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Projektmanagement: Kosten und Nutzen

Die Investitionsrechnung

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Hier geht es um den Kapitaleinsatz und die Abwägung, wofür Projektmittel eingesetzt werden. In diesem Video lernen Sie die Investitionsrechnung näher kennen.

Transkript

Widmen wir uns dem zweiten Betriebswirtschaftlichen Konzept zur Kosten- und Nutzen-Betrachtung neben der Kosten-Rechnung, der Investitionsrechnung. "Unter einer Investition versteht man in der Wirtschaft allgemein den Einsatz von Kapital für einen bestimmten Verwendungszweck durch einen Investor." Es geht also um die Abwägung, wofür Sie Ihre Mittel einsetzen. Im Vergleich zur reinen Kosten-Betrachtung, ist die Investitionsbetrachtung langfristig und strategisch angelegt. Investitionen sind mitunter Kapitalintensiv. Das heißt, Sie müssen viele Mittel einsetzen, um ein Investitionsvorhaben umzusetzen. Diese Mittel sind dann möglicherweise langfristig gebunden. Das heißt, Sie können die Mittel nicht kurzfristig umwidmen und Ihre Investitionsvorhaben repriorisieren. Sie sind wegweisend und mitunter schwer umkehrbar. Haben Sie eine Baugrube erst einmal ausgehoben, dann müssen Sie sie wieder zuschütten. Steht bereits der Rohbau, benötigen Sie schon eine Abrissbirne. Investitionen wirken erst mit einem zeitlichen Verzug. Gerade in Zeiten kurzfristigen Denkens, müssen Sie sich für ausbleibende, kurzfristige Erfolge schnell rechtfertigen. Und dann sind Investitionen auch noch der Unsicherheit unterworfen. Die Welt ist komplex und nicht alles vorhersehbar. Mit der Investitionsrechnung versuchen Sie es aber trotzdem, zumindest auf einer ganz grundsätzlichen Entscheidungsebene. Als Investitionsrechnung bezeichnet man die quantitativen Verfahren zur Beurteilung von Investitionsvorhaben und setzt diese Beurteilung in Bezug zu den Unternehmenszielen. Wir können selbstverständlich auch Projekte als Investitionsvorhaben betrachten. Jedes Projekt ist mit einem gewissen Aufwand verbunden und Ihr Auftraggeber wird sich immer fragen, wie dieser Aufwand im Verhältnis zu seinen Zielen beziehungsweise den Unternehmenszielen steht. Auf welche Methoden und Werkzeuge können Sie bei der Investitionsrechnung zurückgreifen? Auch wenn wir hier die einzelnen Methoden nicht detailliert betrachten können, möchte ich Ihnen gerne einen kleinen Überblick geben. Da wären zunächst Kostenvergleichsverfahren. Hier betrachten Sie die Kosten von zwei oder mehreren Varianten mit identischen Leistungsmerkmalen, beispielsweise bei einer Ausschreibung den Plan von Architekt "A" mit dem von Architekt "B". Dann hätten wir Gewinnvergleichsverfahren. Neben den Kosten berücksichtigen Sie nun auch die Einnahmen. Damit können Sie dann auch unterschiedliche Projekte vergleichen. Zum Beispiel die Einrichtung einer 3D-Druck-Straße mit einer Umstrukturierung Ihres Vertriebs. So verschieden die Projekte sind, beide sind mit Kosten und erwarteten Einnahmen verbunden. Rentabilitätsverfahren gehen noch einen Schritt weiter und berücksichtigen den Mitteleinsatz. Der Gewinn wird in Relation zum Kapitaleinsatz gesetzt und der "Return on Investment" ermittelt. Die neue Fertigungsstraße bindet möglicherweise weit mehr Mittel als das reine Organisationsprojekt im Vertrieb. Bei der Amortisationsrechnung stellt sich die Frage, wie lange es dauert bis sich eine Investition amortisiert. Das heißt, bis das anfangs investierte Kapital durch die Einnahmen wieder zurück ins Unternehmen fließt. Und als letzte Variante haben Sie noch die Kapitalwertmethode. Der Schlüsselbegriff hier lautet "Abzinsung". Der aktuelle Barwert einer Investition wird ermittelt, indem die zukünftigen Zahlungen abgezinst werden. Es macht eben einen Unterschied, ob Sie mit Ihrem Projekt in einem oder erst in fünf Jahren einen Umsatz von x generieren. So viel zu den Methoden der Investitionsrechnung. Bleibt noch eine kritische Würdigung. Die Investitionsrechnung ist stark von Annahmen getrieben. Das gilt zum einen für die Kostenentwicklung aber noch viel mehr für die Entwicklung künftiger Einnahmen. Letztendlich werfen Sie einen Blick in die Glaskugel. Selbst wenn Sie sich bemühen, Unsicherheiten zu berücksichtigen, wird Ihnen das nur in gewissen Grenzen gelingen. Die Prognostizierbarkeit in einer komplexen Welt lässt sich nur schlecht auf einfache Modelle reduzieren. Auch wenn Sie mitunter für Ihre Entscheidung auf solche Modelle zurückgreifen müssen, sollten Sie die Grenzen der Modellierung nicht aus dem Auge verlieren, um gegebenenfalls rechtzeitig Entscheidungen auch wieder revidieren zu können. Ich wünsche Ihnen jedenfalls erfolgreiche Entscheidungen.

Projektmanagement: Kosten und Nutzen

Erfahren Sie, wie Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse für Ihr Projekt durchführen und dann zu einer Projektentscheidung kommen.

1 Std. 6 min (12 Videos)
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Erscheinungsdatum:20.04.2017

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