Analoge Fotos digitalisieren

Die Aufgabenstellung und die vorhandenen Hilfsmittel bei der größeren Vorlage

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Eine große Vorlage stellt andere Anforderungen an Kameratechnik und Beleuchtung. Die Hilfsmittel und die grundlegende Ausrüstung checken Sie vor der Ausleuchtung. Für gute Farbwiedergabe hilft die Aufnahme einer Farbreferenzkarte.
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Transkript

Um große Vorlagen zu reproduzieren, brauchen Sie grundsätzlich natürlich eine Kamera, eine Möglichkeit, die Kamera zu halten und eine Vorlage. Ich habe jetzt hier symbolisch für große Vorlagen ein Schwarz-Weiß-Foto im Format etwa DIN A4. Selbstverständlich können größere Vorlagen auch deutlich größer, Postergröße oder gar Wandteppiche sein. Im Grunde würde es sich da auch um Reproduktionen handeln. Natürlich kann man große Vorlagen vom Stativ aus fotografieren, doch da das jetzt für Sie nichts Neues mehr bieten würde, habe ich hier einen Reproständer mitgebracht. Der stammt noch aus der Zeit als ich Schwarz-Weiß-Vergrößerung gemacht habe. Das ist das Grundbrett mit der Säule. Das Vergrößerungsgerät ist hierbei der Vergrößerungskopf dran, der ist abmontiert und stattdessen gibt es hier so einen Adapter, wo ich hier vorne an das Gewinde die Kamera anschließen kann und dann kann ich mit der Handkurbel ganz leicht die Entfernung zwischen Vorlage und Kamera verändern, sodass ich auf jeden Fall das Bildformat füllend fotografieren kann. Gut geeignet ist der Ständer logischerweise für alle Vorlagen, die nicht größer sind, als es das Grundbrett zulässt. Es gibt da noch ein Verlängerungsstück, aber das tut hier jetzt nichts zur Sache. Mit dabei habe ich jetzt hier auch einen Handbelichtungsmesser. Das ist natürlich schon ein bisschen weiter ab von einfachen Mitteln. Ich möchte aber trotzdem darauf hinweisen, dass es ein sinnvolles und nützliches Zubehör sein kann, denn die größte Herausforderung bei dem Reproduzieren von großen Vorlagen, das ist tatsächlich die gleichmäßige Ausleuchtung. Denn Sie möchten ja, wenn Sie etwas fotografieren, wie beispielsweise jetzt hier den Rand des Bildes, dass der an allen Stellen gleich hell ist und die gleiche Farbigkeit auch hat. Die Farbigkeit hängt in erster Linie von den Beleuchtungsverhältnissen ab. Wenn Sie Mischlicht haben und haben von der einen Seite eine Warm- und von der anderen Seite vielleicht eine Kaltlichtquelle, also Tageslicht und Kunstlicht von der anderen Seite, dann hätten sie unterschiedliche Farben. Wenn Sie die Reproduktion am Fenster machen und das Fenster ist nicht so besonders groß, dann kann es eben sein, dass an der Seite, wo das Fenster ist, ist das Bild hell und hier wird's dunkler. Und das können Sie sehr schön mit dem Handbelichtungsmesser ausmessen. Ich nutze den jetzt gleich in dem Beispiel, um das Licht, das die beiden Blitzgeräte, die ich hier links und rechts schon aufgebaut habe, auszumessen. Wenn Sie eine farbige Vorlage reproduzieren, dann kann es sehr wichtig sein, dass die Farben auch originalgetreu wiedergegeben werden. Damit das gewährleistet ist, sollten Sie zwei Dinge tun: Erstens sollten Sie mit einer Graukarte, die ich hier liegen habe, einen manuellen Weißabgleich machen und wenn Sie den gemacht haben, dann hilft es aus Qualitätsgründen noch eine Aufnahme mit so einer Farbkarte zu machen. Und diese Aufnahme wird dann in einer Software abgeglichen mit dem Original, mit den hinterlegten Daten dieser Karten und dann werden die Abweichungen Ihrer Aufnahme von den Originalfarben mit den Bilddaten verrechnet. Wichtig ist, bei der Aufnahme dass Sie erst die Graukarte benutzen für den manuellen Weißabgleich. Oft hört man auch, dass man sagt, na ja den Weißabgleich kann ich bei (unverständlich) Aufnahmen natürlich hinterher auch noch bei der Bearbeitung machen. Das ist richtig. Ich habe jedoch festgestellt, dass es einen minimalen Qualitätsvorsprung gibt wenn man den Weißabgleich erst macht, also schon bei der Aufnahme, Die Unterschiede sind jetzt nicht so gewaltig, dass das Bild in einer Variante total schön aussieht und in einer anderen total schlecht, aber wenn man wirklich auf Feinheiten achten muss, dann gibt das die bessere Qualität. Ich habe dann hier für die Aufnahme eine Kamera mit Normalobjektiv, ein Funkauslöser für die Blitze und um die Kamera auszulösen, habe ich das Auslösekabel dabei, damit die Auslösung erschütterungsfrei erfolgen kann. Sie können selbstverständlich, wenn Sie jetzt keinen Reproständer haben, vielleicht haben sie einen Slider. Dann könnten Sie den natürlich auch so aufbauen und würden die Vorlage mMöglicherweise an einer Magnetwand befestigen und würden die Entfernung so variieren und ansonsten können Sie natürlich auch ein Stativ verwenden. Da ist es dann ein bisschen umständlicher, es entweder senkrecht oder waagrecht zu nutzen. Aber möglich ist das auf jeden Fall. Sie haben jetzt einen guten Überblick, was Sie benötigen, um große Vorlagen gekonnt zu reproduzieren.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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