SQL Server: Performance-Optimierung

Database Engine Tuning Advisor

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Zum Abschluss dieses Video-Trainings gibt Thorsten Kansy noch eine Einführung, aber auch eine kleine Warnung zum Einsatz des Database Engine Tuning Advisors.
05:07

Transkript

Das Letzte, was ich Ihnen vorstellen möchte, ist der Database Engine Tuning Advisor. Ein Stück Software, mit dem Microsoft dem Entwickler oder dem Administrator die Möglichkeit an die Hand geben möchte, die Datenbanken mehr oder minder automatisch zu optimieren. Und das klingt sehr gut. Funktionsweise dieser Software ist allerdings die, dass ich dem Advisor einen typischen Mitschnitt zum Beispiel gebe, wo ich sage, ich habe montags bis freitags einmal mitgeschnitten, was für Statements der SQL-Server ausführen muss. Ja, welche Indizes möglicherweise fehlen könnten, ist dann das, was der Advisor mir letztendlich an Hinweisen gibt. Ich habe dann natürlich das Problem, ich muss wirklich sicherstellen, dass dieser Mitschnitt repräsentativ ist. Sonst habe ich zwar eine optimierte Datenbank, aber auch nur für diesen Mitschnitt Und wenn das sehr untypisch ist, weil das beispielsweise ein Jahresabschluss ist, weil ungewöhnliche Vorkommnisse aufgetreten sind, oder ähnliches, dann habe ich damit sehr schnell ein Problem und ich muss wirklich auch nach wie vor als Administrator oder Entwickler schlicht mitdenken, ob das, was der Advisor mir an Vorschlag unterbreitet, ob das wirklich clever und gut ist. Es ist ungefähr so, wie Sie auch schon vorher gesehen haben, über die Ausführungspläne oder über die entsprechenden Abfragen. Auch da kann mir der SQL Server letztendlich Hinweise geben, wo er denkt, dass beispielsweise Indizes fehlen würden. Und letztendlich auch nichts anderes macht der Tuning Advisor an der Stelle. Ich muss aber wie gesagt, das jedes Mal wirklich prüfen. Und damit habe ich sehr schnell schlicht und ergreifend die Erfahrung gemacht als Consultant, dass sehr viele Kunden dieses Tool haben laufen lassen und dann mehr oder minder in dem Glauben und Vertrauen an Microsoft, an den Hersteller des SQL Servers, die gesamten Vorschläge angenommen haben. Und das geht sehr schnell nach hinten los. Nichtsdestotrotz möchte ich Ihnen kurz diesen Advisor vorstellen, damit Sie sich auch selber ein Bild machen können. So, den Database Engine Tuning Advisor starte ich auch über das Tools-Menü im SQL Server Management Studio. Ich muss mich wieder an einer Instanz anmelden, was ich tue. Ich vergrößere das Ganze mal ein bisschen. Und das Erste, was ich machen muss, ich muss hier eine Workload angeben. Sie sehen, hier haben Sie drei Optionen. Sie können eine Tabelle oder eine Datei angeben. Beides wird vom Profiler entsprechend befüllt. Oder ich kann einfach sagen, ich nehme den Plan Cache. Das ist letztendlich das, was an Metadaten im SQL Server-Speicher gerade ist. Und kann sein, dann komme ich ganz ohne Workload aus, aber trotzdem muss der natürlich stattgefunden haben, sonst habe ich schlechte Chancen an der Stelle. Hier hinten auf dem zweiten Reiter kann ich noch ein paar Einstellungen vornehmen; es ist ein bisschen feinzutunen. Letztendlich kann ich ihm auch sagen, was er denn in Wirklichkeit hier vorschlagen soll. Ich habe theoretisch auch die Möglichkeit, dass er mir Partitionierungen und ähnliches vorschlägt, aber da wäre ich extrem vorsichtig an der Stelle. So, dann sage ich ihm, welche Daten ich gerne optimieren möchte. Wähle die dann entsprechend aus und gehe natürlich auch hierhin, wähle entsprechend natürlich auch die Workload-Datenbank aus, die ich da angeben möchte und sage "Start Analysis". Es dauert einen kleinen Moment, es sollte nicht ganz so lange sein. So, er ist fertig und er sieht hier offensichtlich kein Handlungsbedarf. das heißt, damit hätte ich meine Arbeit relativ gut gemacht. Ich könnte zum Beispiel hingehen und mir das Ganze noch als Bericht ausgeben lassen. Und hier unter "Recommendations" finden Sie halt die Ratschläge. Es sin wirklich nur Ratschläge und die könnten Sie dann möglicherweise auch direkt mit einem Klick umsetzen. Sie sehen also, dieses Tool ist relativ leicht von der Bedienung und es hat eine ganze Reihe weiterer Einstellungsmöglichkeiten. Keine Frage, aber der Grundgedanke, und da sollten Sie wirklich, bevor Sie mit dem Tool loslaufen und voller Begeisterung Ihre Datenbank optimieren lassen, kann dieser, in diesem Tool genannte Workload, ist der wirklich repräsentativ, ist es wirklich das, was ich machen möchte? Wo man das ein bisschen entspannen kann, das Problem, ist, dass man einen sehr großen Zeitraum aufzeichnet. Das heißt, ich starte ihn wirklich für einen Monat, den Profiler, lasse alle Statements gegen die Datenbank mitlaufen. Das funktioniert natürlich relativ gut, hat aber zwei Nachteile. Zum einen häufe ich eine immense Datenmenge auf, ich bremse meinen SQL Server für den Zeitraum schlicht und ergreifend ein bisschen aus. Und natürlich, das Ganze ist möglicherweise schon in dem Moment hinfällig, in dem ich eine neue Version meiner Anwendung oder Änderung an der Datenbank irgendwie durchführe. Da kann das, was gestern optimal war und was ich mir wirklich mit sehr viel Ressourcenaufwand habe optimieren lassen, schon mal dann nur noch suboptimal sein. Insofern sicherlich ein Tool, mit dem man sich vielleicht auf Ideen bringen lassen kann. So mache ich das dann. Ich benutze das immer mal so als Ideengeber, dass ich halt nicht viele Statements schreiben muss sondern ich kann hier mich ein bisschen mit der Oberfläche beschäftigen. Letztendlich aber lasse ich den Advisor niemals mit einem Klick... oder ich benutze niemals diese Fähigkeit, mit ein, zwei Klicks dann auch entsprechend die Indizes und ähnliches anzulegen. Da mache ich mir lieber noch zwei-, dreimal Gedanken, ob das wirklich eine gute Idee ist und meistens lohnt es sich auch.

SQL Server: Performance-Optimierung

Lernen Sie den Umgang mit Indizis und Tools, um die Leistungsfähigkiet Ihrer SQL Server Datenbank effektiv zu erhöhen.

3 Std. 20 min (32 Videos)
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Erscheinungsdatum:04.05.2017
Laufzeit:3 Std. 20 min (32 Videos)

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