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Der Türöffner

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen bisher zuviele Türen verschlossen geblieben sind, dann bleiben Sie dran. Ich zeige Ihnen hier, wie Sie eine Tür in Photoshop öffnen. Und zwar möchte ich gerne hier bei dieser Tür einen Blick dahinter werfen. Das Einfachste wäre natürlich, das Rechteck-Auswahlwerkzeug zu nehmen, dann die Tür auszuwählen, eine Maske hinzuzufügen und die Maske umzukehren, und dann hätten wir die Tür ausgeschnitten. Aber das sähe nicht so interessant aus, denn interessanter wird es, wenn die Tür in einem Winkel geöffnet werden würde. Dann müssen wir natürlich eine Spiegelung einbauen und wir benötigen einen Hintergrund, den man durch die Tür hindurch sehen wird. Aber wir machen das mal Schritt für Schritt. Ich würde ihnen nicht empfehlen, das Rechteckauswahl-Werkzeug zu nehmen, auch wenn das in diesem Fall wahr- scheinlich sehr gut funktionieren würde, weil das hier ein fast perfektes Rechteck ist, aber die Realität der meisten Fotos ist nicht perfekt, das heißt, Sie haben hier leicht gebogene Linien. Sie haben vielleicht eine etwas andere Perspektive, deshalb würde ich Ihnen empfehlen, da einfach das Lasso- bzw. das Polygonlasso-Werkzeug zu benutzen. Ich nehme hier das Lasso-Werkzeug und benutze Shortcuts, um zum Polygonwerkzeug umzuschalten, und zwar klicke ich einfach einmal hier unten in diese Ecke, dann halt ich die "Alt"-Taste gedrückt und jetzt hab ich ein Polygonlasso. direkt aus dem normalen Lasso. Jetzt fahr ich hier hoch und schaue, ob ich, wenn ich hier in der Kante bin, wirklich exakt hier auch die Kante erwischt habe, und das scheint der Fall zu sein. Also klick ich hier in die Ecke, das war es schon, dann setze ich hier einen Punkt, fahre nach Außen an die Tür, das sollte natürlich so genau wie möglich sein. So, und dann fahr ich runter, solange ich die "Alt"-Taste gedrückt halte, kann ich hier auch den Mauszeiger jederzeit loslassen und die Auswahl schließt sich dann nicht. Hier unten ist ein Spalt, zum Boden, den muss ich natürlich berücksichtigen, deshalb setze ich hier meinen Punkt und nehm die Tür dann hier mit. Jetzt kann ich einfach loslassen, also die "Alt"-Taste und die Maustaste und dann schließt sich automatisch die Auswahl. Dann zoom ich raus, und die Tür, die hebe ich mir jetzt gleich auf eine neue Ebene. Das mache ich mit "Strg+J" bzw. "Cmd+J". Dann hab ich hier die Tür auf einer eigenen Ebene und ich brauche diese Auswahl nochmal, also kann ich beispielsweise auf "Auswahl", "Erneut" gehen, aber dieser Punkt ist jetzt inaktiv, weil ich ja bereits eine andere Aktion durchgeführt habe als einfach nur die Auswahl aufzuheben. Deshalb lade ich einfach die Auswahl dieser Türebene, indem ich die "Cmd"- bzw. "Strg"-Taste halte und da einmal draufklicke. Dann wähle ich "Auswahl umkehren", gehe auf die "Hintergrund"-Ebene, wenn Sie jetzt eine frühere Version als Photoshop CS 6 benutzen, dann müssten Sie hier zunächst einmal die "Hintergrund"-Ebene entsperren. Und zwar halten Sie dazu die "Alt"-Taste und klicken zweimal auf dieses Schloss-Symbol, dann ist das eine normale schwebende Ebene. In diesem Fall habe ich Photoshop CC, bei Photoshop CS 6 würde das genauso funktionieren und da brauche ich jetzt einfach nur auf "Maske hinzufügen" klicken und wenn ich jetzt die Tür ausblende, sehen Sie, wir haben hier einen transparenten Durchbruch geschaffen in der"Hintergrund"-Ebene, die jetzt "Ebene 0" heißt. Was wir jetzt machen müssen ist, diese Tür perspektivisch zu transformieren. Und dazu aktiviere ich wieder diese Ebene, am Besten benenne ich die auch gleich mal mit "Tür" und drücke dann "Strg+T" bzw. "Cmd+T" oder gehe über das Menü "Bearbeiten" und dann ist das hier "Frei transformieren". Und das können Sie jetzt entweder mit Shortcuts machen, dass Sie hier diese Tür perspektivisch transformieren oder Sie machen das mit einem Rechtsklick und wählen dann hier "Perspektivisch" aus, aber dann müssen Sie ein wenig variieren später, weil Sie hier dann diesen Anfasser nicht so frei bewegen können. Ich mache es mal mit einem Shortcut und zwar drücke ich die "Shift"-, die "Alt"- und die "Strg"- bzw. "Cmd"-Taste und jetzt kann ich diese Eckanfasser anfassen und perspektivisch transformieren. Das ist also genau das gleiche als wenn ich "Perspektivische Transformation" gewählt hätte. Und jetzt mache ich das mal nicht allzu weit, sondern ungefähr so. Jetzt lasse ich die Tasten los, und da muss ich die Tür noch ein bißchen nach Innen ziehen, um sie zu öffnen. Da müssen Sie jetzt per Augenmaß schauen, wie weit wäre das ganz realistisch, würde das hinkommen, diese Tür, wenn ich die jetzt zuklappe. Ich würde sagen, das ist noch ein bißchen zu breit Jetzt fahre ich hier ein bißchen weiter zurück und ich ziehe diesen Punkt hier unten noch ein wenig nach unten. Ich denke, das kann sich schon ganz gut sehen lassen. Ich klicke also auf "Ok" bzw. bestätige die Transformation und stelle fest, dass der Türdrücker hier, ja der hat nicht so richtig eine Tiefe, aber das soll nicht stören, das wird vielen Leuten gar nicht auffallen. Wenn Sie es ganz genau nehmen, bräuchten Sie jetzt hier einen neuen Türdrücker der so ein bißchen räumlich absteht und nach hinten ins Bild hineinragt, aber ok. Das kommt eigentlich so trotzdem ganz gut hin, also auf den ersten Blick wirkt das glaubhaft. Aber was fehlt ist natürlich hier die Türdicke und die müssen wir hinzufügen. Ein einfacher Trick, statt hier ein Lasso zu nehmen, einen Bereich auszuwählen und den mit Farbe zu füllen, ist es, diese Tür einfach zu duplizieren und dazu wechsele ich in das Verschieben-Werkzeug und wenn ich dann die "Alt"-Taste halte, dann kann ich mit den Pfeiltasten diese Tür nach links und rechts vervielfältigen. Also die wird dann immer weiter kopiert und dabei entstehen eine ganze Menge neue Ebenen, das sehen Sie gleich, und ich blende mal die Korrekturen-Palette aus. Also ich halte die "Alt"-Taste gedrückt bei aktivem Verschieben-Werkzeug und drücke jetzt so oft nach links bis ich eine Türendicke habe, wo ich sage, ja so dick könnte die Tür sein. Das sehen Sie jetzt hier unten. Das Problem ist, dass diese duplizierten Ebenen jetzt über der Originaltür liegen. Aber das lässt sich ganz leicht beheben, indem ich diese Ebenen alle markiere mit gehaltener "Shift"-Taste, und dann einen versteckten Befehl aufrufe und den finden Sie unter "Ebene", "Anordnen" und "Umkehren". Dieses "Umkehren" bedeutet nicht, dass Ebenen invertiert werden jeweils, also aus dem Weiß wird jetzt kein Schwarz, sondern die Ebenenreihenfolge wird umgekehrt. Und das sehen Sie jetzt: Die Tür liegt oben und das ist die Breite hier, also alle Ebenen, die diese Breite bilden, die fasse ich jetzt zusammen, mit gehaltener "Shift"-Taste markiere ich die und drücke "Cmd+E" bzw. "Strg+E". Jetzt könnte ich hier auch diese Tür an der Seite ein bißchen abdunkeln, wenn ich es möchte, z.B. mit einer Tonwertkorrektur, also "Bild", "Korrekturen" und dann "Tonwertkorrektur". Und wenn ich dann den "Tonwertumfang" etwas beschränke, also sage das Weiß soll nicht ganz Weiß sein, sondern es soll etwas dunkler werden, dann haben wir hier schon eine realistische Tür. Das kann ich jetzt zusammenfassen mit der Tür: Wieder beide markieren, "Cmd+E", und dann habe ich meine Tür. Was fehlt jetzt noch? Na klar, hier fehlt die Spiegelung. Da machen wir es uns auch ganz einfach: Wir nehmen diese Tür, ziehen die nach unten und transformieren die dann nach oben einfach als Spiegelung. Dazu halte ich die "Alt"-Taste gedrückt, ziehe die Ebene einfach ein Stückchen nach unten, habe sie damit gleich unter diese Tür kopiert, drücke dann "Cmd+T" bzw. "Strg+T" auf Windows und dann ziehe ich diese Tür nach unten bis die obere Kante hier an der unteren Kante liegt. Und jetzt muss ich hier die Außenkante hochneigen. Also könnte ich wiederum hier einen Rechtsklick darauf machen, auf diese Ebene, und hier "Neigen" wählen oder Sie machen das wie ich: Sie halten die "Cmd"- oder "Strg"-Taste gedrückt und ziehen das hier nach oben Schauen wir uns das Ganze mal aus der Nähe an. Das passt ganz gut, ich drücke also "Enter", um die Transformation zu bestätigen. Wir müssen jetzt noch die Deckkraft dieser Ebene senken. Ich könnte z.B. auch einen anderen "Ebenenmodus" mal ausprobieren: "Ineinanderkopieren", oder "Weiches Licht". "Weiches Licht" sieht ganz gut aus. Wir probieren es mal mit einer einfachen" Deckkraft"-Senkung und ich denke bei 40% kommen wir ungefähr mit der Spiegelung so hin, wie diese andere Spiegelung, die wir hier ebenfalls im Bild sehen. Sie sehen auch, dass wir hier auf der linken Seite gar nichts ergänzen müssen, denn hier ist noch die Originalspiegelung vorhanden. Wenn wir das mal vergleichen mit dieser Spiegelung, dann muss die von uns erzeugte Spiegelung noch ein wenig weicher werden. Also gehe ich den "Weichzeichnungsfilter" "Gaußscher Weichzeichner", zoom hier nochmal ein bißchen rein, und vergleiche das mit den Originalspiegelungen, und das muss wirklich nur ein bißchen sein. weil so haben wir eine ganz scharfe Kante, und dieses Scharfe, das muss raus, da reichen schon 0,5-1 Pixel, dann haben wir die Spiegelung auch schon geschaffen. Eine Sache fehlt jetzt noch, und das ist: Hier muss ein Hintergrund rein. Da wir den Hintergrund ja entsperrt haben, brauchen wir hier nur noch eine neue Ebene hineinziehen. Da nehme ich als Beispiel einfach mal diese Ebene. Die habe ich hier im Finder und die kann ich jetzt einfach nehmen aus dem Finder bzw. aus dem Explorer auf Windows und hier reinziehen und loslassen, dann auf "Ok" klicken und dann ziehe ich diese Ebene ganz nach unten. Dann kann ich ein bißchen mit der Ebene durch das Bild fahren und mal schauen, welcher Abschnitt hier am Besten passen würde, vielleicht auch perspektivisch. Der Fluchtpunkt müsste ungefähr, wenn wir hier mal diese Linien vergleichen, auf dieser Höhe liegen. Das Originalbild ist von oben nach unten aufgenommen, also könnte ich wahrscheinlich mit einem Fluchtpunkt auf dieser Höhe ein ganz realistisches Ergebnis erzielen. Und dann könnte man diese Ebene noch aufhellen oder man könnte sie etwas strahlender gestalten und natürlich auch die Spiegelung hier ergänzen, aber so ist das schonmal ein ganz guter Eindruck einer geöffneten Tür. Also wir sind ganz einfach von diesem Ausgangsbild zu diesem Ergebnis gekommen. Sie wissen jetzt, wie es geht. Sie brauchen nur die Tür ausschneiden, auf eine neue Ebene heben, dann perspektivisch transformieren, die Tür ein wenig verdicken, die Spiegelung hinzufügen und einen Hintergrund, also auch z.B. einen neuen Raum, einfügen, so dass Sie hinter die Tür sehen können, und damit bleibt Ihnen keine Tür mehr verschlossen.