Analoge Fotos digitalisieren

Die Aufnahme mit dem geeigneten Weißabgleich

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Wenn das Resultat nicht nur irgendwie bunt, sondern dem Original ähnlich sein soll, ist bei Kunstlicht der Weißabgleich der wesentliche Schritt zum Erfolg. Wie der manuelle Weißabgleich durchgeführt wird, sehen Sie in diesem Video.
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Transkript

Die kleine Vorlage habe ich hier an dieser Wand befestigt. Ich habe dazu eine Haftpaste genommen. Man kann da auch beispielsweise Tesafilmschleifen bilden, um das da zu befestigen. Wenn Sie nur eine Reproduktion machen wollen, geht es mit der Technik aus meiner Sicht ganz gut. Damit die Kamera auf der gleichen Höhe ist wie Ihr Motiv, können Sie natürlich erst die Kamera auf den Tisch legen und dann Ihr Motiv solange rauf und runter justieren, bis Sie es auf der richtigen Höhe haben. Weil Sie aber gleichzeitig hintendran schon was haben, was klebt, ist das relativ schwierig. Viel einfacher ist es aus meiner Sicht, Sie schauen, dass die Vorlage waagrecht angebracht ist, dann nehmen Sie die Kamera und richten Sie auf die Höhe aus, die Sie brauchen. Und das einfachste ist, Sie nehmen einen ganz normalen Stapel A4 Papier und unterfüttern die Kamera solange bis tatsächlich der Bildausschnitt stimmt. Es gibt aber noch so zwei Sachen, die zu beachten sind. Üblicherweise verwende ich immer eine Gegenlichtblende am Objektiv, um einfach ein bisschen Streulicht zu vermeiden. Denn wenn jetzt hier von der Lampe direkt Lichtstrahlen vorne auf die Frontlinse kommen, dann reduziert das die Brillanz. Das könnte ich aber auch ausschließen, indem ich gleich bei der Aufnahme meine Hand hier oben drüberhalte. Wenn die Streulichtblende am Objektiv ist, dann ist die Kamera nicht mehr so, sondern leicht nach vorne, leicht nach oben geneigt und damit wäre der Sensor nicht mehr parallel zu meiner Motivebene. Das würde zu einer leichten Verzeichnung oder aber je nach Blende auch zu einer Unschärfe führen und das möchte ich beides nicht. Damit die Kamera tatsächlich auch hier waagerecht liegt, muss ich dann unter dem Objektiv noch ein paar extra Blätter unterfüttern, damit auch das gerade ist. Das kriegt man aber sehr leicht raus, wie viel das tatsächlich ist. Man hält einfach die Kamera fest, drück die auf den Untergrund und dann ergibt sich ja durch den Spalt wieviel Papier da vorne drunter muss. Bei der Ausrichtung der Kamera, beide Ebenen sollten tatsächlich parallel sein, also die Motivebene und die Sensorebene und dann ist schonmal gewährleistet, dass das, was im Original ein rechter Winkel ist, dass das hinten beim Bild auch rechtwinklig wiedergegeben wird. Wenn das passiert ist, dann sollten Sie gucken, dass die Kamera auch ausgerüstet ist, dass Sie auch nah genug ans Motiv gehen können. Ich habe das hier schon mal vorbereitet. Ich habe zwei Zwischenringe zwischen mein Teleobjektiv und mein Kameragehäuse gesetzt, sodass, wenn ich mir jetzt das Bild entweder durch den Sucher oder hinten im Liveview angucke, dass das formatfüllend ist. Das trifft man natürlich nicht sofort und wenn Sie es vom normalen Fotografieren gewohnt sind. am Entfernungsring zu regeln, um Ihr Motiv scharf zu kriegen, dann sollten Sie sich bei so kleinen Motiven umstellen. Lassen Sie die Finger vom Entfernungsring weg, sondern bewegen nur die Kamera vom Motiv weg oder zum Motiv hin. Denn bei so kurzen Aufnahmeabständen und bei so kleinen Motiven mit relativ langen Bildweiten, würden Sie durch das Drehen am Entfernungsring gleichzeitig die Bildweite und die Gegenstandsweite, also die Entfernung vom Gegenstand zum Objektiv bzw Objektiv bis zur Sensorebene, die verändern sie gleichzeitig und damit ändern Sie fatalerweise auch die Abbildungsgröße bei so kleinen Maßstäben fällt das halt besonders ins Gewicht. Deshalb ist es leichter die Kamera einfach nach vorne und hinten zu schieben oder aber, wenn Sie es jetzt noch nicht ausgerichtet haben, geht das natürlich auch so für die erste Peilung. Sie machen das aus der Hand. Ich habe dann an die Kamera angeschlossen, mein Auslösekabel, weil ich nicht versehentlich durch den Druck da auf den Auslöser vielleicht noch ein bisschen das verreisen und die Belichtung habe ich schon eingestellt und was ich vorher natürlich auch gemacht habe, ganz wichtig jetzt hier bei dem künstlichen Licht, Ich habe einen manuellen Weißabgleich eingestellt. Ich habe das mit der Graukarte gemacht. Die Graukarte hierhin gehalten, wo das Motiv ist, eine Testaufnahme, eine Referenzaufnahme gemacht und der Kamera mitgeteilt, dass das die Referenz für den Weißabgleich ist und dann kann ich schon fotografieren. Ich habe schon eine Probebelichtung gemacht. Belichte jetzt bei 400 ISO mit Blende 9 und einer 40stel Sekunde und habe dann mein Bild im Kasten. Und das tolle ist natürlich, dass man jetzt von dieser digitalen Datei, die man sicherlich noch ein bisschen nachbearbeiten sollte, vielleicht den Rand abschneiden oder aber sagen, ich möchte den weißen Rand jetzt hier bis zum Motivrand und dahinter einen anderen Rahmen noch haben, wenn man das dann bearbeitet hat, dann kann man sich ein Bild entweder in Originalgröße machen, beliebig viele Duplikate oder aber auch wenn man möchte, eine Vergrößerung.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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