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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Wenn Photoshop langsam wird, liegt das meist daran, dass der Arbeitsspeicher voll ist. Wie Sie immer und vor allem einfach im Blick haben, wie viel RAM Ihre geöffneten Dateien belegen, welchen Farbraum Sie gerade verwenden und wie Sie weitere wichtige Informationen direkt einblenden können, zeige ich Ihnen in diesem Tipp am Donnerstag. Wenn ich am heimischen Rechner arbeite, mache ich mir in der Regel um den Arbeitsspeicher keinen Kopf. Jedenfalls so lange nicht, wie ich flüssig in Photoshop arbeiten kann. Das kann Photoshop eigentlich recht gut, wenn Sie viel RAM in Ihrem Rechner haben. Also hier habe ich jetzt in diesem Mac, schauen wir mal, was hier eingebaut ist, also da sind jetzt 32 GB drin und damit kann man schon eine ganze Menge anfangen. Das heißt, auch wenn Sie viele Programme gleichzeitig offen haben, also Photoshop, vielleicht InDesign noch, Lightroom dann noch mit einer großen Bibliothek, dann passt das eigentlich in so einen Arbeitsspeicher sehr gut rein, aber Sie sehen auch hier so eine Datei mit einigen Ebenen und einigen Gruppen. Wenn ich die mal aufklappe, da kommt einiges zusammen an Ebenen und viele Smartfilter habe ich auch dabei so wie hier. Ein Smartobjekt, wo wieder Ebenen drin stecken, wo dann ein Filter drauf angewendet wurde und da kommt man schon sehr schnell auf eine hohe Dateigröße. Das sehen Sie hier. Unten in den Fensterinformationen sind wir jetzt bei 3,51 GB für diese Datei. Hier können Sie übrigens auch andere Informationen einblenden, wie zum Beispiel das Dokumentprofil, also womit haben Sie diese Datei angelegt? Hier sehen Sie dann auch die Bit-Tiefe, die Sie auch sehen hier oben übrigens in dem Tabulator, in dem Reiter. Sie können dann hier sich das aktuelle Werkzeug anzeigen lassen, aber ok, das sehen Sie auch hier. Sie haben hier noch verschiedene Möglichkeiten, die Messskala, Arbeitsdateigrößen hatte ich gerade eingeblendet usw. Wichtig ist hier die Effizienz. Und wenn Sie die einblenden, dann sehen Sie, die ist jetzt bei 97%. Und das bedeutet nichts anderes, als dass bei meiner aktuellen Konfiguration, und ich habe hier auf diesem Rechner gerade einige Programme offen, u.a. auch Lightroom, Excel noch und Photoshop und diese große Datei, dass dieses Bild nicht mehr zu 100% in den Arbeitsspeicher passt. Und das ist der Moment, in dem Photoshop anfängt, Daten auf die Festplatte auszulagern. Wenn Sie da eine SSD haben, dann merken Sie da nicht so sehr einen Performance-Einbruch, weil das ja doch mit recht hohen Schreibgeschwindigkeiten passiert und Schreib- und Lesegeschwindigkeiten um genau zu sein, aber wenn Sie jetzt eine langsame Festplatte eingebaut haben, wie beispielsweise in Laptops noch oft der Fall ist mit nur 5400 Umdrehungen, also langsame Festplatten, dann fängt Photoshop an, langsam zu werden. Ja, und dann müssen Sie sich irgendwie zu helfen wissen. Und am heimischen Rechner, wie gesagt, mache ich mir darum nicht so viel einen Kopf. Bei 97% Effizienz ist das auch kein großer Beinbruch. Sie können sich solche Informationen auch anzeigen lassen in der Informationenpalette. Auch das möchte ich Ihnen nochmal schnell zeigen, bevor wir zu den Lösungsmöglichkeiten kommen. Und zwar finden Sie die Infopalette hier im Fenstermenü unter Info. So, das ist dann diese hier. Und ja, hier sind jetzt einige Informationen eingeblendet. Die brauchen Sie eigentlich eher nicht. Also hier, dass das Rechteck-Auswahlwerkzeug eine rechteckige Auswahl zeigt. Ja, das weiss man eigentlich irgendwann. Und deshalb können Sie das eigentlich auch ausblenden und Sie können sich hier die Anzeige ganz einfach konfigurieren, indem Sie in das Palettenmenü gehen und hier die Bedienfeldoptionen aufrufen. Ja, und da können Sie sich jetzt alles anzeigen lassen, was interessant ist. Diese Quickinformation, die blenden Sie aus, wenn Sie hier unten das Häkchen rausnehmen und was ich interessant finde sind vor allem das Dokumentprofil, die Dokumentmaße, dass Sie nicht immer nachgucken müssen, wie groß ist denn das Bild jetzt eigentlich von den Abmessungen her, dann der Smartobjektstatus, durch den Sie dann sehen, ob verlinkte Smartobjekte aktuell sind oder nicht, wie viele Smartobjekte vorhanden sind usw. und hier natürlich auch die Effizienz, weil, das ist so ein Wert, da brauchen Sie nicht lange rumrechnen. Sie sehen direkt anhand dieser Prozentangabe, wie viel von dieser Datei aktuell komplett im Arbeitsspeicher gehalten werden kann. So, dann klicken Sie hier auf OK und dann haben Sie sehr kompakt hier diese Anzeigen. Ja, und wenn Sie jetzt mit der Effizienz sehr, sehr tief rutschen und Sie merken, dass Photoshop immer mehr auslagert und bestimmte Funktionen immer langsamer werden, dann müssen Sie sich natürlich irgendwie helfen. Und was sind da die Möglichkeiten? Zum einen können Sie natürlich hier so Smartobjekte rastern. Also ich könnte zum Beispiel einfach mal diese beiden Ebenen nehmen, die darüber auch diese Einstellungsebene und dann einfach Command+E drücken, um diese Ebenen zusammenzufassen oder ich könnte diese Smartobjektebene mit einem Rechtsklick einfach rastern. Das wäre dann hier der Fall, Ebene rastern, dann wird hier also der Smartfilter angewendet und das Smartobjekt wird zusammengefasst zu einer normalen Pixelebene. Und das spart schon mal so viel, dass ich allein durch diese eine Aktion, die ich jetzt gemacht habe, wieder bei einer Effizienz von 100% bin. Toll, oder? Und genau so können Sie das immer weiter treiben. Also wenn Sie merken, Sie haben eine Ebene irgendwann soweit fertig, dass Sie diese ganzen Informationen gar nicht mehr gebrauchen. Also zum Beispiel hier diese Maske. Wenn die so gut ist, dass Sie sehen, aha das passt. Da werde ich nichts mehr dran ändern. Warum sollten Sie dann diese Maske überhaupt noch aufheben? Das ist der Moment, wo Sie solche Ebenen ruhig zusammenfassen können. Also dann hier diese Ebenen markieren und dann wählen Sie hier einfach, auf eine Ebene reduzieren. Der Shortcut dafür wäre Command+E und dann haben Sie damit noch mal wieder Arbeitsspeicher gespart. Wenn Sie jetzt sehr viele Masken haben so wie hier, die an Pixelebenen hängen, also nicht an Einstellungsebenen, sondern wirklich an Pixelebenen, dann können Sie die alle auch auf einmal anwenden. Dafür gibt es ein Skript unter Datei, entweder ist das unter Automatisieren oder unter Skripten versteckt. Ja, das ist hier. Alle Masken reduzieren. Und leere Ebenen können Sie hier auch gleich löschen. Also wenn Sie das jetzt hier mal anwenden, Alle Masken reduzieren, dann geht Photoshop die Ebenenpalette durch und wendet alle die Masken an, die angewendet werden können. Und das sind, wie gesagt, nur die Masken, die an einer Pixelebene hängen. Ja, und jetzt habe ich hier kaum noch Masken außer an den Einstellungsebenen, aber da ist es ok. Da würde ich Ihnen nur empfehlen, das zusmamenzufassen, wenn Sie diese Einstellungsebenen nicht mehr benötigen. So, und damit ist im Prinzip auch schon wieder einiges an Arbeitsspeicher gewonnen. Und was können Sie noch machen? Ja, Sie können Gruppen, Ebenen zusammenfassen. Das habe ich Ihnen schon gezeigt. Sie können aber natürlich auch hier die Bit-Tiefe ändern. 16-Bit hat den doppelten Speicherbedarf wie ein 8-Bit Bild. Ja, und wenn Sie das ändern auf 8 Bit, dann haben Sie im Prinzip gleich mal die Hälfte gespart und damit mehr Arbeitsspeicher wieder frei. Aber dann müssen Sie natürlich drauf achten, dass Sie keine Dinge im Bild haben, die da sehr drunter leiden könnten unter dieser Konversion. Dazu zählen zum Beispiel Verläufe. Wenn Sie gleichmäßige Verläufe haben oder einen blauen Himmel, der von einer sehr dunklen Stelle bis zu einer sehr hellen Stelle reicht, da haben Sie dann leicht Tonwertabrisse. Da würde ich dann vorsichtig sein. Und gerade wenn Sie computergenerierte Verläufe haben, also zum Beispiel in Masken auch eine Verlaufsmaske erzeugt haben, dann würde ich Ihnen empfehlen, solche Masken zunächst einmal anzuwenden und vielleicht sogar das Bild auf die Hintergrundebene zu reduzieren, weil das ist das Maximale, was Sie einsparen können, wenn Sie nämlich einfach den Befehl wählen, Ebene, Auf Hintergrundebene reduzieren. Aber das sollten Sie wirklich nur im absoluten Notfall machen, wenn Sie weiter machen möchten und unbedingt den Arbeitsspeicher brauchen, weil Sie zum Beispiel am Laptop unterwegs arbeiten und Sie da vielleicht nur 4 oder 8 GB eingebaut haben an RAM. Ja, und dann würden Sie das folgendermaßen machen, dass Sie einfach die Ebene eindampfen auf Hintergrundebene reduzieren. Ich möchte die verborgenen Ebenen löschen, OK. Kann man machen. Es dauert da einen kleinen Moment, dann bin ich auf der Hintergrundebene und dann wandle ich das Bild auch noch in 8 Bit um. Was Sie jetzt auf keinen Fall machen sollten, ist jetzt einfach Speichern zu drücken. Also nicht Comand+S oder Strg+S drücken, sondern speichern Sie iterativ. Und das heißt, wenn Sie das machen, dann speichern Sie vorher am besten den Bildbearbeitungszustand, den Sie mit der großen Datei haben. Lassen also einmal Photoshop im Hintergrund speichern und dann wählen Sie, Datei, Speichern unter und wählen dann hier eine Zahl dahinter, hinter den Dateinamen, zum Beispiel 001. So, und jetzt können Sie mit diese Datei dann weiterarbeiten. Also ich habe das jetzt gespeichert unter einer Zahl. Jetzt könnte ich hier wieder weitere Einstellungsebenen anlegen so wie ich lustig bin und das Bildchen mal in schwarz-weiß konvertieren. Hier vielleicht noch ein bisschen mit der Belichtung spielen usw. und dann das Bild wiederum speichern. Zum Beispiel gefällt mir das jetzt so ganz gut und ich möchte jetzt aber diese Einstellungsebenen oder die Ebenen, die ich da erzeugt habe, wiederum loswerden. Dann könnte ich hier wieder alles auf die Hintergrundebene reduzieren, würde dann aber, um natürlich den vorherigen Bildbearbeitungszustand nicht zu verlieren, hier wieder iterativ speichern. Das heißt, hier wieder auf Speichern unter gehen und hier einfach die Zahl auf zwei erhöhen. Dann speichere ich wieder und habe jetzt quasi damit alle meine Versionen zur Verfügung. Ich habe also jetzt hier einmal meine Originaldatei, die große, dann habe ich die zusammengefasste Farbige und ich habe hier die zusammengefasste schwarz-weiß Datei. Ja, und die kann man dann noch wild durcheinander kombinieren. Ich kann mir zum Beispiel jetzt einfach meine farbige Variante nehmen und die wieder reinziehen. Die müsste ich dann entsprechend in der Größe anpassen, wenn ich die automatische Anpassen-Option nicht aktiv habe. Und so kann ich jetzt diese beiden Zustände auch einfach kombinieren, indem ich zum Beispiel hier die Deckkraft der oberen Ebene senke. Das heißt, ich arbeite trotzdem nicht destruktiv. Ich verliere also keine Originalinformationen, weil die Originaldatei, die habe ich noch mit allen Ebenen und alles, was ich jetzt mache, ist im Prinzip ja, Spielerei und ich teile mir das im Prinzip statt auf mehrere Ebenen, auf mehrere Dateien auf. Also das wäre eine Möglichkeit, wenn Sie wirklich mit wenig Arbeitsspeicher zu kämpfen haben, aber in der Regel sollten Sie Ihren Rechner als Bildbearbeiter mit so viel RAM wie möglich versorgen, denn dann haben Sie solche Probleme gar nicht. Aber, wie gesagt, unterwegs am Laptop ist das nicht immer möglich und Apple beispielsweise bietet einige Notebooks nur mit einer maximalen Ausstattung von 8 GB RAM an und das ist natürlich für Bildbearbeitungszwecke und wenn Sie andere Programme noch nebenbei laufen haben, so wie ich jetzt zum Beispiel hier, die Bildschirmaufzeichnung noch und dadurch ändert sich hier teilweise auch die Effizienz, obwohl wir eigentlich eine geringere Bildgröße haben, also lassen Sie sich davon nicht verwirren, also wenn Sie wenig RAM haben, arbeiten Sie mit wenigen Ebenen und speichern Sie dann iterativ mit aufsteigenden Nummern an Dateinamen.