Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Die Auswahl der Kamera

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Für jedes Handwerk gibt es eine Vielzahl an Werkzeug – so auch in der Film-und Fernsehproduktion. Hier lernen Sie, welche Arten von Kameras sich für die Arbeit mit Chromakeys besser oder weniger gut eignen.

Transkript

Nach allem, was wir bisher gehört haben, spielt die Kamera offensichtlich eine zentrale Rolle bei der Bestimmung der Qualität eines Chromakeys. Wenn wir heute auf eine Kamera Bezug nehmen, meinen wir damit oft das komplette System aus einer Optik, dem Sensor und auch der Speicherung der Bilder auf einem digitalen Speicherformat. Alle drei haben einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Qualität die Kamera am Ende liefert. Und auch hier gilt alte Regel: Eine Kette ist nur so stark wie eher schwächstes Glied. Nun haben Sie vielleicht Ihr Budget ausgeschöpft und eine Kamera erworben, mit der auch Bewegtbildaufzeichnung möglich sind. Sie haben sich vielleicht für einen bestimmten Hersteller und ein bestimmtes Modell entschieden, gerade weil dieser mehr Nutzen angeboten wurde. Kameras haben sich in letzter Zeit zu wahren Multifunktionsmonstern entwickelt. Selbst die heute üblichen Smartphones können Fotos und Videos aufzeichnen. Und wird auf dem Leben besser, damit nicht zu viel zu erwarten. Deshalb ist es hilfreich, sich ab und zu vor Augen zu führen, dass die technische Leistung einer Videokamera, die eines Fotoapparates multipliziert, mit der Bildfrequenz ist. Besonders die DSLR-Kameras des Konsumamarktes waren ursprünglich nicht dafür vorgesehen, auch Bewegtbildsequenzen aufzuzeichen. Dass diese Universalausstattung von den Konsomenten mit offenen Armen empfangen wurde, hat zeitweise sogar die Hersteller überrascht. Ein halbes Jahrzehnt nach dem Überraschungserfolg der DSLR-Kameras hat sich der Markt wieder neu geordnet, Von Kameras, die auch Video können, darf man nicht erwarten, dass sie das mit der gleichen Perfektion erledigen, wie die Kameras, die genau dafür konzipiert wurden. Umgekehrt, erwartet niemand von einer Filmkamera, dass er nebenbei Multi-Mega-Pixel-Größe [ ], in RAW und HDA abgeliefert. Auch für die Aufzeichnung von Chromakeyaufnahmen gibt es erwartungsgemäß eine Königsklasse. Das Handwerkzeug des Profils gibt die Richtung vor und kann als Leitlinie dienen, Wenn man sich die Grenzen und Möglichkeiten seiner Geräte bewusst ist, kann man aber auch mit weniger als der maximal möglichen Ausstattung beachtenswerte Ergebnisse erzielen. Das Handwerkzeug zu beherrschen, ist dann auf der erfolgreicher als auf das neueste Equipment zu setzen. Eine Kamera mit Wechselobjektiven eröffnet damit die Möglichkeit, die gesamte Bandbreite an Objektivqualitäten zum Einsatz zu bringen. Was man als Anwender an seiner Kamera aber nicht verändern kann, ist die interne Signalverarbeitung, die vom Hersteller für das jeweilige Model vorgesehen ist. Wenn diese Signalverarbeitung für den Chromakey-Effekt nicht optimal ist, bleibt immer noch die Möglichkeit, eine externe Aufzeichnung zu benutzen. Um im Rahmen dieses Kurses möglichst viele Optionen, aber auch die Grenzen aufzeigen zu können, habe ich mich für diese Kamera aus dem Hause Canon entschieden. Sie ist aktuell eine der wenigen Kameras im Markt, die Kamera intern eine Aufzeichnung im RGB-Modus, das heißt, ohne jedes Chroma Subsampling erlaubt. Noch hochwertiger wäre nur eine kamerainterne Aufzeichnung im RAW-Modus. Was hier doch einen erheblich größeren Speicherplatz bedarf, mit sich bringt. Diese Kamera, es ist eine Canon C300 Mark II, kann intern bis zu 4K Material aufzeichnen, das allerdings in einem 4:2:2 Codec. RGB 444 Aufnahmen sind bis zu einer Auflösung von 2K möglich. Was von den beiden Codex die besser Wahl ist, hängt in erster Linie davon ab, welches Distributionsformat für eine Produktion gewählt wird. Für eine Distribution im Kino in 4K würde ich den 4:2:2 Codec wählen. Für eine Verbreitung in 2K oder High Definition würde ich mich für den RGB-Codec entscheiden. Die RGB-Aufzeichnung hat mir im Rahmen dieses Kurses die Möglichkeit gegeben, alle Varianten von Codex vom gleichen Ausgangsmaterial abzuleiten. In vielen Fällen wird man nur einen bestimmten Teil an Chromakey-Effekten in eine Film- oder Fernsehproduktion integrieren. Dann bietet es sich an, eine solche Kamera im Rahmen der Produktion anzubieten, anstatt sie zu erwerben. Ganz anders liegt die Sache bei einem dauerhaften Einsatz in einem Industriebetrieb oder einem Postcast Studio mit regelmäßigen Produktionen, Auch hier würde ich als Erstes nach dem Format fragen, indem die Inhalte zu den Schauern gelangen sollen. Für eine Distribution im Internet oder auf eine DVD ist die Produktion im High Definition Format völlig ausreichend Dann genügen auch Chromakey-Aufnahmen zum Beispiel in einem virtuellen Studio erstellt, wenn sie in diesem Format produziert werden, denn neben der Qualitätsbetrachtung stellt sich hier auch die Frage nach der Speicherung und Archivierung des anfallenden Materials. Wer nur gelegentlich mit dem Chromakey-Effekt experimentiert, wird die Frage nach dem Speicherplatzbedarf unter Umständen ganz anders stellen. Manchmal lassen sich Aufzeichnungen von Chromakeysequenzen nur mit einer einfachen Kamera und einer Speicherung in einem Codec mit 420 Chroma Subsampling durchführen. Dann es ist wünschenswert, dass auch die Zeit zur Verfügung steht, um weniger perfekte Keys mit Hilfe von Software auszugleichen. Der bei der Aufnahme aber alles richtig gemacht hat, kann auch mit einem Codec mit sehr hohen Kompressionsraten und etwas Fine Tuning in der Nachbearbeitung völlig akzeptabele Arbeitsergebnisse erzielen. Ich hoffe, dass ich damit die Frage danach, welche Kamera sich für den Einsatz von Chromakes-Aufnahmen generel eignet, wenigstens indirekt beantwortet habe. Der Markt bietet uns vielfalt, und das ist gut so. Die Querseite davon ist, dass man eine solche Frage nicht wirklich pauschal beantworten kann. Die Kamera ist das Werkzeug, deren Eigenschaften, Stärken und Schwächen man als Filmemacher ausgetestet haben sollte. Mit wenigen zusätzlichen Hilfsmitteln wie Mäßgeräten und Mäßmitteln sind Tonwertumfang und Belichtungsspielräume leicht ermittelt. Der Rest ist Praxis, und aus fortgesetzter Praxis wird ein solides Handwerk.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

3 Std. 0 min (32 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!