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Grafikdesign für Nicht-Grafiker: Farbe

Die Farbe – vom Luxus zum Standard

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Die Darstellung von Farbe war jedoch bis hinein in das 20. Jahrhundert ein teurer Luxus. Bis in die 1960er Jahre illustrierten Schwarzweißbilder das Weltgeschehen und reine, strahlende Farben kamen erst in den 1970er Jahren auf, als sich die günstige Herstellung von Farben auf dem chemischen Weg durchsetzte. Was zunächst als Luxus empfunden wurde, ist heute Standard. Es wurden niemals in der gesamten Mediengeschichte so viele farbige Bilder geschaffen, wie heute.

Transkript

Farben haben auf unsere Gemütslage eine unmittelbare Wirkung. Wir werden grün vor Ärger, gelb vor Neid, schwarz vor Zorn oder rot vor Scham. Oder wie schon Goethe sagte: Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Seit jeher versucht der Mensch daher die Farben seiner Umwelt darzustellen, ob in den Höhlen der Steinzeitmenschen, in der Bekleidung, der Malerei oder auch in der graphischen Gestaltung. Schon immer war die Darstellung von Farbe aber ein teurer Luxus. Farbtöne wie Purpur und Indigo waren sogar Statussymbolen. Allein für die Herstellung von nur wenigen Gramm Purpur mussten bei den Römern 12.000 Purpurschnecke ihre Leben lassen. Kein Wunder, dass Caesar das Recht zum Tragen gerade dieser Farbe auf sich und einige hochgestellte Beamte beschränkte. Oder die mittelalterlichen Maler. Farben waren extrem teuer. Sie mussten aufwändig aus Erden, Pflanzen, Mineralien und anderen Grundstoffen in langen Herstellungsprozessen erzeugt werden. Manch ein Maler konnte sich kaum Farben leisten und wurde so gezwungenermaßen zu seinem eigenen Farbenhersteller. Machen wir den Sprung ans Ende des 19. Jahrhunderts in die Fotografie. Die ersten Fotografen haben schon mit farbempfindlichen Emulsionen experimentiert, hatten dabei aber keinen Erfolg. Es bliebt nur der Behelf schwarzweiße Fotos per Hand mit speziellen Farben zu kolorieren. Erst 80 Jahre später hatte die Farbfotografie ihren Durchbruch, deswegen Schwarzweißbilder bis hinein in die 1960 Jahre das Weltgeschehen illustrieren mussten. Was damals den fehlenden Möglichkeiten geschuldet war, nutzen die heute aber wieder als Stilmittel. Allgemein war es in den 1970 Jahren erst möglich auf chemischen Weg leuchtende und kräftige Farben in großen Mengen für alle möglichen Anwendungen herzustellen und plötzlich explodierte die Welt in Farben. Erinnern wir uns an das grelle Grün, Orange, Gelb und Rot, in denen Autos lackiert wurden, oder an die Welle der kreischbunten Plastikmöbel und Geschirr. Die psychedelischen Farben und Formen in der Mode konnten kaum bunter sein und die Standards des Farbfernsehens wurden festgelegt. Mehr und mehr wurde auch in der graphischen Gestaltung die farbige Reproduktion von Büchern und Zeitschriften gefordert. Aber die Selbstverständlichkeit der farbigen Tageszeitung kann man erst mit dem Jahrtausendwechsel gleichsetzen. Und heute? Unsere uneingeschränkt farbenvoll Medienwelt ist ein Produkt der allerneuesten Zeit. Was in der gesamten Mediengeschichte ein größer Luxus war, ist erst seit wenige Jahren zur Alltäglichkeit geworden. Es wurden niemals so viele farbige Bilder geschaffen und veröffentlicht wie heute, ob stehend oder laufend, werden sie täglich via Smartphones milliardenfach in unsere sozialen Netze gespeist.

Grafikdesign für Nicht-Grafiker: Farbe

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1 Std. 11 min (15 Videos)
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