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Composing mit Photoshop: Deep Impact

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Die Farbintensität sowie die Schatten der im Bild befindlichen Personen benötigen eine Anpassung an die Lichtverhältnisse. Dazu kommen die Farbton/Sättigung-Korrektur sowie Ebenenmasken zum Einsatz.
05:51

Transkript

Obwohl unser Protagonist, der Marcel, an exakt dieser Stelle in der U-Bahn fotografiert wurde - nur eben zum anderen Zeitpunkt als der Rest der U-Bahn - passt er nicht so richtig in diese Geschichte hier rein. Irgendwie sieht es so aus, als hätte man ihn im Freien fotografiert, was ein bisschen doof ist, ist aber nicht weiter dramatisch. Wir hätten ihn sowieso anpassen müssen, denn, durch dieses Loch hier oben fällt natürlich erheblich mehr Licht, so dass wir eine Schattenbildung auf der Rückseite vom Marcel sowieso einzeichnen müssen. Damit der schön angepasst wird, möchte ich einmal drei Sachen vorschlagen: Das Erste, der Kerl ist zu hell. Der ist einfach zu hell, d.h. das Erste, was wir machen, ist ganz simpel, eine Korrektur der Helligkeit, indem ich eine Gradationskurve anlege, der eine Schnittmaske verpasse und damit das Ganze ein wenig dunkler mache. So. Jetzt ist es so - da muss man erst einmal ein bisschen darüber nachdenken - es ist aber tatsächlich so, dieses Shirt, was er an hat, das ist ja verhältnismäßig stark gefärbt im Vergleich zu allen anderen Tonwerten hier. Wir reden einmal noch nicht über diese Backsteine, die hier herumliegen. Die werden sicherlich noch die eine oder andere Anpassung benötigen. Aber, der Kerl selber ist einfach wahnsinnig bunt. Man muss das einfach so sagen, der ist sehr stark farbgesättigt und jetzt ist es so, Farbsättigung kommt nicht nur dadurch zustande, dass jemand sehr stark farbgesättigte Klamotten trägt, sondern eben auch durch starkes Sonnenlicht bzw. durch starke Lichteinstrahlung. Auch das intensiviert die Farbe und deswegen glaube ich, wenn wir die Intensität dieses Shirts hier ganz einfach heruntersetzen, die Farbintensität Richtung schwarzweiß drücken, dann passt er auch schon wesentlich besser dort rein. Wie wir das machen ist simpel. Wir gehen wieder zu den "Korrekturen", holen uns "Farbtonsättigung", denn mit dieser Einstellungsebene lassen sich Farben superschön - und sehr sehr exakt vor allem auch - steuern. Denn ich möchte natürlich nicht den ganzen Marcel hier umfärben, sondern ich möchte nur die Grüntöne - das ist so eine Mischung aus Grün und Cyan, ist aber eigentlich völlig egal - ich tippe einmal die Grüntöne an. Die müssen wir sowieso hier unten noch ein bisschen genauer definieren bzw. den Farbabstand hier noch ein bisschen verändern, also ruhig ein Stück weit in das Blau hinein, damit auch Blau entfärbt wird. Hier, auf der Seite, da sollten wir nicht allzu weit in den Gelbbereich hinein, denn dann betrifft das irgendwann auch die Farbtöne der Haut, sondern den Grünbereich möglichst groß machen. So, wenn wir jetzt einfach sagen, wir nehmen jetzt die Sättigung runter, dann sehen Sie, was passiert - natürlich erst einmal in der ganzen U-Bahn, deswegen "Schnittmaske" - dann sehen Sie, was passiert: Es trifft nur das Shirt. Genau das wollte ich eigentlich und so kann man das Shirt umfärben. Wir können vielleicht sogar noch ein bisschen in Richtung Gelb herüber gehen, dann wird das Ganze olivfarben. So ungefähr. Dann würde es mir noch besser gefallen, sieht ein bisschen ausgewaschen, verwaschen jetzt aus, passt aber auf jeden Fall besser als das, was wir gerade eben noch hatten. Deswegen gefällt mir das ganz gut. Das Dritte, was wir machen, ist-- wir müssen den Schatten einzeichnen. Dazu schnappe ich mir wieder eine Korrekturebene, in diesem Fall eine simple Tonwertkorrektur, bringe einmal die Schatten auf den Wert von 128 oder 127 - das spielt nicht die große Rolle - und blende diese Ebenenmaske wieder aus durch "Umkehren" der Maske. Jetzt müssen wir schön dicht herangehen und müssen überall da, wo wir wissen, "Ah, das ist also Schatten", ihm jetzt Schatten auf die Klamotten und auf die Haut malen. Wir brauchen also eine weiße Pinselspitze. Den Pinsel haben wir schon, die Deckkraft, die muss nicht bei 100 Prozent liegen. Ich mache das einmal mit 30 Prozent und wir brauchen einen sehr weichen Pinsel dazu. Das sollte also die Härte 0 Prozent haben, sonst sieht man die Pinselstriche, das wollen wir auf keinen Fall. Und jetzt beginne ich einmal und male das einfach hier auf ihn drauf - natürlich bekommt auch das eine Schnittmaske, damit es nur die Klamotten und das Model betrifft. Jetzt male ich einfach die Rückseite dunkel, ganz einfach. Ich gehe hier einmal ein bisschen dichter heran, weil hier diese - was ist es? - diese Sehne, die wird sicherlich einen Schatten werfen. Also da gehe ich vielleicht lieber herunter auf 20 Prozent, um das mit mehreren Strichen zu machen, und jetzt kann ich ihn hier so langsam abdunkeln und man sieht, dass es ihm eigentlich ganz gut tut. Auch hier, natürlich bekommt der Arm plötzlich sehr viel mehr Volumen, wenn wir die Rückseite abdunkeln. So male ich ganz einfach Licht und Schatten ins Bild bzw. ich lasse das Licht, wie es ist, und male den Schatten darauf. Auch hier Rückseite vom Shirt, sicherlich wird es hier deutlich dunkler werden. Man kann sogar ein bisschen diese Falten entlang malen hier, weil die ja schließlich auch einen Schatten werfen. Der Schatten wird etwas tiefer sein. Jetzt bin ich sogar der Meinung, wir können noch ein bisschen dunkler werden, können also noch einmal auf die Tonwertkorrektur klicken und die Tonwerte noch ein bisschen weiter herunterziehen. Das macht man jetzt einfach komplett über die gesamte Hinterseite - also Rückseite - der Klamotten und des Körpers verteilt, einfach hier herunter und immer nur auf dieser Seite, die lichtabgewandt ist. Da sehen wir auch, dass wir die Turnschuhe nachher noch ein bisschen in Zaum bringen müssen. Aber erst einmal möchte ich ihm den Körperschatten aufmalen, und Sie werden gleich sehen, wie wahnsinnig viel das bringt hier - wie wahnsinnig viel es bringt, dass man Licht und Schatten in ein Bild reinmalt. Da muss man sich ein bisschen Mühe geben. Das dauert unter Umständen ein bisschen. Aber Sie sehen auch, dass es nicht wirklich dramatisch schwierig ist, sondern, dass man es, glaube ich, ganz gut bewerkstelligen kann. Speziell dann, wenn man ein bisschen dichter herangeht und auch diese kleinen Feinheiten hier, wie die Hand und den Daumen, schön wirklich in diese Schattengeschichte miteinbezieht. Vielleicht auch hier noch das Shirt. Dann vielleicht auch noch hier unter dem Kinn. Auch da müsste ja eigentlich ein bisschen mehr Schatten entstehen. So ungefähr würde ich das Ganze machen. Hinter dem Ohr vielleicht noch und nicht allzusehr auf dem Kopf. Dunkle Haare hat er sowieso schon. Da müssen wir nicht noch wesentlich mehr abdunkeln. Aber jetzt schauen wir uns das noch einmal an, wie der Kerl jetzt aussieht. Ich meine, er passt ziemlich gut in unsere Szene jetzt rein. Gerade eben sah das noch so aus, bzw. so, oder sogar so, und das geht gar nicht, aber sobald man ihn abdunkelt, die Farbe des Shirts ein bisschen heruntersetzt und dann auch noch die Tonwertkorrektur darüberlegt, dann passt er eigentlich ziemlich gut in unsere Szene.

Composing mit Photoshop: Deep Impact

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2 Std. 8 min (26 Videos)
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