Cinema 4D R19: Neue Funktionen

Der Sound Effektor

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Das Interface des Sound-Effektors wurde komplett überarbeitet. Töne lassen sich nun abschnittsweise oder über ihre Amplituden sampeln und auf Klone oder Deformationen übertragen.

Transkript

Eine weitere Neuerung im Bereich MoGraph findet sich beim Sound-Effektor, das heißt, wenn wir unter MoGraph Effektoren, den Sound-Effektor auswählen, dann sehen Sie direkt schon auf den ersten Blick, dass wir es hier mit einem komplett überarbeiteten Interface zumindest zu tun haben, was aber auch neue Funktionalität mit sich bringt. Das heißt, wir bleiben jetzt einmal hier auf dieser Effektor-Seite, wo es also um die Auswertung einer Ton-Datei geht und laden hier mal eine beliebige Datei hinein über *Lade Sound. Wir haben hier eine Datei schon vorbereitet und ich werde jetzt einfach aus Gründen der Tonaufzeichnung die Wiedergabe des Tons hier mal Live abschalten sodass wir jetzt, wenn wir die Play-Taste drücken, zwar hier die Auswertung des Tons sehen beziehungsweise des Musikstückes, aber den Ton selbst nicht dauernd hören müssen, das macht die Sache etwas einfacher. Wir sehen also hier, wenn ich durch die Zeit mich bewege bereits die entsprechende Frequenzkurve und auf dieser Kurve liegt ein Rahmen, das ist ein sogenannter Abtastbereich. Dieser Abtastbereich kann über die Anfasser, die wir hier an den vier Seiten sehen, bewegt und skaliert werden, Sie sehen, das kann manchmal etwas hakelig sein, das folgt nicht ganz so fließend an einigen Bereichen mit, wie man das vielleicht von Anfassern an Grundobjekten gewohnt ist. Ist aber nicht dramatisch, denn alles was wir jetzt hier skalieren, finden wir hier unten auch nochmal im Bereich für die Abtastbereichseigenschaften. Da sehen wir hier eine linke Frequenzgrenze, das ist praktisch die untere Frequenz, das Gleiche nochmal im oberen Bereich und dann haben wir hier die Amplitude, also praktisch die Lautstärke nach oben und nach unten und können darüber genauso gut den Rahmen einstellen. Man sieht jetzt hier unten aufgelistet die Frequenzen, die halt in der Ton-Datei verwendet werden je nachdem und da erkennt man eine gewisse logarithmische Aufteilung, das heißt, wir haben hier im niedrigen Frequenzbereich sehr viel Platz für kleine, relativ kleine Sprünge zwischen den Werten und nach oben hin sehen Sie, wie diese Abstände praktisch immer kleiner werden und wir dann teilweise hier Sprünge haben von mehreren tausend Kilohertz, die in einem kleinen Bereich übersprungen werden. Das hängt zusammen mit diesem logarithmischen Wert, den wir hier finden. Wenn wir den reduzieren, sehen Sie wie jetzt das Ganze linearisiert wird, wir also praktisch für jeden Frequenzbereich genau den gleichen Platz reservieren. Man kann dann über die Tasten 2 zum Zoomen, 2 mit linker Maustaste und 1 mit linker Maustaste zum Verschieben, wieder in den gewünschten Frequenzbereichen hineinzoomen, aber in der Regel ist das so, dass das Logarithmische schon seinen Sinn hat, denn es ist einfach so, dass wir Menschen relativ niedrige Frequenzen besser wahrnehmen können, als sehr hohe Frequenzen, deswegen wird denen einfach hier mehr Platz eingeräumt, weil einfach davon ausgegangen wird, dass wir diese Frequenzen besser hören können. Ansonsten finden Sie hier auch Möglichkeiten zum Beispiel alles anzuzeigen oder Sie können ganz normal über das Scrollrad auch hinein und heraus summen. Ja, Sie erahnen es vielleicht schon, wir haben hier zwei Tastflächen noch zum Hinzufügen und Löschen von Abtastbereichen, dass wir sogar mehr als einen einzelnen Abtastbereich hier haben können. Einfacher als über die Tasten zumindest beim Hinzufügen geht es jedoch, wenn Sie einfach Ctrl halten und dann mit der linken Maustaste einfach einen neuen Rahmen aufziehen, eben dort wo Sie gerne auch noch Messergebnisse ermitteln möchten. Sie sehen, das kann man beliebig oft machen und auch in beliebig skalierter Art und Weise, durch einen Klick auf den Rahmen oder in den Rahmen selektieren Sie diesen, könnten den hier über diese Abtastbereich- Löschen-Taste dann bei Bedarf auch wieder entfernen lassen. Ja, was passiert jetzt in diesen Abtastbereichen? Nun einerseits sehen wir hier eine Farbgebung, diese Farbgebung erfolgt in einer bestimmten Richtung, das ist dieses Menü hier. Wir können entweder praktisch horizontal von links nach rechts einen Farbverlauf anwenden oder wir können der Lautstärke von unten nach oben folgen, also praktisch der Amplitude, den Ausschlägen der Frequenz. Die Art des Farbverlaufs und die Farben des Farbverlaufs, den steuern wir hier über diesen Farbverlauf hier, der wird ganz normal bedient, so wie wir das gewohnt sind, dass man jetzt hier eine beliebige Farbe sich wählt und dann natürlich auch mehrere Reiter setzen kann, wenn man mag einfach durch einen Klick darunter und könnte dann hier irgendein anderen Wert noch mit hineinnehmen, wenn man mag. So und das bringt uns dann natürlich zu der Frage, was mache ich jetzt mit diesen ganzen Ergebnissen oder mit den Bereichen, die ich hier abtaste? Natürlich Klone steuern in der Regel, es ginge auch Deformation steuern, wie Sie wissen, kann jeder Effektor hier auch Punkte zum Beispiel verschieben, aber in der Regel werden sicherlich Klone also irgendwelche vervielfältigen Objekte sein, deswegen werde ich jetzt hier mal ein Klon-Objekt mit einfachen Würfeln füttern und diese vielleicht horizontal einmal hier auflisten und dann über den Sound-Effektor steuern lassen. Und dann sehen wir hier schon einen Effekt, je, nachdem was jetzt hier an Parametern natürlich gewählt wird, Sie sehen momentan geht es hier nun um eine Verschiebung. Aber dadurch, dass wir jetzt drei Bereiche haben, ist die Frage, was passiert jetzt mit diesen Ergebnissen hier drin? Sie sehen hier jeweils so eine gestrichelte Linie, das ist praktisch der ermittelte Wert, der natürlich jetzt in jedem dieser Abtastbereiche etwas verschieden ausfällt, weil er jeweils den Maximalwert kennzeichnet. Und das hat damit zu tun, dass wir hier das Sampling auf die Spitze gelegt haben jeweils, das heißt, es wird immer der höchste, extremste Wert praktisch gesampled oder abgenommen. Über die Verteilung im Modus Wiederholen bedeutet das, dass der erste Klon diesen Wert erhält, so, da hier der erste Klon, der zweite Klon erhält diesen Wert, der ist also etwas höher und der dritte ist wieder etwas niedriger, der bekommt diesen Wert, das wäre dieser, und dann wiederholt sich das, das heißt, der vierte bekommt den Wert, der fünfte den, der sechste den und so weiter. Wir könnten aber auch das Ganze aufteilen lassen, das heißt, wir haben drei Abtastbereiche, also wird die Anzahl der Klone in drei fast gleichgroße Abschnitte unterteilt, es kommt natürlich ein bisschen auf die Anzahl der Klone an, ob das gerade aufgeht. Aber wir haben hier eine Dreiteilung und jeder Block erhält dann eben einen Wert, das ist die Aufteilung. Und dann gibt es noch Überblenden, das bedeutet, dass wir einfach hier so eine Art Kurve zwischen diesen drei Werten spannen und diese Kurve wird übertragen auf alle Klone, deswegen ergibt sich so eine relativ weicher Bogen. Die meiste Kontrolle über die Verschiebung oder Manipulation der Klone haben wir allerdings, wenn wir jetzt das Ganze nicht so zerstückeln, wie jetzt in dem Fall hier, sondern mit einem einzelnen Abtastbereich arbeiten, den ich jetzt absichtlich mal etwas größer ziehe und dann schauen wir mal, dass wir hier nicht nur einen Wert kreieren, also nicht nur auf die Spitze sampeln, sondern wir können zum Beispiel auch Durchschnitt sampeln, das wäre praktisch der Mittelwert. Oder das was wahrscheinlich am spannendsten ist, die Form selber samplen, also die Kurve selbst komplett übertragen auf die Klone und dann erhalten wir das, was man wahrscheinlich am ehesten erwartet von so einem Sound-Effektor, dass nämlich die Abtastung der Soundkurve, der Frequenzkurve auf die Klone übertragen wird. Wir haben hier noch zusätzlich einen Stärke-Wert, das ist aber nichts anderes, als eine Skalierung der Werte, sodass eben auch kleinste Kurvenausschläge dann hier zu einer Bewegung führen. Hier wir haben zusätzlich einen Abschneiden-Wert, Abschneiden bedeutet oder steuert, was passiert mit den Bereichen, die jetzt oben aus unserem Abtastbereich herausragen. Sie sehen, die Kurve folgt zwar dem Bereich, aber wir würden hier normalerweise abschneiden, sodass es gewissermaßen hier ein Capping gibt, ein hartes Abschneiden der Werte. Wenn man das nicht mag, macht man das Abschneiden eben Außen, dann wird eben auch über den Rahmen hinaus weiter gesampled, obwohl diese Grenze hier eben etwas tiefer liegt. Ja, was haben wir noch? Relativ spannend hier das Abklingen, Sie sehen ja, dass die Klone momentan relativ hektisch unterwegs sind eben exakt der Frequenz folgend. In dem Moment, wo wir das Abklingen etwas erhöhen, sehen Sie, dass hier eine Dämpfung mit hineinkommt, also praktisch die Impulse zu einem Abklingen führen, also nicht sofort immer wieder auf den neuen Zustand gesprungen wird, sondern das Ganze eben einer Dämpfung unterliegt, die natürlich intensiver wird, je höher dieser Abklingen-Wert hier gesetzt wird. Schließlich gibt es ja vielleicht dann auch die Situation, wo wir sagen, uns gefällt die aktuelle Position der Klone oder die Aktion, die eben diese Klone jetzt ausführen, zu diesem Zeitpunkt besonders gut, wir mögen das gerne einfrieren, dafür ist diese Wert einfrieren Option da. Das heißt, selbst wenn jetzt die Animation weitergeht, dann wurde jetzt dieser einmal da zu diesem Zeitpunkt abgetastet Wert oder diese Kurve gespeichert und wird jetzt permanent auf die Klone übertragen. Im Prinzip wird also keine fortlaufende Abtastung mehr berechnet. Gut, was hat jetzt diese Farbgebung hier, die wir ja über den Farbverlauf einstellen konnten, für uns für einen Sinn? Natürlich lassen sich diese Farben übertragen, das heißt, wenn wir in die Parameter gehen, können wir hier auf den An Modus wechseln und können die Farben dann hier auf unsere Klone übertragen lassen, mit oder ohne Verwendung der Stärke, beziehungsweise der Alphawerte, je nachdem was mit dem ursprünglichen Farbwert der Klone passieren soll. Deswegen macht es Sinn hier, diese Werte anpassen zu können, es gibt hier unten aber nochmal eine Farbanpassung, die betrifft dann aber tatsächlich nur die Optik des jeweiligen Abtastbereichs. Da kann man jetzt das Voreingestellte benutzen, was eben genau die gleichen Farben verwendet, wie aus unserem Farbverlauf hier. Ebenso könnte ein eigener Farbverlauf hier verwendet werden, also die Möglichkeit das komplett anders einzufärben, oder einfach nur ein singulärer Farbwert verwendet werden. Aber das ist, wie gesagt, eigentlich eher kosmetischer Natur, wichtiger ist dieser obere Farbverlauf, weil der verwendet werden kann für die Färbung der Klone. Ja, ich glaube, wir haben hier alles gesehen bis auf Kanäle, was aber selbsterklärend sein sollte, wenn wir eine Stereo Datei geladen haben, kann man sich entscheiden, ob man den linken Kanal, den rechten Kanal oder beide zusammen abtasten möchte. Soweit die Möglichkeiten, die wir hier beim neuen Sound-Effektor haben. Sie sehen, eine Neuerung verbirgt sich hier noch im Bereich der Abnahme, das zeige ich Ihnen aber gleich in einem separaten Video.

Cinema 4D R19: Neue Funktionen

Sehen und verstehen Sie die neuen Funktionen von Maxons Cinema 4D Release 19.

6 Std. 4 min (40 Videos)
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Erscheinungsdatum:08.09.2017

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