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Dias oder Negative fotografieren

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Sehen Sie in diesem Video, wie Sie ein Dia mit einfachen Mitteln abfotografieren können.
05:58

Transkript

Wenn Sie kleine Objekte fotografieren, dann zählen sicherlich auch Dias oder Negative, die Sie reproduzieren, zu den kleinen Vorlagen. Wenn es, wie hier in dem Beispiel, ein Kleinbild-Dia ist, dass sie mit einer Kleinbild-Digitalkamera fotografieren, dann fotografieren Sie im Maßstab eins zu eins. Nicht ganz so stark ist der Maßstab, wenn Sie etwas größere Formate wie hier die Mittelformat-Dias fotografieren oder gar ein Großformat-Dia oder ein Großformat-Negativ. Aber jetzt zurück zu unserem Beispiel, das Kleinbild-Dia, das ich hier schon befestigt habe an einer Konstruktion, die wir ganz am Ende dieses Videos auseinandernehmen. Dann sehen Sie auch die einzelnen Bestandteile. Die große Herausforderung beim Fotografieren von transparenten Vorlagen ist, die geeignete Beleuchtung, die nämlich logischerweise weil das Motiv transparent ist, von hinten kommen muss. Einerseits muss das Licht von hinten durch das Motiv scheinen, sollte aber nicht neben dem Motiv noch irgendwie in die Kamera ins Objektiv scheinen. Das sorgt für Streulicht und vermindert die Brillanz der Aufnahme. Aus dem Grund habe ich ringsum das Motiv eine schwarze Pappe geklebt. Hinter der Pappe ist eine Glasscheibe, dahinter eine Diffusorfolie und dahinter noch ein Rahmen, aber wie gesagt, das schauen wir uns gleich an. Das Dia ist befestigt, hinten ist eine Schreibtischlampe, das Licht leuchtet gleichmäßig durch das Dia durch. Hier auf der anderen Seite habe ich eine Spiegelreflexkamera mit einem Normalobjektiv allen drei Zwischenringen aus dem Zwischenringsatz. Alternativ gingen logischerweise auch ein Makroobjektiv oder aber eine Vorsatzlinse oder ein Balgengerät. Das habe ich montiert an der Kamera, am Objektiv ist auch eine Streulichtblende. Was ich jetzt gemacht habe, ich habe meinen LiveView eingeschaltet und fahre mit dem Live View langsam Richtung Motiv. Und man sieht es, sehr langsam baut sich das Bild auf, weil ich doch ganz bis an die Pappe, also fast ganz ranfahren muss. Und man sieht jetzt schon an meinen vorsichtigen Bewegungen, dass das gar nicht so einfach ist, die Kamera da jetzt gescheit auszurichten. Also ich treffe ganz gut. Den Mittelpunkt meines Bildes, das sehr scharf ist, aber mit den Seiten sieht das nicht so gut aus. Das kann aber auch daran liegen, dass sich das Dia halt an den Rändern ein bisschen wölbt, weit nach vorne oder nach hinten. Das hat ein bisschen was mit der Pappe zu tun. Es hat was mit dem Winkel zu tun, den ich vielleicht da noch ein bisschen, ich kann hier mal so durch gucken und hoffen, dass meine Idee, dass das noch ein bisschen zu drehen ist, besser ist. Ich muss aber gleichzeitig gucken, dass ich den passenden Bildausschnitt habe. Das ist also relativ frickelig. Es wäre jetzt auch nicht so, dass ich sage, wenn Sie Dias oder Negative fotografien, machen Sie es so. Es ist in meinen Augen eine Möglichkeit es zu tun, wenn man ein einzelnes Dia mal abfotografieren will, aber das eben nicht regelmäßig macht. Wenn man das öfter macht, gibt's natürlich viel bessere Möglichkeiten. Ich kenne Fotografen, die haben sich ein Diaprojektor umgebaut, haben da eine Diffusorscheibe aus hitzebeständigem Material eingebracht, ihre Kamera mit einem Makroobjektiv von vorne gegen die Diaprojektor gerichtet und haben dann die Möglichkeit natürlich schnell auch viele Dias zu fotografieren, denn hier habe ich das einzelne Bild mit Klebepunkten angeklebt. Wenn ich jetzt mehrere hätte, müsste ich das wieder abnehmen, das nächste dran, drauf achten, dass auf der gleichen Höhe ist, Kamera wegnehmen und, und, und. Das ist viel zu umständlich für die größere Serie. Und in so einem Dia-Projektor sorgt der Transport der Dias aus dem Magazin zum einen für den schnellen und guten Bildwechsel, andererseits sind die Dias dann im Projektor auch wirklich parallel zur Vorderfront des Gehäuses. Und wenn man an die Vorderfront quasi direkt die Kamera anschließt, dann sind auch die Kamera und das Dia parallel und man hat die Schärfenprobleme, die ich hier habe, nicht. Eine ganz andere auch sehr einfache Möglichkeit, um sich jetzt diesen Beleuchtungsaufbau zu sparen, ist, man klebt dieses Dia einfach an eine Fensterscheibe, macht vielleicht noch eine Diffusorfolie da dran und dann hätte man eine wirklich simple Möglichkeit, so ein Dia mal eben abzufotografieren, wie gesagt, mit den Einschränkungen, die ich erwähnt habe. Wenn dann die Einrichtung steht, die Belichtung geprüft ist, dann kann man die Aufnahme machen und das Bild ist sozusagen im Kasten. Jetzt drücke ich das mal wieder weg und wir schauen uns noch an, was ich da zusammengebaut habe. Also hier vorne Das Dia mit der Halterung, hier oben hatte ich noch eine Abdeckung, um dieses Loch da abzudecken. Dann habe ich das mit Haftpaste hier auf dieser großen Pappe befestigt. Hinter dieser großen Pappe verbirgt sich dann die Glasscheibe. Auf der Glasscheibe ist jetzt von hinten ein Stück Diffusorfolie und die Glasscheibe ist auf dem Halter angebracht. Das ist das ganze Geheimnis dieses Aufbaus. Es gibt natürliche zahllose andere Möglichkeiten. Nehmen Sie einfach das, was Sie in Ihrem Fotoarbeitsplatz, in Ihrem Zuhause, im Hobbykeller wo auch immer Sie das Bild machen, was Sie da zur Verfügung haben. Grundsätzlich wird es wahrscheinlich auch ohne Glasscheibe gehen, wenn die Folie ein bisschen größer ist oder man hat einen kleineren Rahmen, oder, oder, oder. Das sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sie wissen jetzt, wo drauf es ankommt. Achten Sie auf eine gleichmäßige Beleuchtung der diffusen Fläche. Achten Sie drauf, dass kein Licht in die Kamera strahlt und das von vorne kein Fremdlicht zwischen dem Motiv und dem Objektiv noch auf die Linse kommt. Und dann sollten Ihnen gute Reproduktionen Ihrer Dias oder Negative gelingen.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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