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HTML5 für Webdesigner

Die Entstehung von HTML5

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Werfen Sie ein kurzen Blick auf die Entstehung von HTML5. Von HTML 4 führt die Reise über XHTML 1.0, das W3C, die WHATWG bis zu HTML5.

Transkript

In diesem Film möchte ich Ihnen zunächst etwas über die Entstehung von HTML5 erzählen, denn dadurch wird ein bisschen deutlicher, wie das Kuddelmuddel um diesen Begriff entstanden ist. Zunächst einmal ist HTML eine Markup-Sprache zum Strukturieren von Inhalten auf Webseiten. Man benutzt Elemente mit Tags, Anfangs-Tag und Ende-Tag, um Texte und andere Inhalte auszuzeichnen. Gestaltet werden diese Inhalte, diese Elemente durch CSS. Die dritte Sprache, die eine Rolle spielt, ist JavaScript, mit der das Verhalten dieser Elemente gesteuert werden kann. Zunächst einmal geht es hier in diesem Videotraining um HTML. HTML ist in den 90er Jahren schon weit verbreitet gewesen, damals gab es HTML4, war die letzte Version, Ende des letzten Jahrtausends. Es gab das W3C, das World Wide Web Consortium, das die Standards erstellt hat und es gab die Browserhersteller, die diese Standards in den Browsern umgesetzt haben. Oder umgekehrt, die Browserhersteller haben etwas geschaffen wie Elemente wie Font oder Table und das W3C hat die nachträglich dokumentiert - aber es ging eigentlich alles so weit ganz gut. Irgendwann hatte man einen Zustand erreicht, da war HTML4 so durcheinander, dass man gesagt hat: "Okay, das müssen wir mal ein bisschen aufräumen." Das war XHTML 1.0 zu Weihnachten 1999, also hier ab 2000. Das ist nichts Neues, es ist einfach nur HTML4 neu definiert als XML, also etwas strengere Regeln. Man könnte sagen, dass ist HTML4 aufgeräumt und das wurde allgemein als eine Wohltat empfunden, so dass man Altlasten los war und sagte: "Okay, dahin geht die Reise." Und genau um diese Reise gab es natürlich diverse gegensätzliche Interessen. Das World Wide Web Consortium wollte XHTML weiter entwickeln und hat ab 2002 an XHTML 2.0 gearbeitet. Das Problem dabei war, dass XHTML 2.0 nicht abwärtskompatibel war. D.h., es sollte reines XHTML sein, eine Webseite sollte wie ein Programm ablaufen. Das bedeutet, beim ersten Fehler im Quelltext wird die Darstellung dieser Seite abgebrochen. Das wiederum bedeutet natürlich, dass, grob geschätzt, 99,9 Prozent aller real existierenden Webseiten da draußen plötzlich nicht mehr betrachtet werden könnten, da sie nicht mehr dargestellt werden. XHTML 2.0 ging also etwas an der Wirklichkeit vorbei und wurde von den Browserherstellern und der breiten Masse mehr oder weniger komplett ignoriert. Im Jahre 2004 haben die Browserhersteller versucht, das World Wide Web Consortium von dem - ihrer Meinung nach - Irrweg abzubringen. Als das nicht geglückt ist, haben die sich abgetrennt und haben gesagt: "Wir machen unseren eigenen Kram" und haben die WHATWG gegründet. Das ist nun keine Wohngemeinschaft sondern die Web Hypertext Application Technology Working Group. Da das kaum jemand so behalten kann, ist WHATWG völlig in Ordnung als Abkürzung. Ein Konsortium von Browserherstellern, die gesagt haben: "Wir wollen dieses XHTML 2.0 nicht, wir wollen unsere eigene Sache weiter entwickeln. Wir glauben an HTML und dass HTML entwicklungsfähig genug ist, um auch den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden." Ergebnis war HTML5 in einer Variante ab 2006, in der W3C und WHATWG zusammengearbeitet haben. Das W3C hat eingelenkt, Tim Berners-Lee, Erfinder des Webs und Leiter des W3C, hat in einem aufsehenerregenden Blogbeitrag geschrieben, dass XML doch wohl nicht so eine gute Idee ist und dass man das noch mal überlegen sollte. Dann haben die beiden Organisationen sich zusammengetan und haben eine Zeit lang zusammen daran gewerkelt - mehr oder weniger zusammen. Allerdings, ab 2011 gingen sie dann wieder getrennte Wege. Das World Wide Web Consortium arbeitet an HTML 5.0, das ist eine fertige Version, eine finished Version, die finden Sie unter w3.org/TR/HTML5. Das TR steht für Technical Reports, das findet man oft bei den Adressen des W3. Im Gegensatz dazu sind die Browserhersteller, WHATWG, die arbeiten an HTML ohne Versionsnummer, die nennen das Ganze einen Living Standard. Die wollen das gar nicht mehr einfrieren, sondern die wollen einfach immer daran weiter arbeiten und Webdesigner und Entwickler können sich hier informieren, wie der augenblickliche Stand der Dinge ist. Diese Spaltung ist nun nicht ganz so schlimm, wie es auf den ersten Blick vielleicht klingen mag, denn die beiden reden noch miteinander. Das W3C arbeitet an 5.1, das wiederum entspricht dem Living Standard, es arbeiten Leute zusammen - aber letztlich gibt es zwei verschiedene Organisationen, die daran arbeiten.

HTML5 für Webdesigner

Lernen Sie, wie Sie in HTML5 Layoutbereiche strukturieren, die richtigen Elemente für Inhalte benutzen, Formulareingaben optimieren und Multimedia ohne Plug-in einbauen.

3 Std. 14 min (39 Videos)
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