CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 3) GNU- und Unix-Befehle

Dateiinhalte anzeigen mit head, tail, less und cat

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Machen Sie sich mit den wichtigsten Linux-Befehlen zur Anzeige von Dateiinhalten vertraut. Dabei können Sie beispielsweise angeben, wie viele Zeilen einer Datei angezeigt werden sollen.
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Transkript

Es gibt sehr viele verschiedene Befehle, um den Inhalt einer Datei anzuschauen. Starten wir mit dem Befehl cat. Ich verwende dazu cat auf die Datei /etc/passwd. Diese Datei beinhaltet sämtliche Konten, welche auf diesem Linuxsystem implementiert wurden. In der Tat, die letzte Linie zeigt an, dass das Konto sshd als letztes installiert wurde. Es gibt genau das umgekehrte, dass wir die erste Zeile am Schluss sehen, das wäre dann der Befehl tac. Wiederum auf die Datei passwd. Und wir sehen die erste Zeile am Schluss. Das root-Konto wurde als erstes erstellt und wird hier am Schluss angezeigt. tac ist sicher ein Befehl, der nicht so regelmäßig eingesetzt wird. Mit cat können wir verschiedene Optionen anwenden. Ich verwende also cat, dann zum Beispiel die Option -E, auf die Datei /etc ... und nun zum Beispiel hosts. Hier wird am Schluss jeder Zeile ein Dollarzeichen angezeigt. Das ist wichtig für Linux, damit Linux erkennen kann, dass jede Zeile mit einem Dollarzeichen abgeschlossen wird. Auch eine leere Zeile wird mit einem Dollarzeichen abgeschlossen. Wenn Sie zum Beispiel eine Datei auf einem Windows-System erstellen und dann auf das Linux-System kopieren, hat diese Datei am Schluss ein anderes Zeichen, dann weiß Linux auch, dass diese Datei mit einer anderen Kodierung erstellt wurde. Wir können einen weitere Option einsetzen, das ist das -T. Ich habe übrigens den letzten Befehl mit der Pfeiltaste nach oben wiederholt. Ich setze nun -T ein. Hier sehen wir, dass diese Datei etwa mit Tabulatoren arbeitet. Dieses Zeichen repräsentiert einen Tabulator. Prüfen wir das gleich im oberen Resultat. Wir haben hier einen Leerraum. Ich markiere diesen Leerraum und Sie sehen, dieser Leerraum wird direkt gefüllt. Wir haben hier in dieser Linie keine Tabulatorzeichen, also kein solches Zeichen, was bedeutet, dass es sich hierbei um Leerzeichen handelt. Das können wir auch gleich wieder verifizieren, in der Tat, diesen Leerraum kann ich schrittweise auffüllen. Das bedeutet also, es sind hier Leerzeichen. Wir können diese beiden Befehle miteinander kombinieren. indem ich zum Beispiel cat -vet einsetze. Wiederum auf die Datei /etc/hosts Und wir haben diese beiden Informationen zusammen. Wir sehen das Tabulatorzeichen und das Dollarzeichen am Schluss jeder Zeile. Wir können auch eine weitere Option einsetzen. Zum Beispiel können wir die Ausgabe numerieren. Ich verwende also wiederum den letzten Befehl, ändere die Optionen mit dem -n und wähle wiederum die Datei hosts aus. Nun sehen wir, erhalten wir das Resultat wunderbar numeriert. Wir sehen also, dass in dieser Datei sieben Zeilen vorhanden sind. Was aber, wenn die Ausgabe in einem Terminalfenster nicht mehr Platz hat? Wenn die Ausgabe so groß ist, dass sie mehrere Seiten füllen würde? Da kommt nun less ins Spiel. Schauen wir uns folgende Dateien etwas genauer an. Um diese Dateien anzuschauen, brauche ich Administratoren- oder Root-Rechte. Ich verwende da su -. Ich bestimme das Passwort. Nun möchte ich einmal folgende Datei anschauen. Ich verwende dazu less. Ich navigiere in den Ordner var, dann in den Ordner log und ich möchte mal messages anschauen. Hier ist die Ausgabe allerdings nicht sehr umfangreich. Aber kein Problem. Ich verlasse den Pager wieder mit der Taste Q und öffne zum Beispiel die Datei auth.log. Da nun der Inhalt dieser Datei umfangreicher ist, als am Bildschirm angezeigt werden kann, können wir nun mit der Page-Down-Taste ganz einfach seitenweise in dieser Datei nach unten blättern. Bis wir dann das Ende der Datei erreicht haben. Das erkennen wir an dem END. Wir verlassen den Pager wieder mit der Taste Q. Sie haben also gesehen: less kann durchaus hilfreich sein, wenn die Ausgabe größer ist, als dass sie auf einer Seite Platz hätte. Das ist soweit OK. Nun will ich aber nur die letzten Zeilen einer Datei anschauen. Also nicht immer nur die ganzen Seiten durchblättern, nur die letzten Zeilen anzeigen, und dazu verwende ich den Befehl tail. Schauen wir uns den Befehl tail etwas genauer an. Wiederum auf das Verzeichnis var, dann log. Und auf die Datei auth.log. Und wir sehen, wir erhalten standardmäßig die letzten zehn Zeilen dieser Datei auth.log. tail zeigt also immer die letzten zehn Zeilen einer Datei an. Ich kann auch mit dem Zusatzparameter -f den Inhalt interaktiv verfolgen. Ich wiederhole den letzten Befehl mit der Pfeiltaste nach oben. Dann wähle ich die Option -f und nun bin ich interaktiv in dieser Datei und kann live mitverfolgen, was genau passiert. Schauen wir uns das gleich an. Ich öffne ein weiteres Terminal, schiebe das Terminal etwas zur Seite. Achten Sie auf den Hintergrund. Ich melde mich hier an diesem Terminal ebenfalls mit root an. Ich gebe das Passwort ein. Sie haben vielleicht gesehen, im Hintergrund wurde diese Datei aktualisiert. Das ist also die Interaktivität, die ich direkt mit dem Zusatzparameter -f umsetzen kann. Und mit CTRL-C kann ich diese Sitzung wieder beenden. Was aber, wenn ich nicht nur die letzten zehn Zeilen, sondern vielleicht die letzten 20 Zeilen anschauen möchte? Dann kann ich wiederum tail einsetzen. Nun verwende ich die Zusatzoption -n 20 auf die Datei auth.log. Nun sehe ich die letzten zwanzig Zeilen dieser Datei. Der genau umgekehrte Befehl ist head. Mit diesem Befehl sehen wir die ersten Zeilen einer Datei. Wenn ich head einsetze, ich habe den letzten Befehl wieder mit der Pfeiltaste nach oben hervorgeholt, und anstelle von tail setze ich hier head ein. Ich lösche die Zusatzoption und standardmäßig zeigt mir head die ersten zehn Zeilen einer Datei an. Ich kann diese Zeilen auch erweitern mit dem Zusatz -n 20. Nun werden die ersten 20 Zeilen einer Datei angezeigt. Es ist sicher so, dass Sie Log-Dateien eher mit tail anschauen, da immer der aktuelle Inhalt in den Schluss dieser Datei geschrieben wird. Darum hat der Befehl tail sicher die höhere Priorität als head. Ich kann die beiden Befehle auch kombinieren. Das kann ich zum Beispiel mit der Datei /etc/passwd schön zeigen. Ich verwende dazu zuerst den Befehl cat -n auf die Datei /etc/passwd. Nun haben wir diese Datei wunderbar numeriert. Ich sehe, dass in der Zeile 19 ein Konto eingerichtet wurde, systemd-timesync. Dieses Resultat können wir nun ebenfalls mit head und tail herausholen. Dazu verwende ich den Befehl head -n, dann 19, auf die Datei /etc/passwd. Nun lenke ich dieses Resultat um, verwende tail -n 1. Und voilà, wir sehen die 19. Linie systemd-timesync. In diesem Video habe ich Ihnen die Befehle head, tail, less, cat etwas näher erklärt und aufgezeigt.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 3) GNU- und Unix-Befehle

Lernen Sie den Umgang mit der Kommandozeile, Dateien und Prozessen kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

3 Std. 32 min (40 Videos)
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