Computerstrafrecht

Datenveränderung, § 303a StGB

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Werden fremde Daten bzw. EDV-Systeme zwar nicht beschädigt, aber in anderer Weise manipuliert, so kann dies eine strafbare Datenveränderung sein.

Transkript

Die illegale Datenveränderung im Sinne von Paragraph 303a StGB ist ein klassisches Cybercrime-Delikt. Der Gesetzestext ist eher kurz und lautet wie folgt: Wer rechtswidrig Daten löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Zielrichtung dieser Norm ist der Schutz von Daten und Informationen sowie das Interesse an der unbeeinträchtigten Verwendung von gespeicherten Daten. Laut Tatbestand Sie die folgenden Punkte entscheidend: Daten, unmittelbares Nutzungsrecht eines Dritten, rechtswidrige Tathandlung. Was genau als Tathandlung in diesem Sinne anzusehen ist, wird auch relativ klar formuliert, nämlich das Löschen, Unterdrücken, Unbrauchbarmachen oder Verändern von Daten. Was aber genau zählt als Daten im Sinne von Paragraph 303a StGB? Hier geht es zum Beispiel um Briefe, Tagebücher, persönliche Notizen et cetera. Unabhängig davon, ob eine Speicherung in Papier- oder in Dateiform erfolgt. Beispiele für eine Tat gemäß Paragraph 303a sind das Einschleusen von Viren in fremde EDV-Systeme, das Cracken geschützter Software, also die Überwindung von Kopierschutzmaßnahmen, oder gegebenfalls auch virtuelle Sitzstreiks, bei den massiven Zugriffe auf einer Internetseite erfolgen, zum Beispiel in Form von DDoS-Attacken, und dadurch eine Serverüberlastung verursacht wird, sodass auch der Webseitebetreiber selbst nicht mehr darauf zugreifen kann. Als Sanktion sind eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe festgelegt.

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Errlangen Sie als juristisch Interessierter einen ersten Überblick über das breitgefächerte und spannende Gebiet des "Cybercrime".

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