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COBOL Grundkurs

Datentypen in COBOL

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Der spezifische Umgang mit Datentypen zählt zu den wichtigsten Fähigkeiten, wenn man eine Programmiersprache erlernt. In diesem Video lernen Sie die Spezialitäten von COBOL im Hinblick auf Datentypen kennen.

Transkript

Sogenannte Datentypen sind in jeder Programmiersprache elementar. Natürlich gibt es so auch was in COBOL, aber COBOL ist recht eigen im Vergleich zu modernen Sprachen. Es gibt einige Spezialitäten, die COBOL von diesen modernen Sprachen, wie Java, C, PHP und so weiter, gravierend unterscheiden. Wir schauen uns in diesem Video diese sogenannten PICTURE-Klauseln, die VALUES und noch einige andere Dinge an, die die Art der Daten beschreiben in COBOL. Die grundsätzliche Struktur sehen Sie hier. Sie haben hier eine sogenannte LEVEL-NUMBER, dann haben Sie den Data-Name, hier oder das zum Beispiel, dann haben Sie die PICTURE-Klausel und gegebenenfalls gibt es noch eine VALUE-Angabe. Das heißt, es gibt vier unterschiedliche Strukturen, die entweder auftauchen müssen oder können, also verpflichtend oder optional sind. Betrachten wir zuerst die PICTURE-Klausel. Diese legt den Datentyp fest und kann numerische Datentypen kennzeichnen, alphabetische oder alphanumerische. Der numerische Typ besteht nur aus den Ziffern von null bis neun, der Alphabetische kann nur Buchstaben und Leerzeichen enthalten und der alphanumerische Typ kann Ziffern, Buchstaben und auch gewisse Sonderzeichen enthalten. Wenn wir hier beispielsweise in der Zeile 27 bei SALESPERSON-ID die PICTURE-Klausel mit 9(5) haben, dann sagt die 9, dass das ein numerischer Datentyp ist, also Zahlen enthält und in Klammern steht die Länge, die Anzahl der Zahlen. Das ist übrigens Äquivalent dazu, dass Sie hier auch 99999 notieren. Wenn Sie nun dieses X hier haben, bei so einer PICTURE-Klausel, dann steht das für alphanumerisch, und in Klammern sehen Sie wieder die Länge. Sie haben hier die Datenfelder als Teil eines sogenannten Records, das heißt, das ist eine Sammlung von Datenfeldern. Beachten Sie, dass hier jetzt keine PICTURE-Klausel steht. Dieser steht nur an den einzelnen Datenfeldern. Genau so auch hier, das ist eine Gruppierung von Daten und auch dort steht keine einzelne PICTURE-Klausel, sondern nur bei den enthaltenen Datenfeldern. Wenn wir uns das Programm noch ein bisschen genauer anschauen, dann sehen Sie hier, dass es hier eine HEADING-LINE gibt, also eine Kopfzeile und dort taucht der Begriff FILLER auf. Das ist ein Füllzeichen, was man beispielsweise bei tabellenartigen Reports braucht, um die Spalten sauber untereinander zu bekommen. Ein solches FILLER-Feld wird nirgendwo im COBOL-Programm referenziert. Es ist also einfach ein Platzhalter bei Ausgaben. An dieser Stelle sehen wir auch die Verwendung der VALUE-Klausel, hier beispielsweise alphanumerische Zeichen und hier gewisse Schlüsselstrukturen, Nullwerte, Leerzeichen. Das sind, wie Sie an der farblichen Kennzeichnung erkennen, Token, die eine definierte Bedeutung in COBOL haben. Das sind Initialisierungswerte von den Daten. Beachten Sie, dass ich in der WORKING-STORAGE SECTION mich befinde. Kommen wir zu einer weiteren Besonderheit. Wenn Sie ein Vorzeichen brauchen, dann können dieses explizit auszeichnen über den Buchstaben S. Also immer, wenn Sie in einer PICTURE-Klausel ein S vorfinden, dann ist ein Vorzeichen, Plus oder Minus möglich. Schreiben wir das jetzt nochmal, s9999999 und eine S-Notation. Nun kann man hier ein V noch notieren. Diese 9999999 stehen ja äquivalent in der PICTURE-Klausel für 9(7), das S steht für ein optionales Vorzeichen und das V repräsentiert eine Dezimalzahl, das heißt, Sie haben hier eine Kommazahl. Beachten Sie, dass man einen Punkt notiert in COBOL, anstelle von dem Komma. Beachten Sie, dass das V für ein impliziten Dezimalpunkt steht, das heißt, er wird nicht mitgespeichert. Wenn Sie ein P notieren, haben Sie einen expliziten Dezimalpunkt, der auch dann mitgespeichert wird. Nun gibt es hier auch noch diese LEVEL-NUMBER. Das sind diese Zahlen hier: 01, 05. Wenn Sie runter scrollen, sehen Sie, dass es auch weitere gibt, beziehungsweise, wenn Sie hoch scrollen, hier 88. Diese haben eine festgelegte Bedeutung, sie unterscheiden die Art der DATA-Fields. 01 steht für eine Record-Beschreibung, 02 bis 49 für eine Gruppe, hier haben wir eine Gruppe, die 66 für die RENAME-Klausel, die Umbenennungsklausel, die 77 für einen atomaren Zustand, der Artikel kann nicht weiter unterteilt werden, und die 88 für einen Namenseintrag. Am häufigsten findet man diese Gruppierungseinträge mit 01, die anzeigen, dass es ein oder mehrere Unterelemente, Felder darin gibt, auch diese 05 Kennzeichnung steht für eine Gruppierung, aber eben eine freiere, nicht unbedingt ein Record. Ich hatte es schon erwähnt, trotzdem nochmal zur Erinnerung, bei einer Gruppierungsangabe wie hier, wird keine PICTURE-Klausel, also keine Größe angegeben. Diese ergibt sich implizit durch die Größe der enthaltenen Elemente, sofern diese hier eine PICTURE-Klausel haben. Man kann auch tiefer schachteln und dann hätte man hier als ersten Eintrag wieder eine weitere Gruppierung etwa. Fassen wir zusammen: Um Daten anzugeben in COBOL, geben Sie zuerst einen LEVEL-NUMBER an, dann den Namen, dann eine PICTURE-Klausel und dann eine VALUE-Klausel. Sowohl die PICTURE-Klausel, als auch die VALUE-Klausel sind insofern optional, dass, wenn die PICTURE-Klausel nicht dasteht, sie indirekt durch enthaltene Elemente sozusagen nachgereicht wird. Und die VALUE-Klausel brauchen Sie nun dann, wenn Sie einen expliziten Initialwert benötigen.

COBOL Grundkurs

Lernen Sie die Programmiersprache COBOL mit ihren Grundfunktionen kennen und schreiben Sie eigene Programme.

3 Std. 4 min (45 Videos)
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Erscheinungsdatum:21.11.2016

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