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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

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Für die meisten Ansprüche bereits völlig ausreichend, demonstriert Daniel Lieske in einem abgegrenzten Bereich, wie sich der Detailgrad noch weiter steigern lässt. Jedes Objekt, jede Kante, jede Kontur, jeden Schatten und jeden Farbakzent könnte man individualisieren – sofern der Zeitaufwand dafür steht.
06:16

Transkript

So, jetzt ist unsere Background-Illustration schon wirklich sehr weit fortgeschritten. Für viele Zwecke könnte das jetzt tatsächlich so schon stehen bleiben, aber wie wäre das denn jetzt, wenn man jetzt weiter ausarbeiten würde, wenn man hier jetzt ein richtiges Werk draus machen würde, an dem man Stunden und Stunden sitzt? Was sind da die grundsätzlichen Dinge, die man dabei beachten soll? Ich werde dazu einfach mal exemplarisch auf ein Objekt in unserer Szene eingehen und hier jetzt einfach mal weitermachen. Und weitermachen bedeutet letztendlich, erst einmal die Farben, die man bereits vorfindet, zu verwenden, um noch mehr Detail zu schaffen. Also, um hier jetzt zum Beispiel zu sagen: Ja, die Form dieses Moosbewuchses, das kann ich noch weiter ausdifferenzieren. Da kann ich jetzt kleine Volumen abteilen, dass so kleine Bommel entstehen, dass das wirklich plastisch wird. Wie gesagt, mit den Farben, die ich vorfinde, und natürlich, weiterer Schritt, die Farbpalette immer weiter erweitern, also hier zum Beispiel sich diesen Ton nehmen und jetzt noch einen helleren nehmen und anfangen, hier jetzt noch weiter auszudifferenzieren, wodurch die Formen dann noch stärker hervortreten. Und das ist letztendlich der Bereich, wo man wirklich viel Zeit reinstecken kann, in immer weitere Farbunterteilung, Farbdifferenzierung, auch Farbvariation wieder. Also hier zum Beispiel würde es sich jetzt anbieten... -- ich nehme jetzt mal einen orangen Ton mit einer sehr niedrigen Deckkraft, trage ich mal so ein paar Stellen ein, vielleicht noch mal ein bisschen dunkler. Und diese Farben wiederum nehme ich jetzt, um hier ganz lokal abgegrenzte Farbvariationen einzurichten, und immer differenzierter in den Texturen zu werden, jeder Fläche wirklich die Textur zu geben, jede Kante zu überarbeiten. Dafür zu sorgen, dass jedes Objekt immer klarer abgegrenzt wird. Und hier, wo wir jetzt in den Bereich kommen, wo das Ganze im Gras verschwindet, könnte man jetzt schauen, dass man wirklich dafür sorgt, dass hinter dem Grashalm entsprechend es auch dunkel wird, dass größere Blättchen auch mal so ein Highlight bekommen und auch wieder einen Schatten da drunter. Letztendlich ist es immer das Zusammenspiel von Licht und Schatten. Man nimmt ein Highlight, definiert damit eine Form, eine Beschattung, definiert damit weiter die Form, und man erweitert so die Farbpalette, die verwendet wird, immer mehr. Hier wächst jetzt zum Beispiel auch ein bisschen etwas hoch. Hier gibt's noch ein paar mehr Kerben, wo das Gleiche passiert, wie bei diesem Loch. Dieses Loch ist sowieso gerade ein sehr schönes Beispiel. Dieses Loch wird einfach dadurch definiert, dass ich die Grundfarbe des Steines hatte. Dann mit einer Schattenfarbe habe ich definiert, dass hier eine Einbuchtung ist. Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich mit einer helleren Farbe definiert, dass da die Einbuchtung in die andere Richtung geht. Da fällt das Licht dann stärker hin. Und somit habe ich quasi hier dieses eingemeißelte Loch, diese Kuhle hier definiert und das Gleiche gilt für jedes kleinste Detail, das ich mache. Mit einer leichten Aufhellung signalisiere ich, da ist etwas ins Licht gedreht. Mit einer Abdunklung signalisiere ich, da fällt kein Licht hin. Da geht die Form in eine andere Richtung, beziehungsweise da verdeckt die Form einen Lichteinfall. Und hier können wir es jetzt sehr schön sehen, und das könnte man tatsächlich endlos weitertreiben. Überall im Bild könnte man so da herangehen an diese Sache. Das ist tatsächlich dann am Ende eine Stilfrage und auch eine Aufwand-Nutzen-Frage. In vielen Bereichen, vor allem in kommerziellen Bereichen, muss natürlich auch darauf geschaut werden, wie lange es dauert, an so einer Illustration zu arbeiten. Und Detail kostet halt einfach Geld. Weil, ich könnte jetzt hier die gleiche Zeit, die ich vorher damit verbracht habe, das ganze Bild zu überarbeiten, diese Zeit könnte ich jetzt auch da rein investieren, einen winzigen Bereich des Bildes auszuarbeiten. Und das sind dann natürlich Zeiten, die sich dann läppern. Wenn ich jetzt das ganze Bild in diesem Detailgrad ausarbeiten wollte, dann hätte ich einiges zu tun. Aber, das haben wir an verschiedenen Stellen ja auch gesehen, es ist ja gar nicht unbedingt notwendig. Im Moment integriert sich jetzt dieser Steinblock hier, noch einigermaßen in das Gesamtbild. Wahrscheinlich müsste man jetzt hier den gesamten Hintergrund ein bisschen weiter ausarbeiten, vielleicht auch noch den Block hier. Und vielleicht hier im Mittelteil, dann auch noch den Detailgrad ein bisschen hochziehen und dann einfach den Detailgrad nach hinten hin etwas abfallen lassen. Und so ist man dann vielleicht am effektivsten. Die Dinge, die man nah sieht, fein ausarbeiten. Nach hinten hin den Detailgrad langsam senken und sich hinten wirklich nur auf die grundsätzlichen Formen beschränken. Und so funktioniert unterschiedlicher Detailgrad innerhalb eines Bildes eigentlich ganz gut. Ich werde hier jetzt noch ein bisschen malen. Und das Endergebnis sehen wir uns dann gleich an.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung eines Hintergrunds ankommt, um Ihre Figur ins richtige Licht zu rücken!

2 Std. 29 min (19 Videos)
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