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VMware vSphere 6 und vCenter: Netzwerke

Der Aufbau eines vSphere-Netzwerks im Überblick

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Lassen Sie sich in diesem Video von Thomas Joos die grundlegenden Einstellungen vermitteln, die für einen Aufbau eines vSphere-Netzwerks und seine Verbindung zum physischen Nezwerk erforderlich sind.
10:35

Transkript

In diesem Video gebe ich Ihnen einen Überblick zu den verschiedenen Netzwerkeinstellungen, die Sie in ESXi vornehmen können, beziehungsweise berücksichtigen müssen. Zunächst geht es bei der Netzwerkanbindung der einzelnen vSphere Hosts darum, dass Sie Ihre einzelnen Hosts im Cluster angebunden haben und für jeden Host gibt es physische Netzwerkadapter, die mit der physischen Hardware des jeweiligen Hosts verbunden sind. Diese verwalten Sie über die Registerkarte "Konfiguration" mit dem Menüpunkt "Netzwerkadapter". Hier sehen Sie die einzelnen physischen Netzwerkadapter, die mit dem Netzwerk verbunden sind. Das Ganze sollten Sie natürlich für alle Ihre Hosts überprüfen. Das heißt, stellen Sie zunächst sicher, dass die physischen Netzwerkadapter mit dem jeweiligen Hosts verbunden sind. Im vSphere Client finden Sie darüber hinaus den Bereich "Netzwerk". Hier sehen Sie die vorhandenen Standard-Switches auf dem Server, das heißt, hier verwalten Sie die Verbindung der physischen Netzwerkadapter mit dem jeweiligen virtuellen Netzwerk. In vSphere6 haben sie darüber hinaus noch die Distributed Switches. Distributed Switches sind Switches, die sich die Netzwerkadapter mehrerer Hosts teilen zu einem virtuellen Netzwerk, das sich über mehrere verschiedene virtuelle Hosts spannt. Der Vorteil der Distributed Switches besteht darin, dass Sie diese zentral verwalten können und innerhalb von vCenter alle Hosts anbinden können. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Distributed Switches den Standard-Switches überlegen sind, die Standard-Switches sind dann sinnvoll, wenn Sie wirklich nur die Switches lokal auf den einzelnen Servern verwalten wollen. Über den Menüpunkt "Netzwerk" finden Sie auf der Registerkarte der Konfiguration auf der rechten Seite auch noch die beiden Menüpunkte "Eigenschaften" und "Netzwerk hinzufügen". Über "Eigenschaften" können Sie festlegen, dass die Netzwerkverbindung, die Sie konfiguriert haben, auch IPv6 unterstützen. Das ist standardmäßig der Fall. Wenn Sie IPv6 nicht unterstützen möchten, können Sie hier die Funktion deaktivieren, müssen dann aber den Host neu starten. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Wenn Sie IPv6 aktivieren wollen, dann müssen Sie nach dem Setzen dieser Option ebenfalls den Host neu starten. Interessant wird es über den Menüpunkt "Netzwerk hinzufügen". Hier können Sie lokal für diesen Host hier ein neues Netzwerk konfigurieren, dass auf der physischen Netzwerkkarte, oder den physischen Netzwerkkarten des Hosts aufbaut. Es erscheint ein Assistent, und in dem Assistent haben Sie jetzt die Möglichkeit, zum einen ein virtuelles Netzwerk für virtuelle Server auf dem Host zu definieren oder ein virtuelles Netzwerk für den VMKernel. VMKernel-Netzwerke sind Netzwerke, welche Funktionen in vSphere steuern, die das Netzwerk benötigen, zum Beispiel vMotion, die iSCSI-Anbindung, NFS oder die Verwaltung der Hosts. Wenn Sie jetzt zum Beispiel hier in diesem Assistenten VMKernel auswählen, können Sie zunächst jetzt auswählen, ob Sie einen vorhandenen Switch verwenden möchten oder ob Sie eine neue vSphere Standard-Switch erstellen wollen. Die Distributed Switches können Sie nicht für einzelne Hosts erstellen, sondern die Distributed Switches werden auf Basis von VCenter erstellt, denn die Verwaltung erfolgt ebenfalls über vCenter. Das heißt, wenn Sie keinen vCenter im Netzwerk einsetzen, können Sie auch keine Distributed Switches einsetzen. Hier kann ich jetzt also festlegen, dass ich einen neuen Standard-Switch erstellen möchte. Ich kann jetzt festlegen, wie denn der Kernel benannt werden soll, also die Netzwerk-Bezeichnung. Standardmäßig wird jetzt hier "VMKernel" verwendet. Ich kann auf Wunsch hier eine VLAN-ID festlegen, und jetzt kann ich festlegen, auf welcher Basis dieser VMKernel-Netzwerkadapter verwendet werden soll. Entweder für vMotion, für die Fault Tolerance-Protokollierung oder für den Verwaltungsdatenverkehr, das heißt, zur Verbindung über den Web Client oder den vSphere Client. Im unteren Bereich sehe ich dann die physischen Netzwerkadapter, die mit dem Netzwerk verbunden werden können. Hier sind natürlich jetzt keine Netzwerkadapter mehr verfügbar, d. h. ich kann jetzt hier auch keinen Adapter erstellen. Das spielt aber keine Rolle, wenn ich hier zum Assistenten zurückgehe könnte ich jetzt hier zum Beispiel "Virtuelle Maschine" auswählen. Hier kommt der gleiche Assistent. Das heißt, ich kann hier einen neuen Standard-Switch erstellen, und kann jetzt hier ebenfalls Einstellungen vornehmen, natürlich nicht so viele, da ich hier den Adapter dann lediglich für den Netzwerkverkehr der virtuellen Server nutze, nicht für die Systemdaten. Wenn ich mir jetzt hier die Standard-Switch anschaue, die ich hier bereits auf diesen Host verfügbar habe, sehen Sie gibt es hier zwei verschiedene sogenannte Portgruppen. Portgruppen definieren die logische Grenze von virtuellen Netzwerken in vSphere. Das heißt, über Portgruppen definiere ich, welche Aufgabe hat denn dieses virtuelle Netzwerk in Verbindung mit dem physischen Adapter. Hier in diesem Server gibt es den physischen Adapter "vmnic0". Und hier gibt es die beiden Portgruppen. Zum einen für die virtuellen Server. Sie sehen hier auch, welche virtuellen Server das Netzwerk hier nutzen. Und gleichzeitig wird dieser physische Netzwerkadapter auch von diesem VMKernel-Port zur Verwaltung benutzt. Rufe ich hier die Eigenschaften auf, kann ich hier verschiedene Einstellungen bezüglich des Netzwerks vornehmen. Zunächst kann ich hier oben auf den Registerkarten umschalten, zwischen der virtuellen Konfiguration des Netzwerks. Ich kann festlegen, welche Netzwerkadapter ich verwenden möchte. Hier ist auf diesem Server nur ein Netzwerkadapter verfügbar. Über "Bearbeiten" könnte ich jetzt noch die Geschwindigkeit festlegen, wenn ich das ganze hier manuell konfigurieren möchte. Ich könnte hier einen Adapter hinzufügen, wenn ich einen zusätzlichen Adapter hier im Netzwerk verfügbar hätte oder im Server eingebaut hätte, um ihn einzubinden. Und ich kann einen Adapter natürlich entfernen. Über "Ports" lege ich jetzt fest, zum einen, die virtuellen Switch-Einstellungen. Hier gibt es jetzt die Einstellungen für die Portgruppe zur Anbindung der VMs. Ich kann auch hier auf "Bearbeiten" klicken und kann jetzt hier verschiedene Einstellungen vornehmen. Zum einen kann ich die Netzwerk-Bezeichnung ändern, ich kann eine VLAN-ID vorgeben, ich kann die Sicherheit konfigurieren, d. h. den "Promiscuous"-Modus, die MAC-Adressänderung oder gefälschte Übertragungen aktivieren oder deaktivieren, und ich kann verschiedene Netzwerk-Einstellungen vornehmen, die eben auf Basis von vSphere zur Verfügung stehen. Diese Einstellungen hier gelten dann nur für das virtuelle Netzwerk, der virtuellen Server, welche diesen Netzwerkadapter nutzen. Das Ganze geht natürlich hier auch für das Management-Netzwerk. Auch hier kann ich über "Bearbeiten" Einstellungen vornehmen. Ich kann hier die IP-Einstellungen vornehmen, also die IP-Adresse hier dieses Hosts, mit dem dieser an den vSphere-Host angebunden ist, und hier eben weitere Einstellungen. Wichtig ist, für die Konfiguration der Netzwerke und das Verständnis der Netzwerke, dass Sie sich anhand der Registerkarte "Konfiguration" einen Überblick über Ihre einzelnen Hosts verschaffen. Welche physischen Netzwerkadapter sind überhaupt verfügbar, und über den Bereich "Netzwerk", wie können Sie diese Netzwerkadapter verwalten. Auf Basis von vCenter stehen Ihnen aber noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Wenn Sie hier über die Bestandsliste sich die Anzeige der Netzwerke nach vorne holen, sehen Sie zum einen Ihre einzelnen Standard-Switches, die auf den einzelnen Servern zur Verfügung stehen, und Sie sehen hier auch die Distributed Switches. Distributed Switches sind sogenannte verteilte Switches, welche die Netzwerkadapter der einzelnen Hosts im Netzwerk dazu nutzen, dass sie die Netzwerkanbindung Ihrer virtuellen Server und der VMKernel-Einstellungen zentral mit einer Distributed Switch steuern. Sie können hier in vCenter Einstellungen ändern bezüglich der Datencenter. Sie können hier auf Basis des Datencenters, das Sie hier haben, neue Distributed Switches erstellen, das geht nur bei der Anbindung an vCenter. Sie können Netzwerke migrieren, Sie können hier für die verteilten Switches Hosts hinzufügen, d. h., Sie legen fest, welche Hosts in meinem Cluster werden denn an diese verteilte Switch angebunden. Sie können die Hosts, die angebunden sind, verwalten. Sie können neue Portgruppen erstellen, also definieren, welche Netzwerkfunktionalität steht über diese Distributed Switch zur Verfügung, also Netzwerke für virtuelle Server oder VMKernel-Netzwerke, zum Beispiel vmotion oder eben zur Verwaltung. Sie können die vorhandenen Portgruppen verwalten. Sie können die Einstellungen der verteilten Switch erweitern. Hier können Sie ebenfalls Einstellungen vornehmen, die für normale physische Netzwerkkarten zur Verfügung stehen, und eben alle diese Einstellungen für die einzelnen Hosts. Ich fasse noch einmal zusammen. Netzwerke in vSphere unterscheiden sich generell in drei verschiedene Konfigurationen. Zunächst konfigurieren Sie für die einzelnen Hosts auf der Registerkarte "Konfiguration" die tatsächlich vorhandenen physischen Netzwerkadapter und deren Einstellungen. In der Konfiguration der Hosts können Sie darüber hinaus über den Menüpunkt "Netzwerk" die Standard-Switches konfigurieren. Das sind die virtuellen Switches, die an den jeweiligen vSphere-Host gebunden sind. Und Sie können über vCenter mit den verteilten Switches konfigurieren, dass die einzelnen Virtualisierungshosts mit einer zentralen virtuellen Switch angebunden sind und an diese virtuellen Switches werden wiederum die physischen Netzwerkadapter der einzelnen Hosts angebunden.

VMware vSphere 6 und vCenter: Netzwerke

Lernen Sie, wie Sie virtuelle Netzwerke mit vSphere 6 und ESXi 6 konfigurieren.

2 Std. 11 min (13 Videos)
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Erscheinungsdatum:23.11.2016

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