Analoge Fotos digitalisieren

Die Aufnahme: Aus der Hand fotografieren oder doch lieber mit dem Stativ?

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Das Für und Wider von Stativ oder Aufnahmen aus der Hand erläutert dieses Video anhand eines praktischen Beispiels.
05:23

Transkript

Wenn Sie den richtigen Standpunkt gefunden haben für ihre Aufnahme, weil die Beleuchtungsverhältnisse bei der Vorlage gut sind, das heißt, die Ausleuchtung ist gleichmäßig, dann geht's eigentlich nur noch um die Frage, machen Sie das Bild ganz cool aus der Hand oder nehmen Sie eher etwas konservativ betrachtet das Stativ. Doch bevor ich auf die Frage komme, noch kurz zur Frage der gleichmäßigen Ausleuchtung. Wenn Sie einen Belichtungsmesser haben, dann können Sie das natürlich sehr schön ausmessen. Wenn Sie den nicht haben, könnten Sie entweder den eingebauten Spotbelichtungsmesser oder eine Selektivmessung Ihrer Kamera nutzen und Sie messen die einzelnen Bildecken und die Bildmitte an. Und wenn Ihnen auch das zu umständlich ist und Sie den Rechner mittelbar zur Hand haben, könnten Sie natürlich auch ein weißes Blatt Papier fotografieren und gucken dann in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm mit der Pipette wie denn die Tonwerte sind. Wenn Ihnen das zu umständlich ist, dann könnten Sie auch einfach von einem weißen Blatt Papier eine Aufnahme machen, indem Sie die Kamera einmal so rum halten, dann halten Sie die Kamera einmal andersrum und wenn Sie von einem Bild zum nächsten scrollen und das Bildergebnis ist gleich, dann haben sie auch kein Lichtabfall. Und wenn es unterschiedlich ist, dann sehen Sie den deutlicher, weil Sie ja die Bilder gegeneinander verdreht haben. Soviel zum gleichmäßigen Licht. Gleich bei der Aufnahme werde ich, weil das Licht hier vom Fenster kommt, noch von der anderen Seite ein bisschen aufhellen. Jetzt die Frage, Stativ oder nicht? Natürlich ist es einfacher ohne Stativ, wenn man nur eine Reproduktion macht. Wenn man viele in gleicher Größe macht, ist es natürlich komfortabler, man richtet es einmal ein und tauscht unten nur noch die Vorlagen aus. Bei dem Stativ muss man ein paar Sachen beachten, denn blöd ist halt, dass das Stativ ja auch irgendwo stehen muss. Jetzt hier in diesem Beispiel habe ich das so aufgebaut, dass das Licht vom Fenster hier reinkommt und die Schatten hier nach hinten fallen. Wenn ich das Stativ mehir hier rumbaue, dann würde der Schatten von diesem hinteren Bein auf jeden Fall durch das Bild laufen. Blöd ist halt auch, dass man so dicht an der Mittelsäule hier dran ist, am Mittelteil. Dadurch habe ich bei dieser Aufnahme mit dem Objektiv jetzt auch noch ein paar Stückchen von dem Bein unten auf dem Bild. Ich könnte ein kleines Stück tiefer gehen, aber ich würde das immer noch nicht ganz formatfüllend drauf kriegen. Da wäre es dann einfacher, ich hätte ein Zoomobjektiv, könnte den Bildausschnitt über den Zoomfaktor anpassen. Eine Besonderheit bei diesem Stativ, das wäre besonders gut geeignet eben auch für Repros, ich kann die Mittelsäule rausnehmen, kann sie hier als Querausleger einbauen und komme damit natürlich weiter weg von den drei Beinen. Wichtig ist natürlich, man darf den Schwerpunkt nicht so weit nach außen verlagern, dass die ganze Geschichte umkippt. Das sollte man also beachten. Die Situation mit den Stativbeinen wird natürlich auch ein bisschen einfacher, wenn ich das weiter ausfahre und eine kleine Vorlage habe und mit Teleobjektiv fotografiere. Dann bin ich ja weiter von den Beinen weg mit meinem Bildausschnitt. Das würde die Sache auch vereinfachen. Aus der Hand fotografieren gilt grundsätzlich das Gleiche. Ich muss mich so positionieren, dass ich keinen Schatten auf mein Motiv werfe, also sollte idealerweise entweder seitlich stehen, dass das Licht von der Seite kommt oder aber auch hier gegenüber des Fensters, müsste dann aber noch vor mir irgendwie die Aufhellung anbringen, so dass ich über die Aufhellung drüber fotografieren muss. Das finde ich nicht ganz so komfortabel. Deshalb wähle ich meistens so eine seitliche Position. Das muss ich Ihnen aber jetzt nicht zeigen. Wie ich da um das Bild herumlaufe. Das können Sie sich gut vorstellen und auch selber mal ausprobieren. Ich zeige jetzt einfach nur, wie ich mit dieser ganz einfachen, mit diesem ganz einfachen Aufbau, die Aufnahme mache. Nehme ich hier so ein Styroporaufheller. Wenn sie kein Styropor haben, Tut's auch eine Pappe oder, wenn Sie das gar nicht haben ein weißes Blatt Papier, was Sie irgendwo mit zwei Wäscheklammern an ein Buch festheften, tut es genauso. Oder ein weißer Aktenordner, der steht dann auch selber und den stellen Sie da auf die Seite und dann hält der auch. Sie sehen, es braucht nicht viel, um das Bild gut zu beleuchten. Ich nehme jetzt hier das Styropor. Stelle das möglichst dicht an mein Motiv ran und wenn man trainiert ist, die Helligkeitsverteilung auf so einem Bild zu sehen, dann sieht man auch, wie das hier auf dem Fenster, auf der abgewandten Seite wie das Bild heller wird, wenn ich das Styropor näherbringe oder nicht. Das ist passiert. Ich habe die Kamera eingerichtet, parallel zur Vorlage. Muss jetzt nur noch meine Aufnahme machen. Die Aufnahme entsteht mit Blende 9 eine 13tel Sekunde und 200 ISO, also wann immer ich mein Stativ nehme, nehme ich natürlich die niedrigstmögliche ISO Einstellung um die beste Qualität zu bekommen. Die Blende sollte im mittleren Bereich gewählt werden. Für die Schärfentiefe brauche ich nicht so ganz so viel. Aber jedes Objektiv hat erfahrungsgemäß die beste Abbildungsleistung im mittleren Bereich. Ein bisschen abgeblendet. Hier könnte man vielleicht auch bei so einem lichtstarken Objektiv auf Blende 5,6 bis 8 gehen. Das wäre wahrscheinlich dann wirklich der optimale Bereich. Ich mache also meine Aufnahme mit dem Kabelauslöser, um Verwacklungen zu vermeiden und schon ist meine Reproduktion bei Tageslicht im Kasten.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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