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Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

Das Switch-Statement verwenden

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Die Verwendung eines Switch-Statements ermöglicht es, die Abfrage mehrerer Bedingungen für ein- und dieselbe Variable wesentlich zu vereinfachen.

Transkript

Nahezu jedes Programm hat irgendwo If-Abfragen. Denn ein Programm ohne If-Abfragen, das nicht auf unterschiedliche Situationen unterschiedlich reagiert, macht in vielen Fällen relativ wenig Sinn. Und manchmal haben wir sehr viele If-Abfragen auf derselben Variablen. Stellen Sie sich vor, Sie haben hier eine Variable, in dem Fall ist das "Rot" und Sie möchten überprüfen, wenn die Farbe "Rot" ist, dann ist der Preis 4 Euro, wenn die Farbe Gelb ist, dann sind es 5 Euro, und Blau, das ist die teuerste Farbe, das sind 6 Euro. Sie können sich natürlich eine ganze Reihe von Farben hier noch dazu denken, und dann wird der Code relativ schnell relativ lang und auch ziemlich schwer zu lesen. Und dafür gibt es eine Kurzvariante, die das Ganze etwas übersichtlicher, vor allem für den Menschen, macht. Diese Variante zeige ich Ihnen,die heißt "Switch", also wir bauen quasi einen "Schalter" ein. Und dieses Statement, dieses Switch-Statement, folgt in seinem Grundaufbau dem If-Statement, wie wir es kennen. D.h., wir schreiben hier statt "If" ein "Switch", einen Schalter. Dann folgen runde Klammern, ganz wichtig, runde und nichts anderes. Der eigentliche Codeblock, der später ausgeführt wird, soll in geschweiften Klammern stehen. Und in diese runde Klammer schreiben wir jetzt rein, worum es bei diesem Schalter eigentlich gehen soll, und zwar in dem Fall um diese Variable "Farbe". Ich brauche hier keinen Vergleichsoperator größer, kleiner, oder das doppelte Gleichheitszeichen, denn hier oben überprüfe ich erst mal nichts. Ich sage zunächst einmal: Mache mir einen Schalter, und da geht es um die Variable "Farbe". Und alles Weitere passiert dann innerhalb dieser geschweiften Klammern. Das rücke ich ein bisschen ein mit dem Tabulator, damit es übersichtlicher ist. Und dann sage ich: Für den Fall, dass diese Farbe einen bestimmten Wert "Rot" annimmt, soll etwas geschehen. Dieser Fall heißt auf Englisch "Case", und das schreibe ich auch. D.h.: Wenn es der Fall ist, der Case ist, dass die Farbe "Rot" ist, dann mache etwas Bestimmtes. Das Ganze gibt es dann natürlich auch für den Fall "Gelb" und für den Fall "Blau". Und wir haben hier etwas ganz Neues, das Sie noch gar nicht gesehen haben. Und zwar einen Doppelpunkt am Ende der Zeile und keinen Strichpunkt, das ist ganz wichtig. Warum? Wir sind ja noch gar nicht am Ende unseres Statements. Ein Strichpunkt sagt ja nur: Wenn ein gesamtes Statement zu Ende ist, soll auch dieser Strichpunkt kommen. Aber hier schreiben wir: Für den Fall "Rot" soll etwas Spezielles passieren. Das schreiben wir in die nächste Zeile. Und das ist hier in dem Fall der Preis: 4 Euro. Und hier beenden wir dieses Statement mit diesem "Alert", und dann kommt auch dieser Strichpunkt hier zum Vorschein. Aber dieser Doppelpunkt zeigt nur an, was als Nächstes geschehen soll, und deswegen kommt hier kein Strichpunkt. Das hier kopiere ich jetzt in die Zwischenablage, ich mache es mir etwas einfacher, und trage das hier nochmal ein. Auch für Blau soll der Preis auf 6 Euro erhöht werden, und hier machen wir bei Gelb die 5 Euro. Wir haben hier sogar noch einen weiteren Vorteil gegenüber diesen If-Anweisungen. Wir können sagen: Wenn all das nicht der Fall ist, also wenn die Farbe weder Rot, noch Gelb, noch Blau ist, dann möchten wir ein Standardverhalten definieren. Ein Standardverhalten heißt auf Englisch "Default". Also schreiben wir: Default: - so wie wir das hier oben auch geschrieben haben. Aber das dürfen wir natürlich nicht in Anführungszeichen setzen, denn das ist ja ein ähnliches Schlüsselwort wie hier oben das Case, D.h., diese Schlüsselwörter brauchen keine Anführungszeichen. Und dann schreiben wir Alert, diese Farbe gibt es nicht. Was passiert jetzt? Zunächst einmal definieren wir eine Variable mit dem Namen "Farbe". Dieser Variablen sagen wir mit diesem Zuweisungsoperator: Du bist Rot. Und dann gehen wir in dieses Switch-Statement hinein. Zunächst einmal wird dann überprüft: Jawohl, ich bin in diesem Fall Rot. Es wird dann dieses Alert ausgegeben. Wichtig zu wissen ist, dass dieses Switch-Statement dann weitermachen würde. D.h., alles, was nach diesem Case Rot kommt, wird ausgeführt. Der Preis ist 4 Euro, der Preis ist 5 Euro, der Preis ist 6 Euro, sogar auch dieses Alert "die Farbe gibt es nicht". Wir müssen also dem Computer sagen: Wenn du mal einen Fall gefunden hast, wenn du die richtige Farbe in diesem Fall gefunden hast, dann brich dieses Switch-Statement an dieser Stelle ab. Abbrechen heißt auf Englisch "Break". Und da schreiben wir hinten dran noch unseren Strichpunkt. Und das machen wir für jeden Fall. Das heißt: Wenn du einen Fall entdeckt hast, dann breche ihn am Ende hier auch ab. Natürlich könnten wir hier auch mehrere Zeilen rein schreiben, einen Kommentar, und dann nochmal ein Alert. Oder wir könnten z.B. sagen: Die Variable "Auto" soll gleich groß sein, oder wie auch immer. D.h., hier können wir natürlich beliebig viele Zeilen eintragen. Aber hier muss ich noch das "Break" für den Fall "Blau" dazu schreiben. Hier unten brauche ich es nicht mehr, bei dem Default. Warum? Weil hier hinter diesem Default natürlich momentan nichts anderes kommt, denn dieses gesamte Switch-Statement, das wird ja eine oder zwei Zeilen später komplett abgebrochen. D.h., an der letzten Stelle brauche ich dieses Break nicht. Wenn die Farbe "Rot" ist, dann wird der Preis mit 4 Euro ausgegeben, die Variable "Auto" wird auf "groß" gesetzt, und die Schleife wird komplett abgebrochen. Ich speichere das Ganze, dann schauen wir uns das an, Container. Und wir haben hier: Der Preis ist 4 Euro. Ich gehe auf "OK", und das gesamte Switch-Statement ist in diesem Moment auch tatsächlich zu Ende. D.h., dieses Switch-Statement ist für uns eine Abkürzung, wenn wir die gleiche Variable für viele verschiedene Werte durchtesten möchten, um eben auf unterschiedliche Werte auch unterschiedlich reagieren zu können.

Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

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