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Grundlagen der Webprogrammierung: Basiswissen

Der Aufbau einer Internetadresse

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Es gibt Dinge, mit denen wir tagtäglich umgehen und die wir kaum noch wahrnehmen, zum Beispiel die seltsame Struktur einer Internetadresse, der URL. Nehmen Sie sich also etwas Zeit und schauen Sie sich genauer an, wie eine URL eigentlich aufgebaut ist.

Transkript

Es gibt Dinge mit denen wir tagtäglich umgehen und die wir kaum noch wahrnehmen. Zum Beispiel die seltsame Struktur einer Internet Adresse der URL. Nehmen wir uns also etwas Zeit und schauen uns genauer an, wie eine URL eigentlich aufgebaut ist. URL ist die Abkürzung für Uniform Resource Locator. Das könnte man nun etwa mit einheitlicher Quellenanzeiger übersetzen, aber das ist noch ein wenig unhandlich, bleiben wir also lieber einfach bei URL. Eine URL ist gewissermaßen eine Pfadangabe zu einer bestimmten Resource auf einem Server. Die Notation ist streng formalisiert, und die Formalisierung sorgt dafür, dass ein Server ganz genau erkennen kann, welche Resource angefordert wird, und wo er sie findet. Eine Resource einer URL ist üblicherweise eine Webseite oder eine Datei. Es kann sich aber auch um den Zugriff auf ein Mail-Programm oder das Dateisystem des Servers handeln. Werfen wir einmal einen genauen Blick auf eine typische URL, wie etwa "http://www.lynda.com". Im ersten Teil der URL wird das Protokoll angegeben, dass für ein Datenaustausch benutzt werden soll. In diesem Fall werden also die Daten über HTTP angefordert. Es folgt von zwei Schrägstrichen eingeleitet, der Ressourcen-Name. Die beiden Schrägstriche gehören nicht wirklich zum Namen, sind aus normalen Gründen notwendig, wir können sie hier einfach mal ignorieren. Der Ressource-Name besteht aus verschiedenen Teilen, die jeweils mit einem Punkt getrennt werden. In diesem Beispiel ist das "www" die Subdomain, und "lynda" die eigentliche Domain. Bei der Auflösung dieser Domain in eine IP Adresse, kommt das Domain Name System ins Spiel, dass Sie bereits kennen gelernt haben. Das abschließende "com" ist schließlich die Top-Level-Domain. Es gibt weit über 200 verschiedene Top-Level-Domains. Die bekanntesten sind eben com, etwa org, net, idu, de oder auch at. Diese Top-Level-Domains werden von den Nameservern verwaltet, die der Browser kontaktiert, wenn er eine bestimmte Internet Adresse in eine IP-Adresse auflösen will. In vielen Fällen ist "www" die Standard Subdomain und muss nicht zwingend eingegeben werden. Sie erreichen die Website von Lynda, also auch mit der einfachen Eingabe von "lynda.com", ganz ohne "www". Das ist natürlich sehr einfach, und funktioniert in vielen Fällen auch, aber ob diese Abkürzung wirklich funktioniert, hängt von der Konfiguration des Web Servers ab. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollte Sie die Subdomain immer explizit angeben. Was genau ist eigentlich eine Subdomain? Vereinfacht gesagt, können Sie die Subdomain als Verzeichnis auf dem Web Server vorstellen, in dem Sie Ihre Web Inhalte verwalten, und denen der Administrator der Seite eine eigene Adresse zugewiesen hat. An oberster Stelle steht das Root Verzeichnis, dass verschiedene Verzeichnise wie www, ftp oder auch video enthält. Damit ist es möglich verschiedene Inhalte auf dem Server sauber zu trennen und entsprechend sauber zu adressieren. Diese Subdomains können vom Adminstrator des Servers ganz nach Gusto eingerichtet werden. Es ist zum Beispiel möglich Webseiten einer Subdomain namens Web, oder auch in einer Domain namens ftp oder, wenn Sie auch wollen, in einer Domain wie "firlefanz" zu hinterlegen, aber es ist keine wirklich gute Idee. Am besten halten Sie sich an die üblichen Standards und verwalten Ihre Webseiten in der Subdomain "www". Schauen wir uns noch einmal die URL etwas genauer an. Die hat nämlich noch sehr viel mehr zu bieten, als wir bislang erkundet haben. Wie schon erwähnt, ist eine URL nichts anderes, als eine Pfadangabe zu einer bestimmten Datei oder Resource auf dem Server. Bislang haben wir hier aber noch überhaupt keine Datei angegeben. Wir haben lediglich unsere Domain, unsere Top-Level-Domain und unsere Subdomain. Woher weiss der Server also, welche Datei wir angefordert haben, wir sehen ja trotzdem hier eine Webseite. Nun ist es ganz einfach, viele Webserver sind so konfiguriert, dass Sie eine Standard Datei schicken, wenn keine Datei explizit angegeben wird. In diesem Fall, werden halt Dateien, wie etwa "index.html" oder "index.php" geschickt. Wenn wir also "lynda.com" einfach so aufrufen, dann schaut der Server nach, hat keine Datei, die er schicken soll, schickt die Standard Datei, und das ist die Startseite von "lynda.com". Nun ist der gesamte Inhalt von "lynda.com" natürlich nicht im Root Verzeichnis organisiert, sondern in Unterordnern und verschiedenen Verzeichnisen, auf die wir halt zugreifen, indem wir sie an die URL anhängen, und zwar mit einem Schrägstrich getrennt. Ich gebe einmal hier "support" ein, setze nochmal einen Schrägstrich und greife jetzt so auf das Verzeichnis Support auf dem Server lynda.com zu. Ich gebe wieder keine Datei an. Das heißt, der Server schickt dann die Standard Datei, das wäre wieder die Startseite vom "support" Verzeichnis, also eine "index.html" oder "index.php". Drücke jetzt mal Return. Sie sehen die Support-Seite wird geladen. Ich kann jetzt hier eine Datei spezifizieren, die wird dann auch angehängt mit einem Schrägstrich. Nehmen wir mal die Datei "faq.aspx", das ist also eine Datei auf dem Server, im Verzeichnis "support", bei "lynda.com". Drücke wieder Enter oder Return, und habe jetzt im "support" Verzeichnis nicht mehr die Startseite "Index", sondern die Seite "faq.aspx". Diese Art von Verzeichnissen oder Angaben werden Sie wahrscheinlich von Ihrem Computer kennen. Auf ganz ähnliche Weise organisiert ja der Finder auf Mac oder der Explorer unter Windows, den Zugriff auf Dateiverzeichnisse. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten einer URL. Sie können über eine URL auch Parameter an den Web Server übergeben, mit denen der Server dann irgendetwas macht. Standard Beispiel ist also eine Suche auf dem Server. Ich habe hier ein Suchfeld. Suche da mal nach dem Begriff Web Design. Klicke hier also auf Search, und erhalte nun die Suchergebnisse zu Web Design. Was uns aber hier jetzt interessiert, ist die URL, wie die URL sich verändert hat. Wir sind jetzt hier im Search-Verzeichnis, und dann kommt ein Fragezeichen. Dieses Fragezeichen markiert halt, alles was jetzt kommt, sind Parameter, die wir vom Browser an den Server schicken. Das "q" steht für question oder query, das heißt wir werden eine Suchanfrage abschicken, und der Wert den wir übergeben, ist der Begriff Web und Design, die beiden Begriffe zusammen. Und man kann das ganze hier oben jetzt auch manipulieren. Wenn ich jetzt zum Beispiel mal sage "Web und Developer", dann werden Sie feststellen, der Inhalt ändert sich, und die Suchanzeige wird aktualisiert. Sie können diese Parameter also hier oben jederzeit manipulieren, das können Sie machen. Oder wenn Sie eine Webseite bauen, die mit solchen Parametern arbeitet, denken Sie immer daran, dass der Anwender diese Parameter sieht, und diese Parameter auch manipulieren kann. Natürlich werden solche Parameter nicht vom User selber eingegeben, es sei denn, er will Ihre Site hacken oder Ihnen einen kleinen Streich spielen, sondern dafür werden üblicherweise hier Formular Angaben benutzt, in die wir dann halt beliebige Begriffe eingeben können. Also nehmen wir mal "Web Programming". Wir geben die Sucher an den Server und sehen dann hier oben, hat sich auch die Suchabfrage geändert. Sie sehen also, URLs sind doch sehr viel komplexer und leistungsfähiger, als auf den ersten Blick scheint. Man könnte auch ganz kurz sagen, ohne eine URL, und ihre vielfältigen Möglichkeiten, würde das Internet ganz einfach nicht funktionieren.

Grundlagen der Webprogrammierung: Basiswissen

Lernen Sie die wichgsten Technologien und Begriffe des World Wide Web kennen und sehen Sie, wie Sie sie selbst anwenden können.

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