CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 3) GNU- und Unix-Befehle

Dateien suchen und manipulieren mit touch, file und find

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Ändern Sie den Zeitstempel einer Datei mit touch, stellen Sie den Dateityp fest mit file und spüren Sie bestimmte Dateien auf mit find.
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Transkript

Wie Sie die Befehle touch, file und find einsetzen können, zeige ich Ihnen in diesem Video. Zuerst benötige ich ein Verzeichnis, um ein wenig darin arbeiten zu können. mkdir, und ich verwende den Namen dir1, directory 1. Schauen wir uns das an. Wunderbar. dir1 wurde erstellt. Ich navigiere in dieses Verzeichnis und erstelle eine neue Datei. Dazu verwende ich den Befehl touch. Mit touch kann ich eine neue Datei erstellen. Zum Beispiel file1. Hat es funktioniert? Wunderbar. Die Datei wurde erstellt. touch erstellt also eine Datei. Ich kann eine weitere Datei erstellen mit dem Namen file2. Und auch da: wunderbar. file2 wurde erstellt. ls -l und wir sehen, touch hat der Datei einen Zeitstempel zugewiesen und wir sehen auch, dass touch eine leere Datei erstellt hat. Die Datei hat also 0 Bytes. touch erstellt also leere Dateien. touch war aber eigentlich angedacht, um den Zeitstempel einer Datei anzupassen. Das kann vor allem dann hilfreich sein, wenn Sie zum Beispiel ein Backup-Programm einsetzen, die Backup-Routine ist durchgelaufen und Sie möchten diese Datei noch einmal in das Backup integrieren. Nun können Sie mit touch den Zeitstempel anpassen. Wie das genau funktioniert, zeige ich Ihnen gleich jetzt. Ich verwende dazu wieder den Befehl touch, dann den Platzhalter * und drücke die Enter-Taste. Was ist im Hintergrund genau passiert? Das schauen wir uns mit ls -l an. Sie sehen, der Zeitwert wurde verändert. file1 und file2 hatten vorher den Zeitwert 08:05. Jetzt steht die Zeit bei 08:07. touch verändert also den Zeitstempel einer Datei. Der nächste Befehl, den ich Ihnen zeigen möchte, ist file. Mit file können wir identifizieren, um was für eine Datei es sich handelt. Ich verwende file, dann den Ordner /etc, auf die Datei passwd. Und wir sehen: Aha! Die passwd-Datei ist eine ASCII-Textdatei. Ich verwende file auf meine Datei file1 zum Beispiel und ich sehe, aha, das ist eine leere Datei. Ich kann file zum Beispiel auch auf ein Programm einsetzen. file, dann verwende ich das Verzeichnis /bin und ich navigiere zum Programm mkdir. Und ich sehe: mkdir ist ein ausführbares Programm. Sie sehen hier: executable. linux standard-based, dafür steht LSB, ist also mit einer ausführbaren Datei referenziert. Wunderbar. file hilft mir also, Dateien zu identifizieren. Mit dem Befehl file kann ich also bei einer total unbekannten Datei feststellen, um welchen Dateityp es sich dabei handelt. Warum ist das so wichtig? Sie haben vielleicht bemerkt, Ich habe Dateien in meinem Verzeichnis erstellt, file1, file2, ohne Dateiendung. Wie kann ich wissen, was file1 ist? Es könnte ja auch ein PDF sein. Darum ist file ein ganz wichtiger Befehl. Der nächste Befehl, den ich Ihnen zeigen möchte, ist find. Ich verwende find, und dann zum Beispiel das root-Verzeichnis, dann -name und ich suche Informationen zu Hosts. Und wiederum schließen mit den Hochkommas. Und Sie sehen, diese Ausgabe ist sehr umfangreich und komplett unübersichtlich, da immer die Meldung kommt: Keine Berechtigung. Das können wir anpassen, indem ich den letzten Befehl nochmals wiederhole. Nun lenke ich die Fehlermeldung um in ein Verzeichnis, das ist zum Beispiel /dev/zero. zero heißt einfach nichts. Ich leite also die Fehlermeldung der ersten Aufgabe ins Nichts um. Nun erhalte ich folgende Informationen. Aha! Ich habe in meinem Verzeichnis root also im Dateiverzeichnis, im kompletten Dateisystem, die beiden Dateien hosts und dann eine weitere Host-Datei im Verzeichnis /etc/avahi und wiederum hosts. Das hat also wunderbar funktioniert. Was nun aber, wenn ich nicht genau weiß, ist mein Suchobjekt nun großgeschrieben oder ist es kleingeschrieben? Sie sehen, ich habe hier hosts kleingeschrieben. Nun bin ich mir aber nicht sicher, wird hosts tatsächlich kleingeschrieben oder vielleicht auch groß? Dazu kann ich einen zusätzlichen Parameter einsetzen, indem ich hier das -i zusätzlich einsetze. Also -iname. Das iname steht für case insensitive. Das bedeutet also, zeig mir die Informationen an, egal, ob hosts kleingeschrieben wurde oder ob es großgeschrieben wurde. In diesem Fall gab es kein hosts, das großgeschrieben wurde. Ich kann zum Beispiel auch mit find in meinem Dateisystem nach Informationen zum User tom suchen. Sie sehen, auch da erhalte ich wieder enorm viele Informationen. Es ist komplett , was nun genau zum Benutzer tom gehört. Sie könnten auch hier wieder die Fehlermeldungen umlenken in das Verzeichnis /dev/zero Was vielleicht aber noch viel interessanter ist: wenn ich nach Berechtigungen suchen kann. Das heißt, ich möchte Dateien anzeigen lassen, die ein bestimmtes Berechtigungsmuster aufweisen. Dazu melde ich mich zuerst als root an. su -, ich bestimme das Passwort. Nun bin ich im Root-Verzeichnis. Jetzt navigiere ich wieder in das Home-Verzeichnis vom User tom, damit ich in den Ordner dir1 wechseln kann. Jetzt verwende ich find und dann den Punkt. Ich möchte also in diesem Verzeichnis direkt suchen. Zum Beispiel mit dem Zusatzparameter -perm. Steht für permissions. Nach 644. Schauen wir uns einmal an, was jetzt angezeigt wird. Es wird nichts angezeigt. Wir haben keine Dateien, die das Berechtigungsmuster 644 aufweisen. Schauen wir uns einmal an, welche Berechtigungen meine beiden Dateien haben. Diese beiden Dateien haben read/write. Also müssen wir unsere Suche anpassen. Ich verwende zum Beispiel jetzt 664. Und aha! In der Tat. Wir haben die beiden Dateien aufgelistet. file1 und file2. Sie haben also gesehen: Sie können nach Dateien suchen, die eine gewisse Berechtigung haben. Warum ist das so wichtig? Die Berechtigungen können aussagen, Ist zum Beispiel eine Datei ausführbar oder nicht? Wenn ich zum Beispiel eine Datei suche, die ein folgendes Muster aufweist: 755, dann weiß ich, dass sie für den Benutzer, weil da die Nummer sieben steht, ausführbar ist. Sie ist also für den Benutzer eine ausführbare Datei. Vielleicht möchte ich das nicht, dass das auf meinem System darin entsprechend enthalten ist. Darum ist find mit dem Zusatzparameter perm sehr hilfreich, um nach Dateien zu suchen, die eine gewisse Berechtigung aufweisen. Sie haben in diesem Video die folgenden Befehle kennengelernt: Das waren touch, file und find.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 3) GNU- und Unix-Befehle

Lernen Sie den Umgang mit der Kommandozeile, Dateien und Prozessen kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

3 Std. 32 min (40 Videos)
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