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Berichte schreiben

Der richtige Einstieg

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Der Einstieg muss so formuliert sein, dass er zum Weiterlesen animiert und gleichzeitig das Thema deutlich macht. Der Einstieg bereitet den Leser darauf vor, was ihn im Verlauf des Berichts erwartet. Wie Sie es schaffen, das Thema verständlich zu vermitteln und erreichen, dass der Leser am Ball bleibt, lernen Sie in diesem Film.
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Transkript

Die ersten Sätze eines Berichtes sind der Einstieg. Hier entscheidet der Leser innerhalb von Sekunden, ob er weiterlesen möchte oder nicht. Als Beispiel habe ich mal zwei verschiedene Einstiege für Sie rausgesucht. "Dieser Jahresbericht enthält Beiträge von Aktivitäten unseres Unternehmens aus dem letzten Jahr. Er soll zeigen, welche Anstrengungen zur Ausweitung der Tätigkeitsbereiche unternommen wurden. Es erwarten Sie viele interessante Informationen." Und hier ein anderes Beispiel. "Wer sich heute auf Reisen begibt, sucht nach neuen Eindrücken und authentischen Erlebnissen, die ihm die Kultur, das Land und die Menschen vor Ort näherbringen. Reisen sind unser Kompetenzbereich, Tourismus ist unsere Leidenschaft und dafür stehen wir mit unserem Namen. Was wir im letzten Jahr erreicht haben, öffnet Türen für neue Partnerschaften und Wachstum. Die Reise kann beginnen!" Was meinen Sie, welcher Einstieg spricht Sie an? Bei welchem hätten Sie Lust, weiterzulesen? Der Einstieg soll den Leser in den Text hineinziehen. Er stimmt anhand der Sprache, der Worte und der Stimmung, die er erzeugt, auf das Thema ein. Er soll Lust machen auf das Weiterlesen. Der Leser will schließlich wissen, worum es geht und was ihn erwartet. Daher sollten Sie auf die ersten Sätze und den ersten Abschnitt Ihres Berichtes ein besonderes Augenmerk legen. In manchen Unternehmen gibt es strenge Vorschriften, nach denen Berichte aufgebaut sein müssen. Dann können Sie beispielsweise ein Vorwort vorne anhängen, um mit einen einladenden Einstieg in das Thema einzuleiten. Für einen gelungenen Einstieg gibt es unzählige Möglichkeiten. Zum Beispiel den nachrichtlichen Einstieg, bei dem das Thema gleich bei Namen genannt wird. Es gibt einen szenischen Einstieg, der eine exemplarische Situation schildert. Sie können auch mit der Vorstellung einer Person beginnen, die im weiteren Verlauf des Textes eine wichtige Rolle spielt. Oder Sie steigen mit einem aussagekräftigen Zitat ein. Bei Nachrichten und Berichten gilt grundsätzlich: Das Wichtigste kommt zuerst. Das Thema sollte klar genannt werden. Sagen Sie dem Leser, worum es geht. Verwenden Sie dabei eine möglichst sachliche Sprache. Typisch für einen nachrichtlichen Einstieg ist, dass er die Sachlage oder Situation objektiv schildert. Der szenische Einstieg hingegen will Bilder im Kopf erzeugen. In Zeitungs- und Magazinredaktionen fällt hier häufig der Begriff "Anfeaturen". Das bedeutet mit einem lebendigen, szenischen Einstieg in ein vielleicht sogar trockenes Thema einzusteigen. Der Begriff "Anfeaturen" kommt von der journalistischen Textform "Feature", einer Mischform aus Bericht und Reportage. Es ist ein Tatsachenbericht mit lebendigen Einblicken in einen bestimmten Bereich. Besonders in Magazinen und Zeitschriften ist diese Textart weit verbreitet. Der angefeaturete Einstieg nimmt eine typische Situation aus der Realität oder eine beispielhafte Szene. Mit dieser Nahaufnahme können Sie das Interesse des Lesers wecken und ihn zum Weiterlesen animieren. Je konkreter und anschaulicher die Einstiegsszene, umso besser. Dabei können Beschreibungen oder kleine Dialoge ebenso wirkungsvoll sein, wie alle Formen der Erzählung, die das Thema des Berichtes in einen lebensnahen Kontext setzen. Weitere Einstiegsmöglichkeiten sind die Vorstellungen einer wichtigen Person, beziehungsweise eines oder auch mehrerer Protagonisten. Sie können hier auch eine Anekdote anführen oder eine Personenbeschreibung. Einer der Klassiker beim Einstieg ist das Zitat. Sie dürfen Protagonisten oder bekannte Personen zitieren, die zum Thema einen passenden Satz gesagt haben. Geben Sie aber auch den Urheber an. Achten Sie bei Zitaten unbedingt darauf, dass das Zitat passend ist und nicht abgedroschen wirkt. Noch einen Tipp, wenn Ihnen das alles noch zu gewöhnlich ist für den Einstieg in Ihren Bericht. Entführen Sie Ihre Leser doch an einen spannenden Ort, an dem ein mögliches, fiktives Szenario stattfindet. Aufmerksamkeit wecken auch Zitate, Figuren oder Szenen aus bekannten Filmen oder der Literatur. Egal welche Art des Einstieges Sie wählen, versuchen Sie Spannung zu erzeugen und liefern Sie Ihren Lesern unerwartete Bilder und Infos. Ein guter Einstieg sollte auf die Art des Berichtes, das Thema und die Zielgruppe zugeschnitten sein. Sein Stil, seine Sprache sollten im weiteren Textverlauf weitergeführt werden, um keine Brüche zu erzeugen und den Leser durch den Text zu leiten. Wenn Sie Ihren Einstieg nochmal ansehen, prüfen Sie daher kritisch, ob er wirklich für die Story relevant und passend ist. Eine kurze Checkliste zum Schluss. Stellen Sie sich beim Schreiben und Lektorieren Ihres Einstiegs folgende Fragen: Sind die ersten Sätze verständlich, einladend und spannend geschrieben? Wird klar, worum es geht? Wird das Thema genannt? Interessiert der Inhalt, ist der wirklich relevant? Verspricht der Einstieg, dass man am Ende des Textes mehr weiß, erwartet den Leser ein Mehrwert? Wenn Sie alle Fragen mit ja beantworten können, dann erfüllt Ihr erster Abschnitt schon mal die wichtigsten Kriterien, um ein richtig guter Einstieg zu sein. Für die Premium-Abonnenten unter Ihnen habe ich das Arbeitsblatt 3 vorbereitet, mit dem Sie das Schreiben eines Einstieges weiter üben können.

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Lernen Sie Berichte so zu verfassen, dass sie leicht verständlich sind und die Leser fesseln – von den Vorüberlegungen bis zur Schlussredaktion.

52 min (15 Videos)
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Erscheinungsdatum:05.09.2016
Laufzeit:52 min (15 Videos)

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