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Analoge Fotos digitalisieren

Die Ausleuchtung mit Blitzgeräten und die Aufnahme

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Das Licht ist die Hauptsache – auch beim Reproduzieren. Ideal ist bedeckter Himmel für Tageslichtaufnahmen, doch was macht man bei Sonnenschein oder im Winter? Auch mit zwei handelsüblichen Blitzgeräten kommen Sie zu sehr guten Ergebnissen.
06:12

Transkript

Wenn sie große Vorlagen reproduzieren, dann ist die größte Herausforderung die gleichmäßige Ausleuchtung. Die einfachste Möglichkeit gleichmäßig große Vorlagen auszuleuchten, ist eine Aufnahme draußen bei bedecktem Himmel. Ist natürlich toll, wenn jetzt zufällig bedeckter Himmel ist und die Temperaturen so sind, dass Sie draußen fotografieren können Und es beispielsweise auch windstill ist. Kein Niederschlag sowieso vorausgesetzt. Dann geht das tatsächlich am allereinfachsten. Sie nehmen Ihre Vorlage, legen die draußen auf einen sauberen Untergrund, nehmen ein Stativ und fotografieren das Motiv. Das ist das aller einfachste. Wenn es kalt ist oder aber Sie sagen, die Vorlage darf nicht raus aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht ist es sogar ein Auftrag. Da können Sie ja nicht sagen, ich gehe mal eben nach Hause und leg das Ding in den Dreck, besonders wenn es eine wertige, große Vorlage ist. Da bleibt also nur noch die Reproduktion im Raum. Hier habe ich zwei gleiche Blitzgeräte und werde gleich die Belichtung mit dem Blitzbelichtungsmesser ausmessen. Wenn Sie kein Belichtungsmesser haben, gibts eine ganz einfache Möglichkeit. nämlich wenn Sie zwei gleiche Lichtquellen haben. Sie messen die Entfernung aus und sind damit schon, ohne einmal messen zu müssen, sehr dicht an einer gleichmäßigen Beleuchtung. Sie messen die Entfernung von der Blitzröhre bis zur Kamera und die sollte etwa gleich sein. Und dann sollte natürlich auch die Höhe der beiden Blitzlampen gleich sein und das Messen sie dann noch mal aus. Und wenn Sie das so aufgebaut haben, dann sind Sie schon relativ dicht an einer gleichmäßigen Ausleuchtung dran. Was ich jetzt mache mit dem Blitzbelichtungsmesser oder wenn Sie mit Kunstlichtlampen fotografieren, dann brauchen Sie natürlich kein Blitzbelichtungsmesser, sondern es reicht ein ganz normaler Belichtungsmesser. Dann messen Sie Ihre Vorlage aus bzw messen die Fläche aus, die Sie ausleuchten wollen. Wenn Sie unterschiedlich große Vorlagen fotografieren möchten, dann gehen Sie von der größten Fläche aus, die Sie brauchen und messen die aus. Und zwar nicht nur so wie man das normalerweise macht. Man nimmt den Belichtungsmesser, legt den (unverständlich) ins Motiv und löst den Blitz aus und sieht dann hier Ist die Blende 8 0,6. Das ist also 8 und zwei Drittel Blende. Es ist nicht alles 8,0 und dann ein bisschen, sondern da muss man wissen, wie man es übersetzt. Das ist jetzt Blende 10. Es reicht also nicht, nur in der Mitte zu messen, sondern es ist sinnvoll, auch an den Bildecken jeweils eine Messung vorzunehmen und dann zu schauen, wie die Belichtung ist. Das ist jetzt hier eine Zehntel Abweichung. Das macht man an allen vier Ecken auch noch und wenn die Vorlage sehr groß ist, dann jeweils noch an der Mitte der Bildseiten, sodass man bei ganz großen Vorlagen tatsächlich 9 Messungen hat. Das ist mitunter ein wenig langwierig, denn wenn das nicht passt, dann muss man eine Lampe entweder in der Leistung reduzieren oder aber über den Abstand die Leistung erhöhen, also Lampe näher ran, wird es heller, Lampe weiter weg, wird es dunkler. Und dann kann es eben sein, je nachdem was man da für Lampen hat, dass man durch ein bisschen verschieben, die Werte so stark verändert, dass man sehr lange rumprobieren muss. Ich habe jetzt hier insgesamt eine Abweichung von einer Zehntel Blende. Das ist durchaus in der Toleranz. Das sieht man nicht wirklich. Ab einer Drittel Blende wird es dann so, dass man Unterschiede sieht und dann kommt es halt auch noch drauf an, wo die Unterschiede sind. Ungünstig ist es, wenn es zum Bildrand heller wird. Dann sollte man halt den Winkel ein bisschen nach oben drehen, dass beide Blitze mehr in die Bildmitte leuchten. Und das, was ich hier zu Blitzer sage, das gilt natürlich auch genauso für Lampen. Einfacher ist es natürlich auch, wenn Sie die Lampen weit, weiter weg stellen. Dann haben Sie automatisch eine eher gleichmäßige Leuchtfläche als wenn die dicht dran sind. Das hängt natürlich auch ein bisschen von dem Platz ab, den Sie zur Verfügung haben. Wichtig ist auch noch der Neigungswinkel der Lampen, der Einfallswinkel der Strahlen ist gleich Reflektionswinkel, also wenn sie dann einen Winkel von 40 Grad wählen, dann geht der Lichtreflex hier nach der anderen Seite weg. Das ist bei matten Vorlagen jetzt eher nicht so ein Problem, aber für die gleichmäßige Ausleuchtung ist das schon am besten. Damit steht die Ausleuchtung. Wie gesagt, bei jeder Größe gleiches Vorgehen. Wenn Sie für eine große Vorlage einmal die Beleuchtung gemessen haben, dann brauchen Sie natürlich für entsprechende kleinere Vorlagen nur noch die Kamera auf den entsprechenden Ausschnitt einzustellen und dann haben Sie die gleiche Belichtung, es sei denn der Auszug ist so lang, also bei wirklich dann kleineren Vorlagen, da müssen Sie ein bisschen zugeben, aber das sehen Sie auch einer Digitalkamera sofort am Histogramm nach der Probeaufnahme. Ich habe jetzt hier schon einen manuellen Weißabgleich eingestellt mit der Graukarte. Ich habe auch die Farbtafel schon fotografiert, habe die Werte vom Belichtungsmesser, also hier den Blendenwert übertragen und dann bleibt mir nur noch meine Aufnahme zu machen. Ich mache die mit dem Kabelauslöser. Wichtig ist auch bei dem Kabelauslöser, dass man das Kabel jetzt nicht in die Lichtrichtung hält oder dass es gar hier vor dem Objektiv ist. Da muss man halt ein bisschen gucken, dass es nirgendwo im Strahlengang also weder im Lichtstrahl von der Lampe oder der Aufnahmerichtung. Da kann man die Aufnahme machen und wichtig ist bei dieser Art der Fotografie immer ein Kontrollblick nach der Aufnahme auf das Display. Manchmal kann es sein, dass durch ein Luftzug sich die Vorlage leicht verschoben hat oder aber es ist auch schon passiert, ich mach das, dass ich irgendwas im Bild liegen hab lassen, was da gar nicht hin gehört, weil ich so in Gedanken schon beim nächsten Bild war, also immer einen Kontrollblick, ob das auch alles so geklappt hat und auch die Schärfe sollte man dann nochmal kontrollieren. Jetzt wissen Sie alles, was Sie wissen sollten, um eine große Vorlage gut zu reproduzieren.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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