Nachtfotografie: Light Painting und Wanderlicht

Der richtige Umgang mit Lampen bei Wanderlicht

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Lernen Sie, das Licht so zu bändigen, dass das Motiv perfekt belichtet wird und die Kamera selbst nie das Licht erblickt.
04:56

Transkript

Wenn ich ein Objekt magisch erscheinen lassen möchte, ist es wichtig, dass kein direktes Licht in die Kamera scheint. Die Kamera darf das Licht nie sehen, denn sonst wäre ja die Lichtquelle selbst im Bild, und das sieht meistens unschön aus. Licht zu bändigen, ist in der Fotografie oft unerlässlich. Schließlich möchte man das Licht ganz bewusst und emotional einsetzen. Hierzu möchte man es formen, richten, einengen, um es kontrollieren zu können. Wir kennen ja alle die große Anzahl an Lichtformen in der Studiofotografie. Genauso möchte ich das Licht meiner eingesetzten Lampe kontrollieren wollen. Ich habe lange getüftelt und probiert, wie ich das Licht einer Taschenlampe bewusster da hin bringe, wo ich es brauche. Da hilft mir eine Einengung des Lichtkegels schon mal viel weiter. Durch eine Verjüngung des Lichtkegels kann ich eine kleine Fläche gezielter anleuchten und habe dadurch mehr Kontrolle über das, was ich anleuchte. Um dies zu erreichen, benötige ich eine Art "Snout". Einen Rüssel oder eine Röhre, die ich auf die Lampe stecke. Man kann auch ja, eigentlich einen alten Fahrradschlauch nehmen. Irgendwas, was rund ist. Einen Gartenschlauch, Papier oder Panzertape benutzen. Ganz wichtig ist einfach nur, dass der Lichtkegel eingeengt wird. Und wenn ich das jetzt mal zeige, hier ist die Version tatsächlich mit diesem Schlauch, mit einem alten Fahrradschlauch, und man kann, wenn ja dann das Licht durchscheint, erstens mal die Einengung schaffen, dass das Licht hier nicht an der Seite weg kann, und kann ich noch zusätzlich diesen Schlauch verjüngen. Also einfach zusammenpetzen und es kommt weniger Licht da an, wo ich es brauche. Und diese Varianten können sich hier überall fortsetzen. Hier ist ein alter Gartenschlauch. Ganz klar, hier scheint das Licht von der Lampe weg. Durch den Gartenschlauch wird es schon mal gerichtet. Dann, jetzt kann es hier vorne weg und hier ein bisschen Panzertape Jetzt geht es auch weniger weg und hier kann ich das Panzertape auch wiederum verjüngen. Das sind alles Lösungskonzepte auch bei diesen großen Lampen. Auch was zum Zusammenpetzen sozusagen, verjüngen, und dass sozusagen der Lichtkegel beeinflusst wird. Alles Home- ja, Selbstbauweise. Das war mal ein alter Staubsauger, der zufälligerweise, also, ein Rohr von einem Staubsauger, der zufälligerweise genau diese Öffnung hat. Und dadurch kann ich viel gezielter mein Licht setzen. Und das ist das, was total wichtig ist. Auch bei dieser Riesenlampe habe ich festgestellt, dass ein Blumentopf wunderbar passt und da, wenn ich da ein Loch einschneide, geht das Licht nicht mehr zur Seite weg und geht gerichteter weg, und ich kann etwas mehr Kontrolle ausüben. Und das ist das, was zählt letztendlich. Und unter magischem Licht verstehe ich eine ganz besondere Anmutung, die durch das Licht entsteht und mit herkömmlichem Fotolicht, gar nicht zu erreichen ist. Für mich ist sie durch ihre spezielle Führung, also, wie ich die Lampe während der Belichtung halte, oder gehalten habe, zu erklären. Sie sieht im Kern heller aus und am Rand scheint sie irgendwie weicher zu werden. Diese Charakteristik entsteht eher ja, durch die Bewegung der Lampe. Also diese Führung. Und ein weiter wichtiger Faktor, wenn nicht der wichtigste überhaupt, ist die Kunst des Weglassens. Mut zur Lücke, kann ich da nur sagen. Das bedeutet, dass mein Motiv nicht überall angestrahlt werden darf. Gerade das Weglassen und das daraus resultierende Nichtzeigen, kann viel mehr Spannung im Bild erzeugen. Im Gegensatz zu einem Maler, der ein weißes Blatt vor sich hat und nur das zulässt, was er zeigen möchte, haben Fotografen immer alles vor sich. Sprich, ein Bild. So muss der Fotograf, durch fotografische Techniken und Bildgestaltungen dem Wirrwarr eine Harmonie geben, um ein interessanteres Foto zu erzeugen. Für mich ist das magische Licht immer eine Art des Aufräumens. Eben aufräumen mit Licht.

Nachtfotografie: Light Painting und Wanderlicht

Erschaffen Sie außergewöhnliche Fotografien dank Langzeitbelichtung und der richtigen Technik. Lernen Sie, Szenen effektvoll zu beleuchten und mit Licht zu malen.

2 Std. 18 min (27 Videos)
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