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Access 2016: Tabellen für Fortgeschrittene

Datentypen kennenlernen

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Verschiedene Datentypen lassen die Speicherung unterschiedlicher Inhalte zu. Wählen Sie jeweils den kleinstmöglichen Datentyp, um Platz zu sparen und die Datenbank entsprechend schlank zu halten.

Transkript

Wenn es in Datenbanken darum geht, Daten sinnvoll zu speichern, geht es um Datentypen. Anders als in einer Excel-Zelle, wo Sie wahlweise Texte oder formatierte Texte oder Zahlen oder das Datum hineinspeichern können, ist das bei Datenbanken nicht sinnvoll. Dort unterscheiden Sie zum Beispiel zwischen Texten und Zahlen und Datumswerten. Und deswegen müssen wir uns mit diesen Datentypen beschäftigen. Fangen wir einfach einmal mit dem unentschiedensten aller Datentypen an: mit Text. Selbst bei dem gibt es eine Unterscheidung, nämlich einen kurzen und langen Text, aber im Prinzip können Sie in Text alles speichern, ohne weitere Überprüfung. Der kurze Text, der Normalfall, lässt maximal 255 Zeichen zu. Das reicht im Normalfall. Wenn das nicht reicht, wählen Sie den langen Text. Der erlaubt bis zu 65.000 Zeichen. Dafür verlieren Sie die Fähigkeit, im kurzen Text einen Index zu setzen, der nämlich zum schnellen Suchen und Filtern notwendig ist. Der lange Text kann nicht injiziert werden. Dafür dürfen Sie nicht nur viel hineinschreiben, sondern das auch noch formatieren, mit dem sogenannten RTF-Format, das eigentlich vor allem ein HTML ist, ein beschränktes HTML, wo Sie also fett und kursiv und bunt und ähnliches machen können. Im Normalfall sollten Texte kurzer Text sein, mit maximal 255 Zeichen. Der lange Text ist eigentlich eher die Ausnahme. Die Hauptunterschiede in den Datentypen liegen aber in den Zahlen. Erstens gibt es ganzzahlige Zahlen und zweitens welche mit Nachkommaanteil. Fangen wir mit den ganzzahligen an. Und die erste wird Ihnen schon gar nicht wie eine Zahl vorkommen, nämlich die Ja-/Nein-Entscheidung. Sie ist hier deswegen grau gefärbt, weil sie in Access im Tabellenentwurf gar nicht in der Liste der Zahlen angeboten wird, sondern vortäuscht, sie sei ein eigener Datentyp. Das ist sie irgendwie auch, klar, aber es ist eine Zahl, und zwar eine Zahl, die entweder 0 oder -1 ist. 0 ist falsch, nein, -1 ist ja oder wahr. Im Grunde ist alles außer 0 ja oder wahr. Deswegen habe ich das hier so geschrieben als ob es die Zahlen von 0 bis 1 wären. Es ist faktisch nur eine 0 und irgendetwas anderes. Die richtigen Zahlen sozusagen beginnen hier, nämlich bei Byte. Das sind alle ganzen Zahlen von 0 bis 255 inklusive. Diese merkwürdigen Zahlengrenzen resultieren daraus, dass das Zweierpotenzen sind. In Wirklichkeit wäre die Zweierpotenz 256, zwei hoch acht, aber dann würde die 0 fehlen. Also ist es alles um eins verschoben. Also, alle ganzen Zahlen von 0 bis 255 inklusive können Sie mit dem Datentyp "Byte" darstellen. Wenn das nicht reicht, gibt es den nächstgrößeren, nämlich Integer. Da habe ich jetzt nur sehr ungenau "+/- 32.000" geschrieben. Es reicht, wenn Sie sich das so ungenau merken. Also, die genaue Zahl von -32.768 bis +32.767, da sind wir wieder bei den Zweierpotenzen, müssen Sie nicht wissen. Wenn Sie in die Nähe der 32.000 kommen, sollten Sie den nächstbesten nehmen, nämlich in dem Fall Long. Offiziell und auch in Access in den Listen heißt es noch "Long (Integer)", aber das sagt keiner mehr. Es wird also einfach immer nur noch als "Long" bezeichnet. Der geht ungefähr von -2,1 Milliarden bis +2,1 Milliarden und wird übrigens auch bei dem Auto-Wert benutzt. Wenn man nichts dagegen tut, dann sind Auto-Werte Long-Zahlen, die weitergezählt werden, und übrigens ab eins, das heißt Auto-Werte haben schon einmal die Hälfte verloren. Von -2,1 Milliarden bis 0 gibt es keinen Auto-Wert. Die sind nur positiv, sind also nur 2,1 Milliarden. Wenn Sie damit die Personen durchnummerieren, dann haben Sie ein Drittel der Weltbevölkerung erfasst. Wenn das nicht reicht für Ihre Kundendatenbank, dann müssen wir einen anderen Datentyp nehmen. Das ist die größte ganze Zahl. Deswegen ist hier mit den ganzen Zahlen Ende. Sie kommen bis 2,1 Milliarden, aber keine Nachkommastelle. Dabei erscheint hier trotzdem noch ein weiterer. Der hat so eine merkwürdige Zwitterstellung. Formal gesehen ist er ganzzahlig. Aber, Sie ahnen es schon, mit der Bezeichnung "Währung", deswegen habe ich ihn ja auch grau gefärbt, weil er auch nicht in der normalen Liste der Zahlen steht. Formal gesehen ist es ein ganzzahliger Datentyp, aber in der Benutzung können Sie trotzdem vier Nachkommastellen benutzen. Der fühlt sich wie ein Nachkommawert an, wie eine Nachkommazahl, hat auch vier Nachkommastellen, ist aber formal gesehen ganzzahlig. Und damit kommen wir zu den echten Nachkommawerten. Der erste wird Sie auch wieder überraschen: Datum und Uhrzeit. Datum und Uhrzeit wird als Vor- und Nachkommaanteil gespeichert. Vorkommaanteil, also der ganzzahlige Anteil, ist die Anzahl der Tage seit dem Tag 1, und der Tag 1 ist der 1.1.1900. Wenn es in die früheren Datumswerte geht, alle vor Jahresanfang 1900, dann handelt es sich intern einfach um negative Zahlen. Dadurch passen diese Zahlen und die Werte, die dahinter stecken, auch zu dem Konzept der anderen im Computer gespeicherten Zahlen, die oft nur bis zum 1.1.1900 gehen. Das geht weit in die Zukunft, bis Silvester 9999, sollte also erst einmal reichen. Nach dem Komma steht die Uhrzeit in Prozenten des Tages. Also, "0,5" ist 12 Uhr, "0,75" ist 18 Uhr und so weiter, mit beliebiger Genauigkeit für Minuten und Sekunden. Auch das ist also ein Nachkommawert, selbst wenn er in einer anderen Liste steht und Ihnen einzeln als Datum/Uhrzeit angezeigt wird. Dann kommen jetzt sozusagen die echten, deren kleinster Datentyp Single ist. Das ist ungefähr 3,4 mal zehn hoch 38. Auch da muss man die Grenzen nicht ganz so genau wissen. Wenn das nicht reicht, nehmen Sie einfach Double. Das ist ungefähr 1,8 mal zehn hoch 308. Das ist eine Eins mit 308 Nullen. Das sollte reichen für was auch immer Sie darin speichern wollen. Und dann gibt es noch so einen speziellen Datentyp. Der scheint kleiner zu sein, Dezimal, geht nur bis zehn hoch 27. Der ist aber intern sehr viel flexibler. Sie können entweder mehr Werte vor dem Komma kriegen oder mehr Genauigkeit nach dem Komma. Der ist so ein bisschen so ein Sonderfall. Wenn Sie in Access etwas speichern wollen, würde ich das auf die beiden beschränken. Und wenn Sie nicht gerade Massendaten haben, dann können Sie einfach immer Double nehmen. Dann sind Sie sicher, dass es dabei ist. Aber ich vermute einmal, bei den meisten Werten werden Sie auch mit Single auskommen. Die Datentypen unterteilen sich also im Wesentlichen in zwei Textdatentypen und bei den Zahlen in die ganzzahligen oder die Nachkommadatentypen. Und die zwei Sonderfälle, oder, besser gesagt, die drei, sind Währung und Datum/Uhrzeit, die auch Nachkommawerte sind oder zu sein scheinen, und Ja/Nein, der genau zwei Werte enthält, nämlich 0 und -1.

Access 2016: Tabellen für Fortgeschrittene

Meistern Sie die hohe Kunst der Access-Tabellen. Lernen Sie, Tabellen mit speziellen Datentypen, berechneten Felder, Indizes und Verknüpfungen weiterzuentwickeln.

2 Std. 32 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:13.03.2017

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