Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Der Bräutigam

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Auch der Bräutigam muss sich anziehen und vorbereiten. Am Beispiel dieser Situation erfahren Sie, wie Sie mit dem passenden Objektiv auch in kleinsten Räumen tolle Fotos zaubern.

Transkript

So, dann kommen wir jetzt zur Vorbereitung vom Bräutigam. Wie so oft macht er sich im kleinsten Raum des ganzen Hauses fertig, ungesehen von seiner Braut. Dennoch, Dirk hier bei uns, wird mit Sicherheit sein Bestes geben, nachher genauso hübsch auszusehen wie die Braut, damit das ganze auch funktioniert. Ich habe mich für das 24-70 entschieden. Trotz dessen, dass wie einen extrem kleinen Raum haben, wollte ich nicht das 14-24 nehmen, um die Verzerrung eben gar nicht erst mit dem Bild zu haben, bei Close-ups auch entsprechend dran zoomen zu können und einfach mal zu gucken, was trotz dessen, dass wir hier, ich weiß nicht, 3, 4, 8 Quadratmeter, keine Ahnung haben, was alles geht. Fangen wir mal einfach an. Als Allererstes sehe ich schon, hier vorne an der Ecke, hat der Dirk seine ganzen Utensilien hingelegt. Die nehme ich mir ins Bild, auch so, dass ich mit recht viel Unschärfe arbeite. Das sind immer wunderschöne Details, die man nachher in Büchern oder dergleichen verwenden kann und die dem Brautpaar auch einfach Spaß machen, weil auch diese Details gehören einfach zum Tag dazu. Jetzt ist der Dirk schon dabei, sich die Hemdsärmel zuzumachen.  Das ist ein klassisches Bild, was auch auf jeden Fall in jede Hochzeitsreportage reingehört. Meistens zittern die Hände dabei. Der Dirk ist ganz ruhig, ich bin ganz begeistert. Machst du gut, als hättest du es schon mal getan. Da kriege ich ein Lächeln, das ist auch gut. In einem kleinen Raum bietet es sich wirklich an, den Spiegel auch zu nutzen, aufzupassen, dass man selber nicht mit im Bild ist. In den Spiegel hinein zu fotografieren macht wirklich Sinn. Man bekommt ganz, ganz tolle Aufnahmen hin, man kann sehr detailreich nur auf die Manschettenknöpfe gehen, man kann ins Gesicht gehen, immer ein Stück weit vom Spiegel mit drin haben, oder ganz bewusst ihn nicht drin haben. Es sind nachher außergewöhnlich schöne Bilder, die man einfach auch schön mischen kann. Jetzt sind wir schon beim Plastron angekommen. Da ist es wieder, das typische Dirk-Gesicht. Wer ihn ein wenig kennt oder später werdet Ihr ihn ja kennen, wenn Ihr all die Bilder dann zusammen seht, der weiß, dass das dazugehört. Und auch da solltet Ihr drauf achten, dass er von den Brautleuten  typische Bilder bekommt. Nicht nur Bilder, die Ihr jetzt vielleicht schön findet, sondern die den Brautpaaren entsprechen. Der Dirk ist ein recht lustiger Typ. Im Normalfall würde er mich wahrscheinlich mit dem Föhn jetzt erschießen oder dergleichen. Das darf da drauf sein. Die Braut wird sich genau darüber freuen. Das ist mit Sicherheit auch einer der Gründe, warum Sie ihn auch heiratet, oder? Du sagst ja gar nicht "Ja". Sehr schön, Prima! Gürtel? Sind wir fertig? Jackett holen?  Auch das passiert häufiger: Das Jackett hängt noch im Raum von der Braut. Das hole ich jetzt, damit der Dirk sich hier umziehen kann und eben nicht in die Verlegenheit kommt, seine Braut zu sehen. So, junger Mann. Geht es weiter? Perfekt. Sehr schön. Also auch das ist auf einer Hochzeit sehr häufig, dass man als Fotograf einfach nicht nur Fotograf ist, sondern einfach auch "Mädchen für alles" und das ist gut so, zum einen ist die Nähe zum Brautpaar gegeben dadurch und zum anderen werden viele Abläufe leichter. Die Brautpaare heiraten zum ersten Mal. Viele Sachen sind denen überhaupt nicht klar, wie das Ganze vonstatten geht. Für uns ist es natürlich viel einfacher, demzufolge auch einfach mal eben schnell die Jacke, den Gürtel, die Schuhe, was auch immer zu holen. Da warst du schneller als ich. Sehr schön, Prima! Schick schaust du aus junger Mann. Und freust dich? Ein bisschen aufgeregt. Ein bisschen aufgeregt? Ja, das darf auch so sein. Das erwarten wir ja. Meine erste Hochzeit. So, jetzt wollen wir mal schauen, ob wir das mit Jackett in diesem kleinen Raum auch hinbekommen. Sehr schön, Prima! Auch hier ist es wichtig, dass wir häufig die Position verändern. Sehr tief unten Aufnahmen machen, von sehr weit oben, um die Ecke gehen. Einfach um besondere Blickwinkel einzufangen, einfach andere Bilder, als die, die man sieht, wenn man durch die Tür hereinkommt. Den kleinen Raum voll ausnutzen. Ich habe meine Bilder und ich überlasse jetzt dem Dirk auf jeden Fall wieder das Feld.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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