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Grundlagen der Fotografie: Stadtansichten

Der Grazer Uhrturm: Ein Motiv, drei Varianten

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Melanie John erläutert das Beispielbild des Grazer Wahrzeichens und das Panoramabild der Grazer Skyline und erklärt das Setup und die einzelnen Einstellungen.
05:29

Transkript

Den richtigen Standort zu finden, das ist immer wieder eine Frage von Geduld und Kreativität, na ja, eigentlich braucht man immer Zeit. Wir sind jetzt unterhalb des Grazer Uhrturms in einem Garten gelandet, wo ich denke, wir haben einen schönen Vordergrund, unter anderem nicht nur die Blumen sondern auch eine Bank und ich habe mich hier mit der Kamera positioniert, einen tieferen Standpunkt gewählt, da machen wir jetzt einfach mal ein Bild, Blende 11, ich habe auf den Uhrturm fokussiert, und ja, mit einem Hundertstel, sollte ausreichend sein. Jetzt gucken wir uns das Bild an. Ja, das ist schon ganz schön. Das Problem daran ist jetzt, dass man hier Touristen im Bild sieht. Die werden mit einem Hundertstel natürlich festgehalten und letztlich ist es etwas, was ich jetzt nicht so schön finde und ich würde gerne dagegen wirken und wir haben ja nun, Gott sei Dank, noch einige Mittel, um das Ganze auch zu ändern oder noch ein bisschen anzuhübschen. Die Alternative oder das Mittel der Wahl wäre ein Einsatz von einem Graufilter. Ich habe jetzt hier die Möglichkeit zehn Blendenstufen zu reduzieren, die Belichtung und das machen wir jetzt einfach mal. Ich würde jetzt mal 8 Sekunden belichten. Wir schauen uns das Bild mal an. Das dürfte super sein. Lösen wir mal aus. Die 8 Sekunden Belichtung laufen jetzt und der Effekt sollte sein, dass die Touristen, die sich durch den Garten bewegen, nicht mehr sichtbar sind. Das Bild schauen wir uns jetzt mal an. Tatsächlich, natürlich bleiben immer mal einige Touristen stehen, und fotografieren und informieren sich. Da haben wir die Möglichkeit einfach einen dichteren Graufilter zu nehmen, um beispielsweise um 15 Blendenstufen den Lichteinfall zu reduzieren. Damit sollte man dann aber doch alle Touristen aus dem Bild eliminiert haben, ohne dass man ihnen tatsächlich was getan hat. Dann würde ich sagen, schauen wir uns mal nach dem nächsten Standort um und wir gucken mal weiter. Wir haben uns jetzt hier am Grazer Uhrturm noch einmal einen neuen Standort gesucht und ich sitze quasi im Blumenbeet und vis-à-vis ist der Uhrturm von Graz und wir haben einen kleinen Platz, wo sich Leute bewegen, und auch Kinder spielen. Was habe ich gemacht? Letztlich habe ich den Standpunkt wieder so tief gewählt, dass ich im Vordergrund diese Blumen habe, ich weiß nicht wie sie heißen, aber ich finde sie schön und alle Leute, die nicht gerade vor der Kamera stehen, die werden hier auch nicht eingefangen. Jetzt schauen wir mal, ich habe jetzt hier auf den Uhrturm belichtet, beziehungsweise auch fokussiert, mit einer Blende 8 und einer 80stel Verschlusszeit, da der Himmel jetzt so zur Mittagszeit natürlich schon so hell ist, habe ich einen Grauverlauf benutzt um das Ganze ein bisschen ausgewogener zu machen, schauen wir mal, das sieht schon ganz schön aus. Letztlich ist es so, dass das Bild wie eingefroren wirkt und mit einem Graufilter... - wenn jetzt tatsächlich Kinder vorbeilaufen oder auch Touristen - ...dann nehme ich wieder den Graufilter, in diesem Fall jetzt 10 Blendstufen. Da wird der Lichteinfall soweit reduziert, dass ich mal so auf 15 bis 20 Sekunden belichten könnte, schauen wir mal grad, alle anderen Einstellungen bleiben unverändert. Also, ich würde sagen, wir versuchen’s mit 20 Sekunden. Und Power! Dadurch, dass ein bisschen Wind geht, haben wir hier ja auch eine Bewegung in den Blumen. Das mag unter Umständen auch nochmal besonders für das Foto wirken und der statische Turm dahinter bewegt sich ja nicht, die Touristen verschwimmen, indem sie halt durch das Bild laufen und nicht stehenbleiben. Damit haben wir dann das Endergebnis, was mir persönlich schon sehr gut gefällt. Dann schauen wir mal, was wir hier noch für Möglichkeiten haben. Unser nächster Standort hier am Schlossberg ist etwas erhöht. Wir haben einen Aussichtspunkt gefunden, die Perspektive ist nochmal was ganz anderes und ich habe mich entschieden, hier ein Panorama zu machen. Der Uhrturm ist zwar zu sehen, aber nicht im Zentrum des Geschehens, was auch gar nicht immer zwingend sein muss. Ich mache noch ein paar Aufnahmen, und dann schauen wir, wie’s denn auf dem Bild wirkt. Ich habe die Voreinstellung gewählt, das ist hier bei Blende 8, ein 180stel von der Belichtungszeit. Wir sind immer noch, hier zur Mittagszeit, ist der Himmel sehr hell, deswegen habe ich noch einen Grauverlaufsfilter vorher eingesetzt, vor dem Objektiv, damit der Himmel nicht so ausfrisst. Schauen wir mal, wie die Aufnahmen werden. Machen wir jetzt einfach mal mit dem Panoramakopf hier die Aufnahme. Das praktische an diesem Panoramakopf ist, dass er mit den zwei Bohrungen hier, genau auf meine Kamera mit Objektiv abgestimmt ist und ich nur bis zum nächsten Rasterpunkt den Panokopf bewegen muss und auslösen muss. Da hat das Stitching-Programm, in meinem Fall Photoshop, leichtes Spiel. Das fertig gestitchte Panorama zeigt jetzt einen schönen Überblick über Graz und am linken Bildrand ist der Uhrturm zu sehen. Es ist einfach nochmal eine andere Art der Gestaltung und wir haben jetzt hier drei verschiedene Motive aufnehmen können, der Uhrturm, einmal mit der Bank im Vordergrund, dann nochmal ein tiefer Standort mit den Blumen im Vordergrund und hier oben erhöht, einfach nochmal die Aussicht auch noch auf die Grazer Skyline und damit haben wir schon mal von einem Motiv drei verschieden Varianten im Bild festhalten können.

Grundlagen der Fotografie: Stadtansichten

Fotografieren Sie außergewöhnliche Motive in der Stadt. Lernen Sie, wie der richtige Standort, Bildausschnitt und Blickwinkel ein normales Motiv zu einem tollen Foto machen.

1 Std. 2 min (25 Videos)
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