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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Die ganz groben Details

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Es sind die Details, die dem Bild im weiteren Fortschritt die nötige Tiefe verleihen. Den Anfang machen Sie in diesem Video mit dem gröbstmöglichen Pinsel, um die ersten Details im Bild anzugehen. Zu den dafür geeigneten Elementen gehören die Silhouetten und Schatten der Pagode.
10:22

Transkript

Bei der weiteren Ausarbeitung unserer Backgroundillustration halte ich mich jetzt an die Faustregel von grob nach fein, d. h. ich schaue erst einmal im gesamten Bild, wo kann ich Elemente mit meinem größten, gröbsten Pinsel weiter hinzufügen. Und erst wenn das geschehen ist, möchte ich wirklich mit einem feineren Pinsel an die Sache rangehen. Und ich werde mich jetzt hier einmal konzentrieren auf die Pagode und werde hier jetzt mal, so, mit einer höheren Deckkraft allerdings, anfangen, ein paar Details zu malen, die mir direkt ins Auge stechen. Was natürlich auch Sinn macht, ist, ab einem bestimmten Punkt die Vorzeichnung wieder zu Rate zu ziehen, Die allerdings müssen wir in der Deckkraft ein bisschen senken oder eigentlich auch ziemlich enorm senken, damit wir sehen, was wir hier tun. Und da gibt es jetzt verschiedene Aufgaben für uns. Zum einen können wir die Schattierungen weiter verfeinern, die wir hier haben, können Schattenwürfe hinzufügen, und solche Dinge, aber vor allen Dingen können wir auch die Silhouetten der einzelnen Objekte verfeinern, weil die sind ja sehr diffus geblieben in unserer Farbskizze. Und vor allen Dingen sind sie auch noch weiter aufgeweicht worden durch den Arbeitsschritt, in dem ich die Formen mit dem Mischpinsel extra weicher gestaltet habe. Und hier ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo diese Details letztendlich weiter bearbeitet werden müssen. Und da möchte ich ganz gezielt darauf hinweisen, dass ich die ganze Zeit mit Pinseln arbeite, die einen deckenden, 100%igen Farbauftrag erzeugen. Zumindest jetzt in dieser Phase nehme ich mir immer den Farbton, den ich gerade brauche aus der Nachbarschaft und male den wirklich mit 100% Deckkraft hier in meiner Illustration. Und das ist auch so eine Sache, so ein Ansatz, zu dem ich erst finden musste. Über viele Jahre hinweg habe ich halt direkt schon angefangen mit transparenten Pinseln, transparentem Farbauftrag, ganz viel herum zu, ich will fast sagen herum zu nudeln, an meinen Farbaufträgen, an dem, was ich da zeigen möchte. Letztendlich hat das dazu geführt, dass ich nie konkrete Entscheidungen getroffen habe, welche Farbe ich denn jetzt haben möchte und mich immer so ein bisschen darum herum gemogelt, irgendeine Farbe aus dem Bauch genommen und die mit ganz wenig Deckkraft aufgetragen und dann mal geguckt, ob man an der richtigen Stelle rauskommt. Das kostet sehr viel Zeit. Da kann man auch sehr viele Fehler machen. Was ich mittlerweile einfach für sinnvoll halte, ist, solange es geht, die Farben im Bild zu kontrollieren und so ein bisschen, ich möchte es mal so ausdrücken, jede einzelne Farbe zu erkennen und wieder zu erkennen und zu wissen, warum sie da ist. Das haben wir ja schon im Bereich der Farbskizze gemacht, dass wir ganz bewusst eine Farbe gewählt haben. Und wenn diese Farbe in einem bestimmten Bereich nicht mehr passte, dann haben wir ganz bewusst eine weitere Farbe gewählt, die dann vielleicht eine Schattierung der ursprünglichen Farbe bedeutet hat. Und so haben wir letztendlich zu jeder einzelnen Farbe, die wir verwendet haben, auch eine gewisse Beziehung gehabt. Wir wussten, warum sie da ist. Und in dieser Farbskizze, wir erinnern uns, hatten wir letztendlich 12 Farben verwendet, wo wir bei jeder Farbe genau wussten, warum wir die an der Stelle eigentlich verwendet haben. Und natürlich wird so ein Bild bei der Ausarbeitung immer komplexer, kommen immer mehr Farben dazu, die Farben vermischen sich, es entstehen Mischtöne, aber man kann das ein bisschen eingrenzen, indem man mit deckenden Farben immer malt und jeden Farbauftrag wirklich deckend macht. und dadurch letztendlich sicherstellt, dass die Farben nicht aus dem Nichts entstehen, nicht sich wild vermischen und unkontrollierte Abtönungen entstehen, sondern dass jede Farbe entweder direkt aus dem Bild stammt, da schon einmal war, oder wenn das nicht der Fall ist, wenn man die passende Farbe nicht aus dem Bild direkt entnehmen kann, dann ist zumindest das wiederum eine bewusste Entscheidung, wo man dann die Farbe wieder ganz neu wählt. Also, um es mal an einem konkreten Beispiel zu demonstrieren, wenn ich jetzt hier den Rasen weiter ausdefinieren will, dann kann ich entweder entscheiden, dass mir die beiden Grüntöne, sag ich mal, der Grundton des Rasens und der Schattenton hier, reichen, oder ich entscheide, dass ich für die Ausarbeitung noch einen helleren Rasenton brauche, um z. B. ein Highlight auf einem Blatt zu erzeugen. Und dann habe ich diese Entscheidung bewusst getroffen und weiß jetzt auch, was ich mit dieser Farbe anzufangen habe und warum sie da ist und an welchen Stellen ich sie dann noch verwenden kann. Diese Farbe kann ich jetzt einfach an allen Stellen verwenden, wo ich den Rasen etwas aufhellen möchte. Ich drifte allerdings gerade ein bisschen in den Detailbereich ab. Dem werde ich mal entgegenwirken, indem ich jetzt tatsächlich hier mal eine bisschen größere Flächen aufhelle. Denn es ist tatsächlich nicht mein Ziel, jetzt sofort in Details zu verfallen. Auch den gröbsten Pinsel kann man so klein skalieren in Photoshop, dass er dann dazu taugt, Details zu malen. Aber die grundsätzliche Entscheidung, hier noch einen helleren Graston einzuführen in das Bild, finde ich ganz gut. Dadurch steigt der Kontrast zwischen den beleuchteten Grasflächen und den schattierten bzw. im Schatten liegenden Grasflächen noch weiter an. Hier lohnt es sich auch immer mal, ein bisschen rauszuzoomen aus der Ansicht, entweder das oder man hat die Ansicht vielleicht noch dupliziert. Was ich gerne mache, ist, wenn ich ein bisschen mehr Platz habe, dass ich mir einfach unter "Fenster" "Anordnen", da ist es, ist ein bisschen versteckt, deshalb kennen diese Funktionen auch viele Leute gar nicht, dass man sich eben unter "Fenster" "Anordnen" und dann "Neues Fenster für" eine zweite Ansicht seines Bildes anlegen kann, die sich jetzt parallel verändert. Das möchte ich hier mal gerade demonstrieren, nur damit man es mal gesehen hat. Ich werde das nicht weiter verwenden, weil hierfür der Aufzeichnungsbereich ein bisschen klein ist und nicht viel Platz bietet. Aber hier ist es z. B. möglich, jetzt zu arbeiten an dem Bild und in der zweiten Ansicht zu sehen, wie sich das Gesamtbild dadurch verändert. So kann man, auch wenn man hier herangezoomt im Detail arbeitet, sicherstellen, dass man nicht die Gesamtübersicht verliert. Eine ähnliche Funktion kann übrigens der Navigator übernehmen. Der sieht dann so aus. Sie kennen vielleicht den Navigator, in dem hier auch der angezeigte Bereich angezeigt wird. Wenn man sich den in einer vernünftigen Größe irgendwohin legt, und in meinem privaten Arbeitsbereich ist es halt so, dass ich den auf einem anderen Bildschirm liegen habe, dann kann auch dieser dazu dienen, den Überblick über so eine große Illustration zu behalten, auch wenn man da reinzoomt. So, aber es soll jetzt hier noch weitergehen. Das war aber nicht richtig. Ich möchte ein bisschen die Details, die in unserer Zeichnung vorgegeben sind, hier berücksichtigen. Und auch hier am Baumstamm gibt es Gelegenheit, die Konturen etwas zu schärfen und mehr Detail hinzuzufügen. Endlich geht es jetzt hier darum, die Farben, die man schon vorfindet, zu verwenden, um Strukturen darzustellen, die in der verschwommenen Form, die wir hier vorliegen haben, noch nicht wirklich hervortreten. Aber wir sollten hier immer ausgehend von der verschwommenen Form arbeiten. Letztendlich sollte bei dem Hinzufügen dieser Details immer die Frage sein: hier ist die verschwommene Form; was fehlt da jetzt noch, damit es final aussieht? Es geht jetzt nicht darum, akribisch jeden Quadratzentimeter des Bildes zu überarbeiten, einfach aus Prinzip, weil alles ja hochgradig ausgearbeitet werden muss, sondern man muss sich fragen, die verschwommene Form ist schon mal 90% des Bildes, also, wenn ich so weit rauszoome, dann sieht das Bild quasi fast schon fertig aus, da sehe ich gar nicht, dass es da verschwommene Bereiche drin gibt, was muss ich denn jetzt noch hinzufügen, um den Detailgrad zu erreichen, der am Ende dafür sorgt, dass das Bild gut aussieht, auch wenn wir es aus der Nähe betrachten? Und hier ist es jetzt z. B. hauptsächlich, dass man ein bisschen mehr Konturen erzeugen muss, die an Blätter erinnern. Aber auch hier mache ich das erstmal nur grob mit dem groben Pinsel. Und vielleicht sorge ich auch hier für den einen oder anderen Durchbruch, wo man dann wieder den Hintergrund sieht. Und es wird quasi eine erweiterte Version des verschwommenen Grundzustandes angestrebt. Man will immer noch nicht ganz scharf werden. Man malt quasi die zweite Phase an Schärfung. Und damit das halt gelingt, damit man da sich nicht zu schnell in Details verliert, ist es extrem nützlich, wirklich erstmal mit dem groben Pinsel zu arbeiten. Der verleitet einen dann gar nicht dazu, schon zu sehr ins Detail zu gehen. Und wenn man jetzt ein bisschen rausgezoomt hat, dann sieht man auch, dieser Baum hier, der hat doch jetzt schon deutlich konkretere Formen bekommen und fängt an, im Grunde schon die Details zu haben, die man ungefähr für so eine Backgroundillustration braucht.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung eines Hintergrunds ankommt, um Ihre Figur ins richtige Licht zu rücken!

2 Std. 29 min (19 Videos)
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