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SQL Server Analysis Services im mehrdimensionalen Modus Grundkurs

Der Cube-Assistent

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Mit dem Cube-Assistenten ist es ganz einfach, Cubes erstellen zu lassen. Dennoch weist dieses Video auch klar auf die Beschränkungen des Assistenten hin und erklärt, wie man ihn dennoch einsetzen kann.
05:26

Transkript

Es ist erstaunlich, aber im Grunde müssen wir für unseren ersten eigenen Cube gar nichts anderes machen, als die wesentlichen Objekte, die wichtigsten Tabellen in unsere Datenquellensicht hereinzuholen und dann den Cube-Assistenten zu starten. Das hört sich überraschend an, aber sehen wir es uns doch einfach mal an und klicken wir einfach mal diesen Assistenten durch. Das ist leicht gemacht, Rechtsklick auf "Cubes", "Neuer Cube" und dann startet der Assistent und wird uns weiterhelfen, wie man jetzt einen Cube baut. Natürlich möchte ich die vorhandenen Tabellen verwenden, deswegen habe ich sie ja hineingeholt und als allererstes fragt er mich, was sind denn die Measuregruppen? Genau genommen will er wissen, was ist die Faktentabelle oder was sind die Faktentabellen in meiner Datenquellensicht? Nun, natürlich weiß ich, weil ich meine Daten schon ein bisschen besser kenne, dass das selbstverständlich die "Reseller-Sales"-Tabelle ist. Die heißt ja im Original auch "Fact Reseller Sales", weil es die Faktentabelle ist und auf der kann man sehr gut eine Measuregruppe aufbauen. Aber schauen wir doch einmal, wenn wir unser Data-Warehouse gar nicht kennen, ob wir vielleicht einen Vorschlag von ihm bekommen können. Und siehe da, der klappt, der ist zum Teil sogar richtig, weil "Reseller Sales" ist in der Tat eine Faktentabelle. "Reseller" ist jetzt aber eine Dimension, das sind ja die Stammdaten, eine Liste aller Wiederverkäufer, die wir haben. Warum nimmt er die da mit hinein? Ganz einfach, er guckt in diese Tabellen hinein und er hat bei "Reseller" eine Spalte gesehen, da ist der Jahresumsatz im Vorjahr des "Resellers", den wir mit ihm gemacht haben, darin, und dann sagt er, das könnte man ja auch als Fakt auswerten. Könnten wir also durchaus auch drinlassen, dann hätten wir zwei Faktentabellen, zwei Measuregruppen, aber das kriegen wir sowieso noch, also schalte ich es jetzt mal aus. Für unseren ersten eigenen Cube reicht es, wenn wir nur "Reseller Sales" als Gruppe haben, so. Und nun ist er ein weiteres Mal über das Ziel hinausgeschossen. Was wir sehen, ist ein Blick in die Tabelle "Fact Reseller Sales" und er hat sämtliche numerische Spalten, alle, die darin sind, als zusätzliche Measures mir hinzugeholt und sagt, "Mensch, mach' doch da keine Zahlen in deinem Cube draus." Und das ist ganz, ganz sicher viel zu viel. Hier oben sehen wir schon einmal, was vollkommen unsinnig ist, nämlich dass er die Schlüsselspalten, die zur Produkttabelle, zur Angestelltentabelle, zur Währungstabelle verweisen, das sind ja auch Integer-Spalten, also versucht er sie uns hier als Measure anzubieten und später würden sie summiert werden. Völliger Blödsinn, nicht machen! Oder so eine interne Revisionsnummer, auch totaler Quatsch, sollte alles weg. Um ehrlich zu sein, hat er sich wirklich hier derartig den Mund vollgenommen, dass wir eigentlich ruhig alles ausschalten können und darüber nachdenken, was sinnvolle Measures sind. Zum Beispiel hier eine Stückzahl, das ist sinnvoll. Oder hier den Umsatz, der ist sinnvoll. Oder wie viele Steuern wir bezahlt haben oder wie viele Frachtkosten es gewesen sind. Man wundert sich manchmal über diese letzte Kennzahl in der Reihe, denn die würde man auch bei langem Suchen nicht in der Tabelle finden. Man wundert sich ja auch schon deshalb, dass das deutsche Wort "Anzahl" dahintersteht. Das ist ein sogenanntes "Count Measure", das ist eine berechnete Spalte, die er standardmäßig hinzufügt und die uns einfach sagen würde, wie viele Bestellpositionen, sind ja hier Reseller Sales, wie viele Bestellpositionen wären das? Und das wie gesagt kann ich drinlassen, lasse ich mal lieber weg, weil mit der Namensbenennung "Anzahl" ist es doch sehr, sehr ungewöhnlich und passt da nicht hinein. Übrigens könnte man, wenn einem Benennungen nicht gefallen, schon an dieser Stelle hineingehen und sagen, "Moment mal, das ist jetzt aber nicht so schön," weil "Sales Amount", "Tax Amount" – dann sollte da wenigstens überall "Amount" dahinterstehen und an dieser Stelle auch schon eine kleine Umbenennung gegenüber der Datenquellensicht vorsehen. Natürlich hätte man das auch vorher in der Datenquellensicht machen können. So, jetzt ist er in die anderen verbliebenen Tabellen gegangen, die irgendwie mit "Reseller Sales" verbunden sind, und schaut nach, ob er da nicht Dimensionen daraus machen kann. Und das kann er natürlich: Tabelle "Promotion", gute Idee, Tabelle "Reseller", Tabelle "Data", das "Sales Territory" – fantastisch. Nur das letzte, das ist wieder ein bisschen zu weit gegangen. Da will er doch wirklich eine Dimension aus unserer Faktentabelle machen. "Reseller Sales" ist ja wie gesagt die Tabelle mit den einzelnen Bestellpositionen, das war also keine gute Idee. Man hätte das natürlich tun können, aber es ist eigentlich eine sehr begrenzende Geschichte, denn irgendwann wird eine Faktentabelle typischerweise einfach viel zu lang, um als Dimension verwaltet zu werden. Es macht auch gar keinen rechten Sinn, also in dem Fall einfach wieder ausschalten, wenn er – und das will er jedes Mal machen, wenn er eine Dimension auf der Faktentabelle bauen will. So, gehen wir weiter. Und jetzt sieht man eigentlich sogar schon richtig, na ja, einen schicken ersten Cube. Er hat eine Measuregrupppe, die heißt "Reseller Sales", weil sie aus der "Fact-Reseller-Sales"-Tabelle kommt. Wir haben vier Measures definiert. Wir haben drei Dimensionen, die auch sehr ordentlich aussehen, nur der Cubename ist ein bisschen hässlich, also nennen wir den doch einmal "Adventure Works DW Cube", um die Sache klar zu machen, und "Fertig stellen". Das war's, so einfach kann es sein. Es hat sich dann auch noch gar nicht so viel verändert, außer, dass hier die Farben sich ein wenig angepasst haben in unserer Datenquellenansicht, Das ist dieselbe Datenquellensicht, aber jetzt ist farblich markiert, was eine Faktentabelle ist, nämlich die "Reseller Sales", und was eben Dimensionstabellen sind, "Reseller", "Data", "Sales Territory". Damit haben wir mithilfe des Cube-Assistenten wirklich und wahrhaftig einen ersten eigenen Cube gebaut.

SQL Server Analysis Services im mehrdimensionalen Modus Grundkurs

Lernen Sie eigene OLAP-Cubes und -Lösungen mit dem multidimensionalem Modus der SQL Server Analysis Services zu erstellen.

3 Std. 57 min (54 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.04.2017

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