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Cinema 4D Grundkurs

Der Polygon-Stift

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Um etwas freier bei der Erzeugung von Polygonen arbeiten zu können, bietet sich der Polygon-Stift an. Einfache Klicks können dabei Polygone erzeugen. In Kombination mit der Ctrl-Taste lassen sich Punkte, Kanten und Polygone extrudieren.

Transkript

Wir sehen hier bereits, dass es hier oben in dem Menü diverse Objekte gibt, die wir von der Form schon fertig abrufen können, die sich auch teilweise noch stark verändern lassen, wie zum Beispiel der Kegel. Es gibt Spline-Objekte, vorgefertigte oder solche, die wir selber zeichnen können, die dann in Verbindung mit diesen Spline-Generatoren Extrudieren, Loft, Lathe und Sweep ebenfalls Polygon-Objekte erzeugen können. Jetzt gibt es aber auch Formen, die sich mit diesen beiden Hilfsmitteln, Splines und Grundobjekte, nicht sofort in einem Schritt bauen, konstruieren lassen. Dazu zählen vor allen Dingen sich verzweigende Formen, Also wenn Sie zum Beispiel einen Baum modellieren wollen, der einen Stamm hat, der sich im oberen Teil dann aufspaltet in verschiedene Äste und die wiederum in Zweige und so weiter; das ließe sich hier mit den Splines nicht machen, weil wir hier Schwierigkeiten haben, sich verzweigende Strukturen anzulegen. Das ist immer irgendwie ein Schlauch wie hier beim Sweep oder auch beim Loft. Da hätte ich vielleicht die Möglichkeit, dann verschiedene Querschnitte miteinander zu verbinden oder beim Extrudieren ein Profil in die Länge zu ziehen, aber Verzweigungen sind damit nicht möglich. Genauso gibt es hier bei den Grundobjekten nichts, was sich irgendwie verzweigt. Das ist immer ein zusammenhängendes Objekt, was relativ homogen ist. Das heißt, es gibt einfach Formen, die wir über diese Modelliertechniken allein nicht erzeugen können. Und deswegen gibt es auch Modellierwerkzeuge, mit denen wir entweder diese Grundobjekte hier als Basis nehmen oder auch komplett neu starten können mit der Modellierung. Nachteil ist, wir müssen uns halt tatsächlich mit Punkten, Kanten und Flächen auseinandersetzen, mit den einzelnen Elementen der Oberflächen. Wogegen hier diese Grundobjekte natürlich an sich schon fertig sind und relativ einfach sich über Zahlenwerte editieren ließen. Das ist eben der Nachteil oder der Mehraufwand, den wir in Kauf nehmen müssen. Aber dafür gewinnen wir eben auch entsprechende Flexibilität Alles, was Sie brauchen für die Modellierung, finden Sie hier im Mesh-Menü. Und dort gibt es eine Rubrik, die nennt sich Erstellen. Und da sind eigentlich die wichtigsten Werkzeuge schon mit enthalten. Wir starten hier bei der Besprechung mit dem sogenannten Polygon-Stift. Das ist ein sehr schönes Werkzeug, was verschiedene Funktionen bereits in sich vereint, und das sich besonders zum freien Arbeiten eignet, weniger wenn es Ihnen um Präzision geht, mit Werteingaben zu arbeiten. Dann ist das vielleicht nicht das richtige Werkzeug, aber wenn Sie zum Beispiel einen Entwurf machen möchten, schnell mal mit Formen experimentieren möchten, oder eben mit organischen Formen arbeiten möchten, dann ist das ein sehr schönes Werkzeug. Generell bei allen Modelliertechniken sollte man ein bisschen darauf achten, in welcher Ansicht man arbeitet. Theoretisch ist es auch hier möglich, direkt loszulegen. Nur wir haben hier halt eine perspektivische Ansicht vor uns. Das heißt, wenn wir jetzt hier anfangen, Punkte und Flächen zu erzeugen, können wir uns nie sicher sein, wie diese im Raum überhaupt liegen, weil wir jetzt hier aus einer bestimmten Stelle, aus einer Betrachterposition auf die Objekte schauen. Und da kann die Perspektive einfach täuschen. Von daher sollte man in den meisten Fällen dann eher in diesen Standardansichten arbeiten, wie zum Beispiel die Ansicht von Oben oder Vorne. Da können wir uns dann sicher sein, dass wenn wir hier Punkte hinklicken, die zum Beispiel in dem Fall jetzt hier, präzise in der XY-Ebene liegen. Der Polygon-Stift selber zeigt immer am Mauszeiger an, in welchem Modus er sich gerade befindet. Das Icon symbolisiert jetzt gerade einen Punkt in einer Fläche mit einem Plus-Zeichen. Das heißt, wir können jetzt durch einzelne Klicks, Sie sehen das hier, einfach eine Fläche definieren. Und wenn Sie mit der Fläche fertig sind, dann klicken Sie einfach auf den jeweils letzten Punkt und dann wird die Fläche erstellt. Sie sehen, wenn ich hier mit der Maus drübermarschiere, das ist tatsächlich jetzt ein Polygon, eine Fläche. Wir etwas deutlicher, wenn ich hier einen Schattierungs-Modus nehme, der die Fläche füllt mit einer Farbe. Dann sehen Sie, wir haben hier jetzt durch Klicken vier Eckpunkte erzeugt. Die Punkte sind automatisch durch Kanten verbunden worden. Und zwischen den Kanten nach unserem letzten Klick ist hier eben eine Fläche entstanden. Und das lässt sich jetzt beliebig fortführen. Das heißt, Sie starten wieder irgendwo bei einem Punkt, der schon da ist, klicken irgendwo, und auf den letzten Punkt brauchen Sie jetzt nicht doppelt zu klicken. Dann wird nämlich automatisch hier erkannt, dass hier schon eine Kante vorhanden ist. Und die Fläche wird praktisch hier nach diesem dritten Klick schon automatisch geschlossen. Sie sehen also, Sie können beliebig Dreiecke und Vierecke erzeugen. Sie können aber auch, wenn ich jetzt hier von diesem Punkt mal ausgehe und einfach immer weiterklicke, problemlos Flächen erzeugen, die auch mehr als nur vier Eckpunkte haben. Wir haben darüber bereits gesprochen, unter anderem in Bezug auf das Extrudieren-Objekt und dessen Deckflächen-Einstellungen, dass es sogenannte N-Gone gibt, also eine Sonderform der Polygone, die eben verschiedenste Flächen, Dreiecke und Vierecke in sich vereinen können, ohne dass wir die unbedingt sehen. Das liegt auch daran, dass ich hier im Filter-Menü die Möglichkeit habe, diese N-Gon Linien ein- oder auszublenden. Wenn ich die einblende, also wenn hier im Filter-Menü N-Gon Linien angehakt sind, dann sehen Sie hier tatsächlich diese türkisen Linien, die andeuten, wie jetzt innerhalb der N-Gon-Fläche die Dreiecke und Vierecke angeordnet sind. Aber für uns sind diese nicht selektierbar und wir können hier im Prinzip auch jetzt nicht ein einzelnes Teil wieder herauslöschen, sondern das ist intern praktisch eine Fläche, in der für uns unerreichbar Dreiecke und Vierecke angeordnet sind. N-Gone sind also ein praktisches Mittel, ein bisschen optisch aufzuräumen innerhalb komplexerer Formen. Aber, wie gesagt, Dreiecke und Vierecke stecken in jedem Fall dahinter. Das wäre also dieser Erzeugen-Modus, den wir haben, klicken einfach einzelne Punkte irgendwo in die Gegend und die werden dann mit Flächen gefüllt. Wenn wir jetzt von diesen Flächen ausgehend das Ganze erweitern wollen, kann man das mit einer sogenannten Extrudieren-Funktion. Wir brauchen dazu unser Werkzeug nicht zu verlassen. Sie sehen, wir sind immer noch im Polygon-Stift-Modus. Das sieht man an dem Mauszeiger. Und da gibt es jetzt mehrere Optionen, wie wir da arbeiten können. Das ist immer in Kombination mit der Taste Ctrl. Das heißt, wenn ich diesen Punkt hier zum Beispiel verdoppeln wollte, um da eine Erweiterung zu erzielen, halten Sie einfach Ctrl gedrückt. Sie sehen, da ändert sich in dem Moment, wo ich jetzt Ctrl halte, automatisch das Symbol hier am Mauszeiger zu so einem Extrudieren-Symbol für Punkte. Das heißt, ich kann jetzt diesen Punkt hier greifen, immer mit gehaltener Ctrl-Taste, kann den wegziehen, und Sie sehen, der ursprüngliche Punkt bleibt stehen und wir bekommen eine Kopie, die automatisch dann neue Kanten hinter sich her zieht. Und das kann ich jetzt hier ein paarmal wiederholen und Sie sehen den Effekt, die Form wächst. Und zwar sehr schnell. Das ist eine sehr einfache Technik, um jetzt einfach mehr Flächen zu bekommen und hier Formen zu erweitern. Wenn ich Ctrl nicht halte, dann bin ich in einem sogenannten Tweak-Modus. Dann kann ich hier einfach hineingehen und die Positionen editieren. Wenn ich mich irgendwo vertan haben sollte, kann ich noch ein bisschen nachjustieren. Dieses Extrudieren, was wir gerade gesehen haben, funktioniert nicht nur mit Punkten, sondern funktioniert auch mit Kanten. Das hängt nur davon ab, wo ich mit dem Mauszeiger bin. Also wenn ich hier auf einer Kante mich befinde, und halte Ctrl, dann kann ich hier auch diese Kante extrudieren, kann somit auch hier ein Rechteck herausziehen. Und Sie sehen, das kann ich hier mit der Nachbarfläche natürlich auch machen. Und wenn ich jetzt hier nah genug herankomme, Sie sehen, dann rastet das hier automatisch ein an dem Punkt. Natürlich sehr praktisch, weil in der Regel möchte man ja einen Zusammenhalt haben. Aber ich kann eben auch, wenn ich weit genug weg bleibe, diese Lücke hier beibehalten und könnte die auch nachträglich hier noch durch Rüberziehen des Punkts wieder schließen. Dieses Einrasten, das nennt man übrigens Snapping. Und das ist so eine typische Funktion, die auch in CAD-Programmen benutzt wird, die es natürlich ermöglicht dann etwas präziser zu arbeiten. Wenn ich jetzt mal in eine perspektivische Ansicht gehe hier, sehen Sie, dass wenn ich mit dem Mauszeiger in der Mitte einer Fläche stehe, ich wieder ein anderes Symbol bekomme auf meinem Mauszeiger. Und auch hier kann ich die Taste Ctrl halten und jetzt einfach ziehen. Und Sie sehen, dann kann ich, je nachdem wohin ich ziehe, auch die Fläche, dieses entsprechende Polygon, extrudieren, also erweitern, sodass ich jetzt hier aus dieser ursprünglich 2-dimensionalen Form 3-dimensional werde, je nachdem in welche Richtung ich das Ganze verschiebe. Das Praktische ist eben, dass ich das Werkzeug dafür überhaupt nicht zu wechseln brauche, sondern ich kann hier immer mit dem gleichen Werkzeug arbeiten, muss eben zum Bewegen keine Taste drücken, nur die Maustaste, und wenn ich diese Erweiterungen an Punkten, Kanten und Flächen vornehmen möchte, einfach die Taste Ctrl halten.

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10 Std. 2 min (70 Videos)
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