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Fotografieren mit der Lochkamera

Der Absolutismus der Lochkamera

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Absolutismus – der Begriff, der eher in geschichtlichem Zusammenhang verwendet wird, gilt auch hier: Die Besonderheit der Lochkamera ist ihre absolute Schärfentiefe.
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Transkript

Den Begriff des Absolutismus kennen Sie wahrscheinlich eher aus geschichtlichen Zusammenhängen. Trotzdem kann man diesen Begriff natürlich auch auf das Arbeiten mit einer Lochkamera übertragen, denn auch hier findet er eine Anwendung. Jetzt fragen Sie sich: Wo? Was hat das mit Absolutismus zu tun? Ganz einfach. Wenn ich ein Foto mache mit einer Lochkamera, in diesem Fall mit dieser digitalen Lochkamera, dann reicht meine Schärfe, mein Schärfebereich, direkt vom Loch bis in die Unendlichkeit, oder wie in diesem Fall, wenn wir dieses wunderschöne kleine Gummiball-Stillleben hier fotografieren, vom Loch bis hier zum Stillleben. Das ist was wirklich ganz besonderes, denn Sie kennen das von normalen Objektiven, die haben ein Schärfebereich. Je länger das Objektiv ist, je länger die Brennweite ist, desto normalerweise geringer wird diese Schärfebereich. Je dichter Sie an einem Objekt dran sind, auch das verringert den Schärfebereich. Sie kennen das von Makroaufnahmen. Hier ist es aber anders, hier reicht egal mit welcher Brennweite, also mit welchem Abstand zwischen Loch-Objektiv und Chip Sie fotografieren und egal wie weit das Objekt oder Ihre Szene entfernt ist, die Schärfe ist immer 100 %, also so weit die Schärfe einer Lochkamera eben Schärfe sein kann. Wir gucken uns mal an, was das bedeutet. Ich mache mal genau diese Aufnahme hier Erstmal werden Sie sagen, nicht so wahnsinnig besonders. Das ist alles scharf, wir gucken uns das trotzdem mal an. Ich fotografiere jetzt mit ISO 51200, das heißt, wir brauchen hier keine besondere Ausleuchtung und ich mache mal genau dieses Bild. Wie Sie sehen können, funktioniert das ganz gut. Ist also alles da. Alles so scharf, wie es üblicherweise bei einer Lochkamera eben aussieht. Und jetzt, jetzt mache ich das, was man eigentlich nicht tun darf, was Sie eigentlich vermeiden wollen unbedingt und auch vermeiden sollten, ich halte meine Kamera verkehrt, ich halte sie so, dass mein Finger direkt hier vorne am Loch sich befindet und mache die gleiche Aufnahme nochmal oder eine sehr ähnliche Aufnahme, so. Musste man das ganz gut sehen. Natürlich wollen Sie normalerweise nicht Ihren eigenen Finger fotografieren, jetzt, wo es aber schon mal passiert ist, schauen wir uns dieses Bild mal an. Dann sehen Sie, dass man nicht nur den Finger als, wie man das vielleicht erwarten würde, unscharfen Klops im Vordergrund sieht, sondern Sie können sogar die Fingerabdrücke erkennen. Ich bin mit dem Finger ungefähr 1 Millimeter vom Loch entfernt gewesen. Wäre ich einen halben Millimeter, einen viertel oder noch dichter dran gewesen, würde man trotzdem immer noch die Details der Haut erkennen können. Das ist diese absolute Schärfe, mit der eine solche Kamera arbeitet. Wo wir schon dabei sind an den Charakteristika einer Lochkameraufnahme, noch was dazu. Sie werden feststellen, dass wenn Sie mit kurzen Brennweiten arbeiten, spricht mit kurzem Abstand zwischen Lochblende und Chip, dass Sie eine relativ starke Vignettierung bekommen. Wenn sie natürlich hier beispielsweise einen Konverter dazwischen schalten, also etwas, was den Abstand vergrößert, dann verschwindet diese Vignettierung. Eigentlich sagt man, Vignettierung möchte man nicht haben, sie ist schlecht, weil die Ausleuchtung sollte über das gesamte Bildfeld immer gleich sein. Das gilt für Objektive, das gilt aber definitiv nicht für die Lochkamera. Dort ist diese Viggnette quasi der Ausweis dafür, dass Sie mit Analogkamera gearbeitet haben und da, zumindest meiner Meinung nach, kurzen Brennweiten immer besser aussehen als die langen Brennweiten es ist sogar so was wie eine Zierde. Ich finde es toll, ich mag diese Vignettierung sehr gerne und finde es schön und sogar wünschenswert, wenn mein Hauptmotiv so langsam in die Unschärfe geht und nach außen hin dann tatsächlich ins Schwarz wegdriftet. Also wenn Sie das sehen, wenn Sie das feststellen, das muss so sein, das ist kein Unfall, das soll ruhig so aussehen.

Fotografieren mit der Lochkamera

Erfahren Sie, wie eine Lochkamera funktioniert. Von der Konstruktion über die Film-Entwicklung bis zur digitalen Nachbearbeitung erfahren Sie, wie Bilder "ohne Objektiv" entstehen.

2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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