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Lightroom 5 lernen

Die Grundeinstellungen

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Dieser Film führt Sie in die ersten, wichtigsten Entwicklungsschritte ein, in denen Sie die Tonwerte des Bildes steuern. Sie erhalten Tipps für Vorgehensweise und Korrekturreihenfolge, die sich auf jedes Bild anwenden lassen.
08:57

Transkript

Für diesen Film über die Grundeinstellung des Entwickeln-Moduls in Lightroom habe ich diverse Beispiele zusammengefasst, die von der Ausgangssituation her nicht unbedingt ähnlich sind. Aber dennoch sind die ersten Schritte in der Entwicklung durchaus ähnlich, und das möchte ich Ihnen zeigen. Ich wechsele mal ins Entwickeln-Modul und nehme mir ein beliebiges Bild aus der Sammlung vor. Sie sehen im Entwickeln-Modul auf der rechten Seite das Histogramm, das Ihnen eine Statistik der Tonwerte gibt und Ihnen hier anzeigt, dass Sie relativ wenig Schwarz oder dunkle Tonwerte haben, relativ viel mittlere Tonwerte haben einen recht dünnen Lichterbereich und kein Weiß im Bild haben. Das kann man so analysieren; das muss man nicht immer zwingend analysieren, aber es hilft einem bei der Beurteilung des Bildes und bei den ersten Entwicklungsschritten. Wir wollen uns jetzt um die Grundeinstellungen kümmern. Die Grundeinstellungen sind nicht anderes als eine erste Korrektur der Tonwerte, also der Helligkeitsverteilung im Bild. Und dabei achte ich eigentlich bei fast jedem Bild darauf, dass es ein richtiges Weiß bekommt, dass es ein richtiges Schwarz bekommt und dass die Mitteltöne entsprechend dem Motiv ausgelotet sind, also die Belichtung entsprechend korrigiert wird. Deshalb sind die ersten Schritte der Grundeinstellung in meinem Fall meistens auch so, dass ich das Weiß festlege, den Weißpunkt, den Schwarzpunkt festlege und die Belichtungskorrektur durchführe. Danach folgen dann noch andere Tonwertkorrekturen. Machen wir das mal an zwei, drei Beispielen. Damit wir mehr sehen, werde ich erst mal die linke Palette ausblenden, so dass wir mehr Platz für das Bild haben. Und jetzt starte ich genau mit den eben angekündigten Schritten. Ich werde zuerst, das Weiß im Bild erhöhen, denn ich sehe ja im Histogramm, hier fehlt mir Weiß und es gibt genug Stellen im Bild, in denen ich ein Weiß gebrauchen kann. Also ziehe ich den Weißregler hoch. Das Bild klart ganz deutlich auf. Bloß wie weit ziehe ich es hoch? Dazu möchte ich Ihnen jetzt einen Trick verraten. Ich kann einerseits den Weißregler so weit hochziehen, bis ich eine Beschnittwarnung im Histogramm bekomme. Das ist dieses kleine, weiße Dreieck. Wenn ich hier draufklicke oder meine Maus auch nur drauflasse, dann sehe ich, wie jetzt im Falle der Boards und der Drachen der Kitesurfer, dass dort rote Flecken gekennzeichnet sind. Das sind die überbelichteten Bereiche. Aber das muss ich gar nicht so genau kontrollieren, denn ich kann während der Korrektur, also während des Bewegen des Weißreglers einfach die Alt-Taste drücken. Mit gedrückter Alt-Taste blende ich das Bild aus und das Bild zeigt mir dann mit ersten weißen Pixeln an, wo ein erster Weißpunkt im Bild erschienen ist. Und so komme ich gar nicht erst in den beschnittenen Bereich. Wenn ich die Alt-Taste loslasse, sehe ich an der Stelle einfach wieder das Bild. Ich weiß, dass das Weiß hier seine Grenzen findet, genauso mache ich es mit dem Schwarz. Alt-Taste gedrückt, in diesem Fall nach links bewegen, weil ich ja ein wirkliches Schwarz haben möchte, und ich sehe, dass jetzt die ersten schwarzen Pixel im Bild erscheinen, fahre das wieder ein bisschen zurück und habe so auch meine Schwarzkorrektur. Damit habe ich die Grenzwerte festgelegt, vom Schwarz und vom Weiß. Als nächstes kümmere ich mich um alles, was dazwischenliegt. Und das ist als erstes die Belichtung, die nämlich in die Mitteltöne angreift. Und hier schaue ich nicht aufs Histogramm, sondern einfach aufs Bild und das Bild sagt mir, dass es insgesamt zu dunkel ist, zu schwer, also werde ich die Belichtung etwas anheben. Das mache ich ganz langsam, nicht zu stark, denn dann geht es auch auf Kosten der Brillianz, sondern hier ungefähr um eine Drittel-Blende. Und jetzt finde ich die Belichtung für das Bild gelungen, finde aber noch, dass die Schatten, also die dunklen Töne im Bild sehr schwer sind, und deshalb kann ich zusätzlich noch die Tiefen anheben. Auch das mache ich einfach nur optisch. Damit habe ich dieses Bild jetzt in den Tonwerten entwickelt. Und zur Grundkorrektur gehört noch eins, nämlich einen Grundkontrast und eine Grundfarbigkeit mit hinzuzufügen. Das mache ich nicht mit dem Kontrastregler, der arbeitet sehr pauschal, sondern mit dem Klarheitsregler, denn der kann sehr schön die Feinheiten im Bild ausarbeiten. Sie sehen, dass hier der Kontrast zwischen weißen und schwarzen, zwischen hellen und dunklen Tönen noch weiter ausgearbeitet wird. Genauso kann ich den Dynamikregler benutzen. Auch den Dynamikregler sollten Sie dem Sättigungsregler vorziehen, weil der Sättigungsregler, ich kann es kurz mal zeigen, sehr pauschal die Sättigung anhebt, sehr unrealistisch. Der Dynamikregler ist dabei sehr viel natürlicher und kann hier die Bildfaben einfach mal verstärken. Das sind also Schritte, die nur in den Grundeinstellungen liegen. Darunter haben Sie noch jede Menge Einstellungen für die Bearbeitung von Bildkontrast und Bildfarbe. Aber diese Grundeinstellungen sind im Prinzip Regler, die Sie bei fast jedem Bild benutzen können. Und das möchte ich Ihnen noch an weiteren, ganz anderen Beispielen zeigen. Nehmen wir zum Beispiel dieses Motiv, das nun ganz anders gelagert ist. Wenn ich hier ins Histogramm schaue, sehe ich, dass ich offensichtlich in den Schwarztönen schon ein Problem habe. Hier habe ich nämlich schon zulaufende Schwarztöne, die ich eher aufhellen muss als ein Schwarz im Bild neu zu erzeugen. Das Weiß ist offensichtlich auch in diesem Bild nicht vorhanden. Also starten wir auch hier mit den gleichen Schritten. Zuerst starte ich mit dem Weiß, ich halte in diesem Fall gleich die Alt-Taste gedrückt und warte auf die ersten weißen Pixel, die sich hier im Bild zeigen und in dem Moment, lasse ich meinen Regler los. Das Schwarz ist ja jetzt schon zugelaufen, wir sehen das. Ich habe die Alt-Taste gedrückt, ich habe sehr viele Flächen, die schon in den sogenannten Beschnitt gehen und deshalb ziehe ich den Schwarzregler einfach nach oben bis ich keine schwarzen Pixel mehr habe. Das sind die Wesentlichen Ich ziehe es mal zurück, dann sehen Sie es genauer. Die schwarzen Flächen sind die, die nachher wirklich zulaufen würden, keinerlei Zeichnung mehr haben würden. Wenn ich farbige Flächen habe, heißt es, dass nur eine oder mehrere Farben in den Beschnitt gehen und ich trotzdem immer noch Zeichnung in den Schatten habe. Ich korrigiere also nur so weit, dass ich keine schwarzen Flächen oder größere Pixelansammlungen mehr habe, die sehe ich hier in der rechten Mitte des Bildes, und das reicht auch schon an Korrektur. Damit habe ich mein Weiß und Schwarz gesetzt, jetzt kümmere ich mich wieder um die Belichtung. Und die ist hier einfach zu dunkel. Das sehe ich so. Ich ziehe die Belichtung hoch, damit das Ganze ein bisschen freundlicher wird, aber nicht zu stark. Da sehe ich nämlich, dass hier die Weißtöne sonst zu hell werden. Hier muss ich in erster Linie mit den Tiefen arbeiten. Ich muss also die Schatten aufhellen, damit dieses Bild offener und freundlicher wird. Und dann folgt noch eine kleine Prise Detailkontrast, nämlich Klarheit und ein bisschen mehr Farbe im Bild. Und schon bin ich auch hier fertig. Nächstes Beispiel: Nehmen wir wieder ein ganz anderes Beispiel vom Bildcharakter her. Dieses Bild ist sehr weich, ein bisschen dunstig und auch hier wollen wir die Grundentwicklung auf die gleiche Art und Weise durchführen. Ich starte mit dem Weiß, halte die Alt-Taste gedrückt, Sie sehen ich mach's immer schneller, damit Sie auch sehen, wie schnell so eine Entwicklung dann irgendwann vor sich gehen kann. Jetzt habe ich rechts die ersten Pixel zu sehen, das heißt, das Weiß ist erzeugt. Jetzt kommt das Schwarz. Mein Schwarz ist im Bild hier erzeugt, also gehe ich wieder ein Stück zurück und das ist meine Schwarzkorrektur. Jetzt kann ich den Belichtungsregler bewegen, den ich gar nicht stark bewegen möchte, denn die Belichtung stimmt ja eigentlich. Das sind sehr intensive Farben, aber die möchte ich eigentlich gar nicht heller machen, deshalb lasse ich den Belichtungsregler eigentlich da, wo er ist, und ziehe nur die Tiefen ein wenig nach oben, damit diese nicht zu schwer sind. Auch hier kann ich ein bisschen Klarheit hinzufügen, aber hier ist der Detailkontrast schon ganz gut, und wenn ich möchte, ein wenig mehr Dynamik hinzufügen, aber auch hiermit bin ich in dem Bild sehr vorsichtig, weil schon sehr viel Farbe vorhanden ist. Sie sehen, die Schritte können immer die gleichen sein, obwohl die Bilder von der Anlage her ganz unterschiedlich sind. Kucken wir uns jetzt mal an, was diese ersten Entwicklungsschritte gebracht haben, und zwar mit der Vergleichsansicht. Die Vergleichsansicht öffnen Sie über dieses Y-Symbol unten im Vorschaufenster, und damit sehe ich das Bild unentwickelt und entwickelt mit den Grundeinstellungen. Das Bild, was ich vorher hatte, sehe ich unentwickelt und entwickelt, also klarer, mit den Grundeinstellungen. Und das erste Bild, was wir uns vorgenommen haben, sehen wir auch links unentwickelt und rechts entwickelt, deutlich klarer, mit klarem Weiß und Schwarz und mit einer entsprechenden Belichtungskorrektur und leichter Klarheits- und Dynamikerhöhung. Das sind Schritte, die fast jedes Bild vertragen kann und die deshalb am Anfang Ihrer Entwicklungsarbeit stehen sollten.

Lightroom 5 lernen

Machen Sie sich mit dem optimalen Foto-Workflow in Lightroom 5 vertraut und erfahren Sie alles über den Import, die Organisation, Verwaltung und Nachbearbeitung Ihrer Bilder.

3 Std. 32 min (33 Videos)
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