SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Diagnoseprotokollierung

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Es ist schwierig, eine SharePoint-Farm fehlerfrei zu betreiben. Die Diagnoseprotokollierung in das Ereignisprotokoll und die sogenannten TraceLogs sind deshalb wichtige Instrumente, weil aus diesen Protokollen wertvolle Hinweise für die Problemlösung entnommen werden können.

Transkript

Die Vielzahl von Diensten und Dienstanwendungen, die im Zusammenspiel die Gesamtheit der SharePoint Farm ergeben, macht es für den Farm-Administrator sehr schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen, wenn ein Fehler auftritt. Wenn irgendwas nicht richtig funktioniert, stellt sich immer die Frage, wo kann man den Hebel ansetzen, um dem Fehler zu begegnen, um zu analysieren, wo die Ursache des Fehlers liegt. SharePoint bringt hier in der Farm ein Feature mit, das sich Diagnoseprotokollierung nennt. Man kann es finden, in dem man in der Zentraladministration, im Menü Überwachung im Bereich Berichte die Diagnoseprotokollierung konfiguriert. Und hier zunächst einmal die Meldungen des Event-Logs, des Windows Ereignisprotokolls ansteuert. Das heißt, das Windows Ereignisprotokoll ist je Server ein ganz wichtiges Element, ein ganz wichtiges Instrument für die Fehlersuche. Jeder SharePoint Server protokolliert über den Tag hinweg doch sehr viele Fehlermeldungen. Ich halte es auch bei SharePoint2016 noch für beinahe unmöglich einen SharePoint Server ohne Fehler oder Warnungen im Event-Log zu betreiben. Dennoch ist es wichtig, dass man sich einen Überblick verschafft, welche Fehler dringend zu beseitigen sind und mit welchen Fehlern man leben kann. Beispielsweise ist hier eine Warnung vom Health Analyzer, also von der Integritäts-Prüfung, die besagt, dass nicht genügend Platz auf dem Laufwerk C: ist, das heißt, dass der Speicherplatz gegebenenfalls zur Neige geht. Das ist eine Meldung, mit der kann man durchaus leben. Die kann man auch entsprechend in der Integritätsdaten-Erfassung deaktivieren. In der Diagnoseprotokollierung in der SharePoint Zentraladministration kann man bei der Ereignissteuerung konkret die Ablaufverfolgungsebene einstellen und festlegen, was genau, welche Ereignisse von welchem Typ genau im Windows Event-Log und welche Ereignisse die unwichtigsten sind und welche Ereignisse im Ablaufverfolgungsprotokoll, im Trace-Log, auf das ich gleich noch zu sprechen komme, protokolliert werden soll. Hier empfehle ich eigentlich weitgehend Auf Standard-Einstellungen zu bleiben, denn das Ausblenden von Meldungen im Event-Log ist sehr gefährlich weil sich manche Fehler im Verlauf des Betriebs einer SharePointFarm erst nach ein, zwei, drei Tagen herausstellen und der Administrator dann auf einige Zeit zurückgehend die Eventlogs sichten muss, um den Zusammenhang zu erschließen. Etwas tiefgreifender sind die sogenannten Ablaufverfolgungsprotokolle, auch Trace-Logs genannt. Der SharePoint schreibt, wenn es denn hier so eingestellt und aktiviert ist, sehr umfangreiche Textprotokoll-Dateien und dokumentiert für jeden Dienst, für jeden Service ziemlich genau, was er denn getan hat, auch wenn es keine Fehler sind. Das sind Ablaufverfolgungsprotokolle, die es dann einem Administrator ermöglichen, das Zusammenspiel verschiedener Dienste in einem einzigen Ablaufverfolgungsprotokoll zu sichten. Die Protokolle sind sehr mächtig und sehr komplex und es empfiehlt sich die Protokolle mit einem speziellen Tool zu sichten. Hier hat Microsoft vor längerer Zeit schon das ToolULS-Viewer herausgebracht. Man kann danach googlen, ULS, wie Unified Login Systemviewer und findet bei Google eine Download-Seite vom Official Microsoft Download Center, den ULS-Viewer gibt es nur im Englischen. Man kann ihn runterladen. Es ist keine große Datei, kein großes Paket und man erhält ein Zip, indem sich nur eine einzige .exe befindet. Und dieses ausführbare Datei ulsviewer kann man auf dem Server in das Programme-Verzeichnis legen und dann festlegen, das würde ich empfehlen in den Eigenschaften, bei Kompatibilität, dass dieses Programm als Administrator ausgeführt wird, weil nur dann hat es die entsprechenden Berechtigungen. Mit dem Programm ulsviewer, wenn man es als Administrator ausführt, kann man dann, über File Open From ULS, direkt den Pfad ermitteln, in den der SharePoint seine Logs hineinschreibt und kann die Trace-Logs, die Ablauferfolgungsprotokolle hier sichten. Man kann auch sehen, dass der ulsviewer wirklich mitschreibt und wenn es zu Fehlern kommt, dann hält er diese Fehler auch nochmal fest. Da gibt es eine Notification List, die man aufrufen kann und darin würden die Fehler drinstehen. In den Log Files sind dann verschiedene Kategorien, verschiedene EventIDs und verschiedene Processes dokumentiert, aus denen sich letztendlich dann das Zusammenspiel der einzelnen Abläufe ergibt. Deswegen auch der Name Ablaufverfolgungsprotokoll. Der SharePoint vergibt es für jede Aktion, die angestoßen wird eine sogenannte Correlation-ID und diese Correlation-ID über alle Produktbereiche immer wieder gleich. Tritt ein Fehler auf, zeigt der SharePoint in einer Meldung, die von ihm erstellt Correlation ID an. Kann man hier in diesem Bild sehen, dass eine Correlation ID mit einer GUID beginnend, mit einer 3a80 irgendwas gebaut wurde und es bestünde die Möglichkeit diese Correlation ID in die Zwischenablage kopieren und hier dann im ULS-Viewer nach dieser Correlation ID zu suchen, die hier im Feld Correlation festgehalten wird. Das heißt, man könnte hier mit Edit und Find einfach die GUID einpassen, diese Correlation ID und dann suchen, beziehungsweise, wenn man einen Eintrag gefunden hat, dann kann man auch sagen und dann mit der gleichen Correlation ID sodass man dann den gesamten Ablauf im Zusammenhang sehen kann. Das heißt, auch wenn es mehrere Dienste sind, die hier betroffen sind oder mehrere Kategorien, der einzelnen Meldungen, kann man hier im zeitlichen Ablauf ganz genau sehen, was im Zusammenhang mit dieser Correlation ID passiert ist, kann ich lesen und kann vielleicht auch besser verstehen, was der Fall war. Insoweit sind diese Ablaufverfolgungsprotokolle ein ganz wichtiges Instrument für die Fehlersuche, allerdings meistens nur hilfreich für Spezialisten, die auch den tiefen Zusammenhang verstehen. Man könnte es vergleichen mit einem Mechaniker, der jetzt auch in der Lage ist, den Motor auseinanderzulegen und ihn nicht nur aus der Ferne zu diagnostizieren. ES ist durchaus Gang und Gebe diese Logs in ein Verzeichnis auf eine andere Platte zu kopieren, den das Log-Verzeichnis kann sehr groß werden. Es besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Tage zu begrenzen, über die die Logs gespeichert werden oder alternativ eine Anzahl an Megabyte beziehungsweise eine Anzahl an Gigabyte anzugeben, für die Speicher bereit gehalten wird und dann werden die ältesten Logs jeweils immer rausgeschmissen und die neusten werden erhalten, sodass man dann mit dem Logviewer auch ältere Logfiles entsprechend öffnen kann, indem man einfach auf Open From File geht und in das angegebene Log-Verzeichnis einsteigt, um dort dann die entsprechenden Log-Files zu öffnen. Bei der Angabe des Pfades ist wie gesagt zu berücksichtigen, dass es sein kann, dass diese Logs die entsprechende Partition auch tatsächlich vollschreiben. Also wenn sehr viele Fehler auftreten und 14 Tage die Protokolle gespeichert werden sollen, könnte es sein, dass in diesem Fallbeispiel mit der Standard-Einstellung unter %CommonProgramFiles% die C Partition relativ schnell vollgeschrieben wird und dementsprechend ist es absolut empfehlenswert in einer anderen Partition außerhalb von C die Log Dataein zu speichern, indem man hier dann entweder lokal den Pfad angibt bei einer ein Server-Partition oder aber eben im Netzwerk eine UNC-Freigabe einträgt und natürlich muss dann auch das Farm-Konto berechtig sein, in diese Freigabe zu schreiben. Man könnte dann auch über diese Freigabe mit dem ulsviewer über mehrere Logs die Ablauf-Verfolgung über mehrere Server gleichzeitig sehen. Der SharePointServer bietet damit also sowohl im Event-Log, im Windows-Ereignisprotokoll, Umfangsreiche Protkollierungs-Möglichkeiten, wie zusätzliche Diagnoseprotokollierung ueber Ablaufverfolgungsprotokoll, sogenannte Trace-Logs, die mit dem Tool ulsviewer, das Microsoft kostenlos zum Download anbietet, nachgelesen werden können. Hier kann man sich dann ganz detailliert einen Überblick verschaffen, über das was im Zusammenhang mit einer Korrelation, einer Correlation passiert ist.

SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Lernen Sie, worauf es bei der Planung, Einrichtung und Administration einer SharePoint-Farm auf Basis von SharePoint Server 2016 ankommt.

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Erscheinungsdatum:24.10.2016

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