur-Pinsel. Was ich auch noch dazu erwähnen möchte, ist, dass viele mit dem Ausbessern-Werkzeug arbeiten. Das könnt ihr auch nehmen. Das ist technische gesehen das Gleiche wie der Reparatur-Pinsel. Man nimmt sich eine Quelle oder ein Ziel und verrechnet es dann. Und wie erwähnt, es werden die Ton- und Farbwerte verrechnet, und das sorgt in der Regel für bessere Ergebnisse. Also alles, was ich jetzt im Prinzip sage, kann man eigentlich auch aufs Ausbessern-Werkzeug übertragen. Es ist eine Wohlbefindenssache, ob man lieber mit dem Reparatur-Pinsel auf diese Art und Weise oder mit dem Ausbessern-Werkzeug auf diese Art und Weise arbeitet, oder dann lieber mit der Alt-Taste arbeitet mit dem Reparatur-Pinsel. Ich bin eher jemand, der mit dem Reparatur-Pinsel arbeitet. Da gehen wir jetzt ein bisschen noch drauf ein. Bevor wir zu der praktischen Anwendung kommen, vielleicht noch ein kleiner Tipp in der Durchführung. Ihr könnt natürlich auch auf einem Ebenenduplikat arbeiten. Denkt immer dran: Wenn ihr jetzt diese Ebene dupliziert, habt ihr die doppelte Dateigröße. In der Regel mache ich das ab und zu auch mal, doch eigentlich liebe ich es eher auf einer leeren Ebene zu retuschieren. Das bedeutet, ihr legt euch diese leere Ebene an, hier ganz normal über das Symbol, könnt dann diese Ebene einfach jetzt mal Retusche nennen. Und wenn ihr jetzt mit dem Reparatur-Pinsel arbeiten wollt oder mit dem Kopierstempel, dann geht ihr einfach auf das Werkzeug und klickt hier oben von Aktuelle Ebene, auf der ist ja nichts, beim Aufnahmebereich auf die aktuelle Ebene und alle, die darunter liegen. Und dann könnt ihr ganz problemlos auch auf einer leeren Ebene retuschieren. Das verbraucht weniger Datenvolumen und ist ein klein wenig mehr nicht destruktiv. Man kann es also schneller ändern. Fakt ist, dass hier eh Pixel drüberliegen. Das heißt, wenn ich jetzt das untere Bild verändern würde in irgendeiner Art und Weise, dann sieht man, so ganz funktioniert das auch nicht. Ich bin aber wirklich jemand, der sehr gern mal auf einer leeren Ebene retuschiert, vor allen Dingen wenn mir zwischendrin im Workflow mal noch ein Manko auffällt. Das ist jetzt so ein Stein, da lege ich mir schnell eine leere Ebene an und retuschiere den weg. Es gibt noch ein weiteres Werkzeug, das viele gern nehmen. Das ist der Bereichsreparatur-Pinsel. Der hat den Unterschied, dass man kein Muster vorgeben muss, sondern man malt einfach nur über eine Störung und Photoshop such dann umliegende Bereiche, die gut erscheinen, und versucht dann, quasi die Störung zu entfernen. Das sorgt aber oft für nicht gute Ergebnisse, da Photoshop nicht weiß, wo ihr denn den sauberen Bereich wegnehmen wollt. Okay, so viel erstmal zur Theorie. Und jetzt zeige ich euch das Ganze mal ein klein wenig mehr in der Praxis. Wie bereits erwähnt, bin ich ein Fan vom Reparatur-Pinsel. Mit dem möchte ich jetzt auch ein klein wenig arbeiten. Und zwar möchte ich hier in seinem Gesicht ein klein wenig Retusche durchführen und euch das einfach mal zeigen, wie das in der Praxis aussieht. Dazu lege ich mir eine leere Ebene an und nenne diese leere Ebene jetzt einfach mal Retusche. Und möchte jetzt anfangen, im Gesicht hier ein klein wenig Retusche zu betreiben, das heißt, hier diese Glanzstellen weg, diese Übergänge von dunkel zu hell, vielleicht das Muttermal. Das kann man natürlich auch lassen, doch für Demozwecke möchte ich euch das jetzt zeigen, wie ich das jetzt entferne. Zuerst drehe ich mir die Arbeitsfläche. Das geht mit dem Tastenkürzel R wie Richard sehr gut. Und dann habt ihr die Möglichkeit, diese Arbeitsfläche zu drehen. Denn ich selbst retuschiere lieber in diese Richtung. In den meisten Fällen, wenn ihr eine Person fotografiert, steht die auch richtig rum und nicht auf dem Kopf. Aber in diesem Fall möchte ich die Arbeitsfläche drehen. Dann nehme ich mir den Reparatur-Pinsel, wähle eine sehr kleine Größe und eine Härte von etwa 30 bis 40 Prozent. So, wir haben jetzt knapp 30 Prozent. Und jetzt fange ich an, mit gedrückter Alt-Taste immer in der Nähe einen sauberen Bereich aufzunehmen und dann quasi immer über die Störungen drüberzumalen. Das ist natürlich ein bisschen Übung, dass es ein bisschen schneller geht. Da braucht man eine Weile. Aber ihr seht schon, wie gut das Ganze funktioniert. Ihr müsst immer wieder mit gedrückter Alt-Taste aufnehmen, klicken, loslassen, und drübermalen. Ich gehe also immer mit vielen Klicks ran und nehme immer wieder frisch auf. Also ich nehme nie einen großen Pinsel und male da komplett drüber, sondern ich versuche doch schon kleinere Quellen aufzunehmen, und immer in der Nähe. Also ich klicke hin und dann hier drüber. Und dann arbeite ich mich jetzt so ran, und werde jetzt versuchen, auch diese Glanzstellen zu entfernen. Ganz wichtig ist, dass man üben muss. Das sieht am Anfang immer etwas einfacher aus. Jetzt habe ich den Bereich da oben verbockt, das passiert auch mal. Also nehme ich den Bereich zurück, mache mal die Kante etwas weicher, und gehe jetzt nochmal ran, etwas konzentrierter, und hoffe, dass es jetzt ein bisschen besser ist. Jetzt ist es ein bisschen besser geworden. Hier haben wir auch einen harten Übergang. Also mit vielen kleinen Klicks gehe ich hier drüber. Da es sich hier nicht um eine Nahaufnahme handelt, um eine Beautyaufnahme, einen Closeup, kann ich hier natürlich etwas entspannter rangehen. Ich will jetzt nicht sagen, dass ihr es irgendwie macht. Also es soll schon gut aussehen. Aber man kann sich natürlich viel Druck sparen, weil man weiß, da wird man später eh nicht ganz nah heranzoomen. Von daher sollte das eigentlich passen. Ich gehe gleich oben nochmal ein bisschen an die Glanzstelle. Hier wird es natürlich eng. Da könnte ich jetzt fast versuchen, mit dem Kopierstempel zu arbeiten, indem ich hier mit der gedrückten Alt-Taste aufnehme und dann so diesen direkten Übergang erstmal versuche mit dem Kopierstempel ein bisschen in den Griff zu kriegen. Und dann kann ich wieder mit dem Reparatur-Pinsel hier ganz normal weitermachen. Also ich schaue hier wirklich, wo sind Übergänge. Da oben jetzt auch. Sobald ich an die Kante rangehe, arbeite ich ein klein wenig mit dem Kopierstempel, und dann natürlich wieder mit dem Reparatur-Pinsel. Und ich schaue halt auch immer, wo sind harte Übergänge. Wenn wir jetzt mal weiter schauen, dann sehe ich dass zum Beispiel dieser Übergang zwischen hell und dunkel zu hart ist. Also versuche ich jetzt irgendwie, eine weichere Kante reinzubringen, indem ich mir immer in der Nähe ein bisschen hell, dunkel aufnehme und dann ein bisschen drüberretuschiere. Und nochmal: Es geht am Anfang oftmals ein bisschen schwieriger, aber je öfter man das macht, umso besser ist es natürlich. So, gehen wir nochmal hier ein bisschen ran. Schauen wir uns mal den Bereich an. Dann sehen wir schon, es sieht schonmal ganz gut aus. Hier haben wir jetzt auch noch einen dunklen Fleck. Denn werde ich jetzt auch ein bisschen wegretuschieren, indem ich hier diese Übergänge ein bisschen angleiche. Und, wie erwähnt, dafür braucht man eigentlich keine Frequenztrennung oder andere komplexe Techniken. Ich finde, das funktioniert so ganz gut, wenn man ein bisschen Gefühl dafür hat. ich zoome mal etwas heraus aus der Aufnahme. Da sehen wir hier noch ein bisschen die Übergänge. So. Man muss natürlich auf aufpassen, dass sich das Muster nicht zu sehr wiederholt in der Haut. Da kann man dann auch mal gegebenenfalls ein leichtes Rauschen einfügen. Aber ich finde, so sieht es schon ganz gut aus. Wir schauen uns mal im Vorher/nachher-Vergleich an, was in ein paar Minuten möglich ist. Ja, und das finde ich jetzt schon viel besser. Die Hautstruktur ist auch noch da. Da oben ist noch ein bisschen scharf die Kante, da werde ich gleich nochmal ein bisschen dran arbeiten, aber ansonsten sieht es so weit schonmal ganz gut aus. Und dann, wenn ich am Ende fertig bin, halte ich wieder die R-Taste gedrückt. Ich setze hier auf Ansicht zurücksetzen. Und schaue mir das dann auf jeden Fall nochmal etwas weiter herausgezoomt an. Und dann sieht es schon ganz gut aus. Wir haben alles auf einer leeren Ebene. Ja, so arbeite ich mit dem Reparatur-Pinsel. Einen Killertipp am Ende noch, den viele gar nicht kennen oder viele gar nicht wissen. Wenn ihr beim Reparatur-Pinsel seid und dann mal in die Pinseleigenschaften geht, gibt es hier unten die Möglichkeit mit dem Zeichenstift-Druck. Viele können damit nicht umgehen. Daher empfehle ich generell den eigentlich auf Aus zu stellen. Denn wenn ihr ihn anhabt; ich zeige euch das mal bei einem größeren Pinsel, bei einem kleinen Pinsel macht es den Bock jetzt nicht fett. Wenn ich jetzt zum Beispiel hier die Alt-Taste drücke und hier mal einen Bereich aufnehme, ich zeige euch das jetzt mal in diesem Bereich, und jetzt mal hier drübermale, und wenn ich jetzt nicht fest drücke, dann seht ihr, dass der komplette Bereich nicht ausgefüllt ist. Das ist etwas, was viele wundert; womit sie nicht klarkommen. Daher empfehle ich, mit einem Rechtsklick in den Eigenschaft bei der Größe den Zeichenstift-Druck auf Aus zu stellen. Wenn ihr jetzt nämlich mit der Alt-Taste drückt, das mache ich nochmal, klicke hier hin und male dann hier drüber, dann egal wie fest ihr drückt, ihr nehmt den ganzen Bereich auf. Und so wollen die meisten arbeiten. Also das noch so eine Info am Rande, weil viele sich immer wundern, warum vielleicht nur ein Teil übertragen wird oder was auch immer. Überprüft das mal in den Einstellungen und dann entscheidet selbst, ob ihr das wollt, mit Druck arbeiten oder nicht. Gut, das war es zum Reparatur-Pinsel. Und ich hoffe, da war einiges Sinnvolle, was euch zukünftig bei der Retusche hilft.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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