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Die Blickrichtung eines Models anpassen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Wenn Sie in einer Fotomontage ein Model in Szene setzten ist es natürlich wichtig, dass die Blickrichtung stimmt. Ich zeige Ihnen hier einen Weg, wie Sie genau diese nachträglich ändern können. Das sieht dann beispielsweise so aus, dass Sie hier frei die Augenrichtung des Models einstellen können, und zwar so dass sie entweder etwas genervt guckt oder etwas verliebt oder ganz entsetzt in eine Richtung. Sie können natürlich auch, wenn Sie es möchten, die Augen einzeln bewegen. Und wenn Sie jetzt mal nur auf das linke Auge achten, also das bildlinke Auge. Könnten Sie hier das Model auch auf die Nasenspitze schauen lassen, wenn Sie hier eine Fliege draufsetzen. Sie sehen auch, dass hierbei die Augenreflexe erhalten bleiben und wie das geht, dass lassen Sie uns jetzt einfach mal durchspielen. Ich blende also mal alle Ebenen ein. Und fasse dann die bereits erstellten Ebenen in eine Gruppe zusammen und blende diese Gruppe aus. Das ist jetzt unser Ausgangsbild. Also das ist das Original. Was ich jetzt gerne machen möchte ist hier zunächst eine Art Maske zu erstellen. Was hat eine Maske? Eine Maske hat Gucklöcher für die Augen und wird dann vor das eigene Gesicht gehalten, sodass da die Augen durchgucken können und genau das brauchen wir hier in Bildform. Also benötigen wir zunächst einmal eine Kopie der Hintergrundebene. Die hab ich jetzt hier unten drauf gezogen und hab dadurch eine neue Ebene. Und ich brauche jetzt eine Auswahl der Augen, sodass wir hier unsere Gucklöcher erhalten. Ich hab das schon mal vorbereitet. Ich hab hier eine Auswahl erstellt der Augen mit dem Zeichenstift. Mit gehaltener Steuerung-, bzw. Command-Taste kann ich hier diese Pfade als Auswahl wählen. Gehe dann wieder in die Ebenen zurück und zoome mal rein. Wichtig ist es, dass Sie hier möglichst genau arbeiten. Sie sehen, ich hab das jetzt hier nicht so genau gemacht, aber je genauer Sie einzelne Wimpern hier im Bild lassen, umso schöner und realistischer sieht das später aus. Ich würde Ihnen empfehlen so kleine Glanzkanten, wie hier unten oder diese Tränenlinie diese sollten Sie im Bild lassen und nicht zu weit abschneiden. Auch hier diese dunklen Bereiche, da können Sie ruhig etwas mehr drin lassen. Das fällt später gar nicht so sehr auf. Denn zu sehr können Sie die Augenbewegung auch nicht übertreiben. Das sieht dann irgendwann auch unrealistisch aus. Jetzt füge ich einfach diese Auswahl als Maske hinzu und dann haben wir unsere Maske nur umgekehrt, d.h. ich muss jetzt noch einmal diese Maske invertieren mit "Command" oder "Strg" und "I. Und das ist jetzt das was ich meinte, die Maske mit den beiden Gucklöchern. Und dahinter benötigen wir jetzt natürlich die Augen. Also lade ich noch einmal diese Augenauswahl und gehe wieder in die Ebenen hinein. Gehe dann auch den Hintergrund, weil da sind die Augen ja noch vorhanden. Und drücke dann "Strg", bzw. "Command" und "J". Und hab jetzt hier, wenn ich mal die Maskenebene oben und den Hintergrund ausblende die beiden Augen auf transparentem Hintergrund. Damit wir die Augen frei verschieben können, brauchen wir natürlich eine gesamte Iris. Sie sollte also möglichst rund sein. Und wir brauchen auch eine Iris und eine Pupille ohne diese Lichtreflexe. Die müssen wir also zunächst einmal wegstempeln. Das mach ich mir mal ganz einfach. Ich werd mir zunächst mal bei diesem Auge die Pupille vornehmen. Und da schauen wir mal hier. Das bleibt sich relativ gleich. Von dem Auge ist ein bisschen mehr zu sehen Also nehmen wir einfach diese Pupille. Und die nehm ich mir mit der Auswahlelypse. Ziehe es mir hier mal auf. Und wähle mir die möglichst genau aus mit Übergang. Ein klein bisschen Übergang sollte da drin sein. Und hebe mir das von dieser Ebene auf eine neue Ebene. Also wiederum "Strg", "J", bzw. "Command" und "J" auf dem Mac. Und dann kann ich die andere Ebene ausblenden dahinter. Ich benenne die auch gleich mal, damit wir wissen was das ist. Das sind die Auge, das ist die Pupille und das hier oben war die, ich nenne es einfach mal Maske. Das ist die, die quasi vor dem Auge gehalten wird oder vor dem Gesicht. Und wir arbeiten jetzt weiter auf der Pupille und müssen zunächst mal hier die Reflexe wegretuschieren und das Ganze rund bekommen. Zunächst mal die Reflexe. Da nehme ich mir wieder das Auswahlelypse-Werkzeug, ziehe mir hier eine Kreisform auf. So... Und dann nehme ich mir einen Pinsel mit der Taste "B". Eine geeignete Pinselspitze, nicht zu groß. Also, die sollte ein bisschen kleiner sein. Wenn Sie dann nur ein Fadenkreuz sehen sind sie wahrscheinlich auch zu groß. Dann nehme ich mir hier mit gehaltener "Alt"-Taste aus der Pupille die Farbe auf und übermale das einfach hier. Dann nehm ich hier noch einmal Farbe auf. Sie können das ruhig öfter machen, damit das nicht zu fleckig wird. Also damit das nicht zu gleichmäßig wird, weil hier gibt es eine Farbvariation. Wenn Sie es ganz genau nehmen, dann würden Sie den Stempel nehmen und nicht den Pinsel. Aber für diesen Zweck soll das ausreichen. Ich kehre dann diese Auswahl um. "Auswahl", "Auswahl umkehren" und mache jetzt hier außen weiter und übermale dort den Augenbereich ebenfalls mit dieser Farbe. Jetzt kann ich die Auswahl aufheben und muss das Auge noch rund kriegen. Das mach ich ganz einfach, indem ich diese Ebene dupliziere. Also "Strg" und "J". Dann transformiere also "Strg" oder "Command" und "T". Und jetzt setze ich mir diesen Mittelpunkt genau auf die Mitte dieser Iris. Beweg dann den Cursor außerhalb dieses Rechtecks und drehe mir das Auge so in Position, dass der Kreis möglichst geschlossen wird. Sie sehen das funktioniert nicht hundertprozentig. Ich dreh's mal noch ein bisschen weiter. Sagen wir mal so könnte das hinkommen. Ich senke mal die Deckkraft ein wenig. Und dann zupf ich mir das so hin das Auge, dass wir hier möglichst eine schöne Kreisform bekommen. Also vor allem hier die Pupille, die sollte kreisrund sein. Dann die Deckkraft wieder hoch und jetzt hänge ich mir hier eine Maske dran. Ich nehm mir also wieder die Auswahlelypse. Und mache das Auge möglichst rund. Sagen wir mal so. Ok, häng da eine Maske dran. und würde diese Maske mit gehaltener "Alt"-Taste auf die Pupille darunter kopieren, damit das hier schön rund wird. Und jetzt muss ich hier noch für einen Übergang sorgen und das mache ich mit dem Pinsel und einer weichen Kante. Und dann male ich hier vorsichtig drüber. Sie können auch hier mit einem sehr geringen Fluss arbeiten und dann einfach mehrfach über die Stellen malen, bis diese teiltransparent werden, also bis diese so sich gut einpassen. Das kann ruhig ein bisschen unregelmäßig sein, das ist nur natürlich. Das wäre jetzt unsere Pupille und wir können die beiden Ebenen auch direkt zusammenfassen. Also markieren mit gehaltener "Shift"-Taste und dann die "Command" und "E"-Taste drücken, bzw. "Strg" und "E". Das wäre jetzt Pupille Nr. 1. Ich blende mal die Maske ein. Das wäre diese. Und damit wir uns die Arbeit für das zweite Auge sparen ziehe ich einfach diese Pupille darüber, blende mir dazu aber das Auge ein, bzw. das Augenpaar, was ich vorher erstellt habe aus dem Originalbild. Und mit aktivem Verschieben-Werkzeug und gehaltener "Alt"-Taste nehme ich jetzt dieses Auge, ziele in der Mitte der Pupille und ziehe es hier rüber und lasse es hier wieder möglichst mittig fallen. Gut, das sind jetzt Zombie-Augen, weil die Reflexe fehlen. Aber bevor wir uns den Reflexen widmen, lassen Sie uns einmal das Augenweiß rekonstruieren. Denn wir brauchen ja, wenn wir die Augen bewegen, an dieser Stelle ein neues Augenweiß. Und dafür nehmen wir wiederum die Original-Augen und würden hier an dieser Stelle das mit Weiß füllen und wenn Sie da einfach mit weißer Farbe drüber malen, dann merken Sie, das wird nicht so gut. Also das funktioniert nicht. Deswegen machen wir das mal ein bisschen anders. Zunächst einmal fassen wir die beiden Pupillen in einer Gruppe zusammen. Also markieren, "Command" und "G", dann umbennen in "Pupillen. Die können wir dann mal kurz ausblenden und auch die Maske. Und was ich jetzt machen möchte ist hier diesen Beriech zu füllen. Da probieren wir mal, ob wir nicht mit einer inhaltsbasierten Füllung auskommen, indem ich hier mit dem Lasso einfach die Pupille auswähle. Hier mache ich genau das Gleiche. Also nicht zu eng daran, sondern möglichst grob. Und alles woraus sich jetzt eine inhaltsbasierte Füllung bedienen kann ist hier Augenweiß und etwas Rötliches und etwas Graues. Das müsste eigentlich ganz gut funktionieren. Schauen wir mal. Ich gehe also auf "Fläche füllen". Muss mich dazu natürlich hier auf der Augenebene befinden. Also die Augenebene aktivieren, dann "Bearbeiten", "Fläche füllen", "Inhaltsbasiert" und "OK" klicken. Und da haben wir jetzt unsere Auswahl. Das könnte man natürlich noch ein bisschen schicker gestalten. Also da würde ich jetzt mit dem Stempel noch mal ein wenig reparieren. Ich nehm also mir einen Stempel mit einer geringen Deckkraft. Sagen wir 50%. Nehm mir dann hier weiße Farbe auf und male hier einfach mal drüber, sodass das nicht ganz so fleckig da aussieht da an der Stelle. Das sollte möglichst gleichmäßig sein, ein gleichmäßiger Übergang. Da ist jetzt anscheinend die inhalts- basierte Füllung doch nicht das Optimum. Auf jeden Fall ist wichtig, dass die Augenränder dieses Dunkle behalten und nicht rein weiß werden, denn das sieht dann wirklich schlimm aus. Hier würde ich das genau andersherum machen. Ich nehme mir einen Pinsel, nehm diese helle Farbe auf wiederum mit geringem Fluss und male jetzt hier den Übergang einfach ein bisschen weicher. Dann schauen wir mal, wie das aussieht, wenn wir die Maske oben wieder einblenden. Das wäre das Augenweiß. Könnte man an den Rändern noch ein bisschen abdunkeln. Die Pupillen eingeblendet. Sieht auch schon ganz gut aus. Jetzt brauchen wir noch die Original-Reflexe. Und das geht ganz einfach und schnell. Das sehen Sie gleich. Wir gehen hier rein möglichst weit reinzommen. Dann gehen wir ganz nach oben. Also über die Pupillen. Dann nehme ich das Elypse-Auswahlwerkzeug, gehe hier einmal drüber für den ersten Reflex, erstelle mir eine neue Farbfläche und die muss natürlich weiß sein. Klicke "OK", hab jetzt hier meinen Reflex Nr.1. So...da ist er schon. Und dann mache ich den zweiten Reflex ebenfalls. Nehme mir hier dafür wiederum das Elypse-Werkzeug, erstelle eine weitere Farbfläche in weiß Blende noch einmal die obere Ebene aus. Das ist das Zweite. Hier senke ich die Deckkraft ein wenig, weil das haben Sie auch im Original gesehen. Das ist nicht ganz so hell, wie das obere Licht. Also würde ich hier sagen nehmen wir hier eine Deckkraft von 60-50%. Und das war die ganze Magie. Jetzt kann ich hier z.B. die obere Ebene einblenden die Maske einblenden und jetzt kann ich auch hier die beiden Reflexe zusammenfassen in einer Gruppe, also wieder markieren "Command" und "G", umbennen in "Reflexe". Und diese Gruppe kopiere ich mir hier einfach rüber auf das andere Auge mit gehaltener "Alt"-Taste. Das war's. Sie haben jetzt gesehen, hier ist die Maske noch nicht ganz sauber, und zwar ist das hier an dieser Stelle der Fall. Also da könnte ich die Maske ein bisschen reinmalen noch. Dann nehme ich mir einen Pinsel mit weißer Farbe und würde das jetzt hier korrigieren, indem ich hier schnell mal drüber male. Dann ist dieser hässliche Rand weg. Schauen wir mal beim anderen Auge. Auch hier haben wir das Problem, was eigentlich keins ist, weil man's schnell korrigieren kann. Jetzt können wir die Augen frei bewegen, und zwar nehmen wir dafür das Verschieben-Werkzeug und hier die Pupillen natürlich. Die Reflexe bleiben an der Stelle wo sie sind, weil die Lichtquellen verändern sich ja nicht. Und jetzt kann ich hier das Model hier in jede Richtung schauen lassen, wo sie hiinschauen soll. Also genervt, das hat viel zu lang gedauert oder begeistert oder sich wundernd, überraschend. Das überlasse ich Ihnen. Also viel Spaß beim Verändern der Blickrichtung und beim Experimentieren mit dieser Technik.