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Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Der Waveform-Monitor

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Ein Waveform-Monitor findet sich als Standard in Kameras und in der Nachbearbeitung bei den Profis. Warum so ein Waveform-Monitor das bevorzugte Messgerät bei der Beurteilung von Video-Aufnahmen und insbesondere bei Chromakeys ist, darum geht es in diesem Film.

Transkript

Da ich es für das wichtigste Messgerät für die Arbeit mit Greenscreens halte, möchte ich die Weveform-Monitore in diesem Video kurz in ihrer Funktion erläutern. Waveform-Monitore sind spezialisierte Oscilloskope, die auf die Frequenzen und erlaubten Signalamplituden der Film- und Fernsehtechnik abgestimmt sind. Sie zeigen die Verteilung der Bildsignale über die Horizontale des Bildes, daher ihr Name. Hohe spezialisierte Varianten von Waveform-Monitoren können einzelne Bildzeilen aus dem Bildsignal herausfiltern. Das benutzt man zum Beispiel in der Messtechnik, um fehlerhaften Signalen genau auf den Grund zu gehen. Im täglichen Gebrauch in einem Studio oder an einem Schnittplatz werden aber alle Zeilen des Bilds gleichzeitig analysiert. Die angezeigten Werte werden heute meistens in IRE angezeigt, das bedeutet: Institute of Radio Engineers. Die Scale reicht dann von Null, reinem Schwarz oder einem Lume-Anteil von Null bis zu Einhundert IRE, entsprechend maximalem Weiß. In einem RGB-Umfeld gibt es weder Werte darüber noch darunter. Daher kann man die Werte-Skala der Y-Achse häufig auch in einer 8 Bit oder in die in der Broadcast-Welt üblichen Verarbeitung von 10 Bit umstellen. In diesem Fall reicht die Scale bei 8 Bit von 0 bis 255 und von 0 bis 1023 in der 10 Bit-Variante. 2 hoch 8 ergibt 256 und 2 hoch 10=1024, dann man aber hier anstelle von 1 bei 0 zu zählen beginnt, ist der höchste Wert jeweils um 1 kleiner. Waveform-Monitore zeigen immer nur so genannte Luma-Werte. Absolute Farbtöne und konkreten Farbsättigungen lassen sich damit nicht darstellen. Luma ist poristisch betrachtet nicht gleichzusetzen mit Luminanz, obwohl in weiten Teilen der Medienindustrie und des Video-Engineerings genau das mehr oder weniger gedankenlos getan wird. Der Begriff Luminanz wurde von mehr als 80 Jahren von der CIE der Commission internationale de l'éclairage definiert. Er beschreibt die Helligkeitsanteile der Primärfarben rot, grün und blau in einem linearen Wertesystem. Bei Videosignalen handelt es sich jedoch um Gamma-korrigierte Farbkomponenten. Und was uns Waveform-Monitore zeigen, sind Gamma-korrigierte Signale. Um Zweideutigkeiten zu vermeiden, sollte man nicht beide mit dem gleichen Ausdruck belegen. Es würde in diesem Kontext hier doch zu weit führen den Begriff Gamma hinreichend zu erklären. Man verzeihe mir diesen kleinen Exkurs. Auf einem Waveform-Monitor lässt sich sehr gut feststellen, wo ein bestimmter Luma-Wert horizontal betrachtet, anzutreffen ist. Ob dieser Wert ihr oben oder unten im Bild erzeugt wird, darüber macht der Waveform-Monitor keine Aussage. Ein guter Beleg dafür ist eine solche grau Rampe, die alle Werte zwischen Schwarz und Weiß enthält und der Waveform-Monitor zeigt uns korrekt an, dass die hellsten Werte weiß über die gesamte horizontale vorhanden sind und auch der Schwarzwert ist über die gesamte Horizontale verteilt. Dazwischen sind in diesem Bild alle Grauwerte vorhanden und der Waveform-Monitor zeigt sie uns als Stapel von Signalenwerten an. Warum nun ist ein solcher Waveform-Monitor so eine besonders gute Hilfe bei der Einleuchtung eines Chromakey-Hintergrunds oder insgesamt einer Chromakey-Aufnahme? Und einfach deshalb, weil uns der Waveform-Monitor zwei wesentliche Informationen gleichzeitig liefert. Er zeigt uns erstens die Helligkeitsverteilung über die horizontale und zweitens zeigt er uns den Video-Pegel an, der von der Kamera generiert wird. Idealerweise ist bei einer guten Ausleuchtung der Video-Pegel des Hintergrundes eine mehr oder weniger gerade Linie. Das wird damit angezeigt und darf allerdings nicht erwarten, dass diese Linie so fein ist, wie hier dieser Messwert-Bezug, sondern es ist immer irgendwie einer Zone, in der die Lichtwerte reflektiert werden, und das liegt daran, dass der Hintergrund niemals nur einen einzigen Tonwerte reflektiert, sondern meistens ein Spektrum. Wenn zu den Seiten hin, diese Linie allerdings abfällt, dann zeigt das ganz klar den Bedarf für ein Nachjustieren des Lichtes, der Beleuchtung des Szene, weil an den Rändern offensichtlich zu wenig Licht ankommt. Wenn man gut vorbereitet ist und einen Chromaky-Hintergrund aufnehmen will, dann ist die erste Wahl ein solcher Waveform-Monitor, weil man mit diesem Messgerät deutlich schneller einschätzen kann, wie die Szene zu bewerten ist, deutlich schneller als mit einem Zebra und auch schneller als mit einem Standard Belichtungsmesser.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

3 Std. 0 min (32 Videos)
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