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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Der Panoramakopf

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Meist braucht man für ein sphärisches Panorama einen zweiachsigen Panoramakopf, da auch nach oben und unten geschwenkt werden muss. Lernen Sie in diesem Video verschiedene Bauformen und Fabrikate kennen.

Transkript

Wenn wir mal von dem einfachen Fall eines zylindrischen Panoramas ausgehen, wo wir nur eine Bildreihe haben, die am Horizont entlangwandert und die uns dann eine Runde von 0 bis 360 Grad liefert, das würde im Prinzip, wenn wir das jetzt hier mit einem sphärischen Panoramakopf, wie wir ihn hier haben, nachbauen würden, dann würde das einfach so ausschauen, dass man die Kamera praktisch so herumdreht, und die zwei wichtigen Punkte die wir haben, die ein solcher Panoramakopf können muss, das spielt auch hier bei einem sphärischen Panoramakopf natürlich eine Rolle. Wir müssen die Kamera mal ins Hochformat bringen, einfach aus dem Grunde, dass wir in der Vertikalen möglichst wenig verstellen müssen, das heißt, wir kommen in dieser Richtung mit weniger Bildern aus, als in dieser Richtung, das ist einfach schon mal eine ökonomische Geschichte, wir brauchen das nicht so oft verstellen. Beim zylindrischen Panorama ist natürlich der Vorteil, wenn wir nur eine Reihe haben dann haben wir dort den maximalen vertikalen Blickwinkel, der Grund warum wir generell im Hochformat fotografieren. Das ist die erste Geschichte. Das macht ein sphärischer Panoramakopf genauso, Kameras werden immer im Hochformat montiert, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Und das Zweite, was dieser Panoramakopf natürlich können muss ist, er muss die Kamera nach hinten bringen, um den Parallaxenfehler auszugleichen, der dadurch entsteht, wenn wir die Kamera um das Stativgewinde drehen, dann bewegt sich der Vordergrund gegen den Hintergrund, und die Bilder lassen sich nicht mehr montieren, das ist der Parallaxenfehler, und da muss die Kamera nach hinten geschoben werden, weil innerhalb des Objektivs, also hier zum Beispiel etwa in dieser Gegend, dort haben wir einen Punkt, den sogenannten No-Parallax-Point. Wenn sich das Gesamtsystem um diesen Punkt dreht, dann findet keine Verschiebung mehr zwischen Vordergrund und Hintergrund statt, und dieser No-Parallax-Point, der spielt eine wichtige Rolle, wie wir den ermitteln, und das Einstellen das kommt dann später, das schon mal als Vorbemerkung, und deswegen sind die Kameras immer nach hinten orientiert, das heißt, es gibt immer eine Schiene, die nach hinten zeigt, also hier die man dann auch entsprechend einstellen kann, die meisten haben eine Skala drin, oder ich arbeite hier zum Teil mit Anschlägen, und diese beiden Momente, Kamera nach hinten, Kamera ins Hochformat, und das Ganze dann eben, und das ist jetzt was den sphärischen Panoramakopf von einem zylindrischen Panoramakopf unterscheidet, wir müssen um zwei Achsen drehen können, das heißt einmal die senkrechte Achse für den Schwenk in der Horizontalen, und einmal die waagerechte Achse für die Neigung in der Vertikalen, das heißt, die Kamera kann im Idealfall, je nach Kopf, von ganz oben bis nach ganz unten schauen. Das ist jetzt hier etwas wenig flüssig, weil das hier rastet. Und hier kann man also dann praktisch das Ganze einstellen, dass wir auch in der Vertikalen schwenken können. Und das Ganze ist ein ziemliches Präzisionsinstrument, weil natürlich die Genauigkeit, die wir brauchen, für solche Schwenks in einem Bereich unter einem Millimeter liegt, und wir müssen trotzdem natürlich schauen, dass -- die Kamera hat ein gewisses Gewicht, das Ganze ist ziemlich asymmetrisch, das heißt, so eine Konstruktion ist immer hecklastig und sie ist meistens immer rechtslastig, und trotzdem muss das Ding wirklich zentriert hier drüberlaufen, und dadurch, dass das dann schon ziemliche Präzisionsinstrumente sind, daraus resultiert auch ein gewisser Preis für diese ganzen Sachen. Das ist jetzt so ein mittleres Modell, ich habe jetzt hier mal eine Sony A7 drauf, mit einem etwas älteren 24 mm Objektiv plus Adapter, das ist noch nicht besonders schwer, dafür gibt es zum Beispiel hier von Novoflex das Modell VR-System Slim. Das ist so für mittlere Gewichtsklassen gedacht und das Ganze besteht, wie gesagt, aus einem L-Winkel, den kann man hier auch zerlegen, also man kann das hier demontieren und das Ding relativ klein zusammenfalten, ich deute das jetzt mal nur an, und man kann hier die Kamera mit einer Klemme befestigen, also ich mache es dann meistens so, dass ich das im hochkantigen Modus mache, schiebe das mal kurz hoch, um zu zeigen wie das funktioniert. Also, da ist so eine Klemme und die kann man auch verdrehen, so, und das Ganze dann zusammenfalten. Der ganze Winkel, der sitzt auf einer Panoramascheibe, die ist also zum Beispiel mit einer Wasserwaage ausgestattet hier und das Ganze basiert auf diesem Profilschienensystem, also das nennt sich Arca-Swiss, das ist einfach eine Schiene, die haben oben, und/oder unten ein Profil, und das ist meistens 38 mm breit, und dadurch kann man auch Fabrikate verschiedener Hersteller miteinander kombinieren, da komme ich gleich noch mal drauf zurück. Und wenn man das jetzt hier alles zusammensetzt, dann bekommt man also hier ein relativ kompaktes Gerät, mit dem man also mittelgroße Kamera- Objektiv-Kombinationen betreiben kann. Ganz praktisch ist in dem Bereich noch ein Feature, das auch auf diesen Arca-Swiss-Profilen beruht, das ist das sogenannte L-Bracket. Ich habe hier jetzt einen Winkel an der Kamera montiert, der bleibt immer fix dran, der ist passend für die Kamera gemacht, und da gibt es einmal fürs Hochformat und einmal fürs Querformat hier zwei Schienenstücke dran, die haben auch Mitten-Markierungen, und das erleichtert also die Geschichte auch hier präzise zu montieren, das heißt, ich bin auch hier immer genau in der Mitte der Kameraachse, wenn ich das Ganze zusammenbaue. Und hier habe ich zum Beispiel einen Anschlag dran, mit dem kann ich einfach eine bestimmte Distanz einhalten, wenn ich den No-Parallax-Point einmal eingestellt habe, ist das eine relativ betriebssichere Geschichte. Das ist ein Modell, wie gesagt, für die mittlere Gewichts- und Stabilitätsklasse, ich schraube das jetzt mal hier runter, und dadurch dass das eben auf diesem Arca-Swiss-System beruht, kann man eben dann zum Beispiel jetzt von Novoflex Teile anbauen, aber auch andere Sachen, das ist zum Beispiel mal ein bisschen was Schwereres, da ist jetzt mal eine Canon 5D Mark 3 drauf, und hier, das ist schon etwas schwereres Kaliber, Weitwinkel-Zoom hier oder Fisheye-Zoom, und hier habe ich zum Beispiel auch in der Achse für die vertikale Neigung habe ich auch eine Rasterung drin, zum Beispiel die ist jetzt auf 45 Grad +90, -45 und 0 eingestellt, und hier habe ich zum Beispiel, das ist ein großer Vorteil von diesem Arca-Swiss-System, hier habe ich einfach eine Schiene angebaut, die ist jetzt von Sunwayfoto und da passt das auch relativ genau, die sind nicht ganz exakt gleich diese Profile nach diesem Arca-Swiss-Standard, das ist eben, wie gesagt ein Standard, aber keine Norm, und hier passen die aber so, dass zum Beispiel diese Schiene auch wirklich zentriert in dieser Klemme drin sitzt, und das ist sehr sehr präzise, und das ist zum Beispiel ein Teil hier vom VR-System PRO von Novoflex, also das ist schon das größte für schwere Kameras und schwere Objektive. Das kann man einfach mit Sachen von anderen Herstellern kombinieren, und das ist dann auch für große Kameras und schwere Objektive gedacht. Ansonsten gibt es dann in der -- in dem Bereich wo es ein bisschen weiter nach unten geht vom Gewicht her, hier zum Beispiel ein kleines Modell, das ist von Bushman-Panoramic, das ist ganz klein zusammenfaltbar, und das ist zum Beispiel - da habe ich jetzt mal eine Alpha 6000 drauf mit einem kleinen Voigtländer Weitwinkel. Und, das ist so ein leichtes Equipment, das ist hervorragend zum Beispiel für den Rucksack geeignet, und hier habe ich hier unten eine kleine Rastung drin, die kann ich auch verstellen, und das ist also wirklich fast Hosentaschenformat, und es ist trotzdem sehr präzise, solange die Kamera ein gewisses Gewicht nicht überschreitet. Also, das ist ein anderer Ansatz dafür. Das Ding kann ich auch zerlegen, also wenn ich das jetzt hier mal runter gebe, dann kann man diesen ganzen Arm hier auch zum Beispiel noch abschrauben, da ist ein Anschlag dran, so dass das dann auch präzise wiederholbar ist, und das Ding, das passt dann zusammen, wenn man das hier so übereinanderlegt. Ja, da passt das irgendwie fast in die Hosentasche. Also, das ist ein sehr schöner kleiner Panoramakopf, das ist der Gobi von Bushman. Und dann gibt es noch als - ich mache jetzt also wirklich nur so ein paar Beispiele aus dem Markt, der nicht so ganz klein ist. Und das ist zum Beispiel eine Geschichte -- ich schraube das mal nur hier drauf, und damit ich was -- damit das fix ist. Und hier, das ist einfach eine Möglichkeit eine Kamera hier draufzuschrauben. Da sind einfach feste Löcher drin, die sind für eine bestimmte Kamera-Objektiv-Kombination gebaut. Ich kann das Ding hier um diese Achse schwenken, das ist relativ leicht, ganz einfach, und der Vorteil bei diesem System, das ist von PT4Pano, also PT und dann 4 und Pano geschrieben, eine kleine Firma aus Bayern, und die bauen diese Winkel auf Maß, das heißt, ich sage ich habe zum Beispiel dieses 15 mm Voigtländer-Weitwinkel da ist eine Alpha 6000 dran, [inaudible] und dann bohren die die Löcher an der richtigen Stelle und nehmen den Winkel mit der richtigen Breite, und ich muss nur die Kamera draufschrauben, hier gibt es einen Anschlag für das Objektiv, dass das Ding nicht durchkippt, und dadurch, dass es da nichts zu verstellen gibt, ist das System extrem betriebssicher und es ist total leicht und es ist auch relativ preisgünstig. Also, das ist so ein bisschen vom Preis und vom Gewicht her eher so am unteren Ende des Ganzen. Aber alle diese Systeme sind, wenn sie ordentlich konfiguriert sind, einfach sehr sehr präzise.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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