Grundlagen des Marketings

Die Distributionspolitik – Indirekter Vertrieb

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Nicht erklärungsbedürftige Produkte werden vornehmlich über den indirekten Vertrieb distribuiert.
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Transkript

Nun kommen wir zum indirekten Vertrieb, oder auch indirekter Absatz genannt. Hier werden eine oder mehrere Zwischenstufen eingeschaltet, die dann die Produkte und Leistungen an die Verbraucher verkaufen. Diese Zwischenstufen können Absatzmittler, zum Beispiel Händler, oder Absatzhelfer, zum Beispiel Kommissionäre oder Makler sein, die allesamt zu den unternehmensfremden, rechtlich selbstständigen Absatzorganen zählen. Hauptsächlich bei Konsumgüterherstellern, die ihre Produkte massenhaft vertreiben, wird der indirekte Absatz über selbstständige Handelsbetriebe bevorzugt. Absatzorgane des indirekten Vertriebs stellen dabei die Absatzmittler, das sind die Handelsbetriebe wie Groß- und Einzelhändler, sowie die Absatzhelfer wie zum Beispiel über Kommissionäre und Makler dar. Ein wesentlicher Vorteil dieser Vertriebsform stellt die flächendeckende Massendistribution dar. Das heißt, der Hersteller kann eine breite Masse über Handelsbetriebe ansprechen. Ebenso können Hersteller über diese Vertriebsform relevante Absatzfunktionen wie Werbemaßnahmen, Verkaufsförderungen, und Lagerhaltungen an die Absatzmittler abwälzen. Gerade in den Septembermonaten kann man beobachten, dass dort schon Weihnachtsartikel im Handel angeboten werden. Der Händler übernimmt damit die Lagerhaltung und betreibt Werbung unter anderem auch für die Herstellermarke. Die Hersteller sparen sich dadurch enorme Kosten ein. Überdies entfällt der organisatorische Aufwand für ein eigenes Vertriebssystem. Ein dritter Vorteil ergibt sich durch den Sortimentsverbund, den der Handel vornimmt. Gemeint ist, dass das Herstellerprodukt durch einen optimalen Sortimentmix, den der Handel vornimmt, an Attraktivität gewinnt. Oder würde man nur wegen Schokolade zu einem Ort fahren, wenn es nicht noch andere beliebte Produkte, die in Ergänzung zu Schokolade stehen, gäbe? Nachteilig ist dagegen, dass der Hersteller keinen unmittelbaren Zugriff auf das Absatzgeschehen und damit zum Beispiel auf die Preisgestaltung oder Warenpräsentation hat. Zudem erhöht sich entlang der Zwischenstufen in der Regel der Verkaufspreis, da jeweils die Gewinnmarge draufgeschlagen wird, sodass Gefahr besteht, dass das Produkt nicht mehr so gut nachgefragt wird.

Grundlagen des Marketings

Erlernen Sie die Grundlagen des Marketings von den Begriffsdefinitionen über die Analyse bis hin zur strategischen und operativen Planung.

2 Std. 58 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:03.08.2016

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