Cinema 4D Grundkurs

Das Sweep-Objekt

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Dieses Objekt benötigt einen Pfad- und einen Profil-Spline. Daraus lassen sich schlauch- oder kabelartige Formen generieren.

Transkript

Das nächste Objekt, mit dem Splines zu Polygon-Formen umgewandelt werden können, das nennt sich Sweep. Und Sie sehen schon am Icon, dass es da etwas zu tun hat so mit schlauchförmigen Objekten, Kabeln, Rohren und so weiter. Die lassen sich sehr einfach und schnell über dieses Objekt erzeugen. Wir brauchen dabei erstmalig mindestens zwei verschiedene Splines. Ein Spline, der den Querschnitt angibt, das Profil zum Beispiel eines Kabels oder Schlauchs, und einen zweiten Spline, der den Weg definiert, also wie das Kabel verlaufen soll. Das heißt, das wäre jetzt das erste Mal der Fall, dass wir nicht zwingend einen Spline brauchen, der in der Ansicht von vorne gezeichnet wurde. Bei dem Extrudieren- und dem Lathe-Objekt, die wir bislang besprochen hatten, da war es sehr vorteilhaft, dass wir praktisch den Spline in dieser Richtung vorliegen hatten. Bei einem Sweep-Objekt ist es so, dass nur der Profil-Spline in der Ansicht von vorne liegen muss, der Weg aber zum Beispiel in der Ansicht von oben gezeichnet sein kann. Und das mache ich hier mal. Ich nehme einfach mein Spline-Werkzeug für Bézier zum Beispiel, und zoome etwas raus. Hier habe ich den Querschnitt noch ein bisschen erkennbar von der Größe her, sodass es einigermaßen zueinander passt. Lege jetzt hier also einfach mal einen Weg fest, den das Kabel nehmen soll, oder der Schlauch. So vielleicht. Und wechsle danach in das Verschieben-Werkzeug. Wir können jetzt hier noch ein bisschen editieren, so zum Beispiel, soll reichen. Und ich benenne das jetzt mal, weil jetzt hier schon einige Spline-Objekte liegen, und sage, das ist der Pfad, und das ist unser Profil. Es ist nämlich jetzt wichtig, dass wir eine Reihenfolge einhalten. Und zwar muss oben das Profil stehen und als Zweites der Pfad, wenn wir das Ganze hier unter einem Sweep-Objekt einordnen. Das heißt, ich nehme jetzt diese beiden, ordne die unter dem Sweep-Objekt ein. Als Erstes wie gesagt das Profil, als Zweites Pfad. Und schaue mir jetzt mal an, was hier entsteht. Das ist genau das, was zu erwarten war. Unser Profil, unser selbst gezeichneter Spline bewegt sich praktisch auf dieser S-Kurve entlang, die ich gerade als Letztes erzeugt habe. Das kann zum Beispiel eine Tür, eine Fensterdichtung sein, oder Kabel, Schlauch, was auch immer. Und das ist natürlich jetzt blitzschnell erstellt wie Sie hier sehen. Zudem hat das Sweep-Objekt noch einige ganz nützliche Optionen. Auch hier gibt es wieder die Deckflächen-Rubrik. Und wir haben hier Objekt-Einstellungen. Da geht es dann tatsächlich darum, wie das Sweep-Objekt diesen Pfad hier belegt mit unserem Profil. Isobaten, das war wieder eine optische Geschichte. Wenn wir im Darstellungs-Menü hier Isobaten einstellen und das mit einer Linien-Darstellung kombinieren, Sie sehen dann hier gibt es immer dann und wann so Unterteilungen, die hier eingezeichnet werden. Das hat aber mit der Form selbst nichts zu tun, nur mit dem Darstellungs-Modus. Das Nächste ist die Skalierung. Skalierung betrifft wieder das Ende des Weges, also des Pfades. Also hier hätten wir jetzt zum Beispiel nur 20 % der Originalgröße von unserem Profil am Ende des Pfades. Könnte man zum Beispiel verwenden für irgendwelche Pflanzenäste, die am Ende dünner werden oder ähnliche Geschichten. Oder eben größer werden, wenn Werte über 100 % eintragen werden. Spannend ist hier auch die Einstellung für die Rotation, denn auf dem Weg kann jetzt das Profil auch nochmal gedreht werden. Und wenn ich das jetzt hier mal übertreibe ein bisschen, Sie sehen, das klappt nicht überall gleich gut. Hier in den S-Kurven scheint es ganz gut zu funktionieren, aber auf den geraden Abschnitten kommt es zu solchen Verwindungen. Also da scheinen einfach nicht genügend Details berechnet zu werden. Man sieht hier sehr krass den Qualitätsunterschied zwischen diesem und diesem Abschnitt. Das hat wieder zu tun mit Zwischenpunkten, diesmal am Pfad. Die Zwischenpunkte legen nämlich fest, an welche Stellen sich das Profil überhaupt drehen kann. Und wenn wir hier angepasste Zwischenpunkte haben, dann haben wir sehr viele Punkte hier in den Kurven, aber auf den geraden Abschnitten keine. Sie kennen das schon. Deswegen macht es häufig Sinn, hier auf Gleichmäßig umzuschalten, den Wert hier für die Anzahl so lange zu erhöhen, bis Sie die gewünschte Qualität haben. Und Sie sehen, egal ob der Abschnitt jetzt gerade oder gekrümmt ist, die Qualität ist durchweg die gleiche bei einer Rotation. Wenn Sie die Rotation nicht brauchen, macht es natürlich Sinn, hier bei dem angepassten Modus zu bleiben. Dann gibt es hier noch Wachstums-Werte für Start und Ende. Start ist praktisch der erste Punkt unseres Pfades, Ende der letzte Punkt. Und darüber können wir jetzt definieren, wo gestartet werden soll. Also hier wäre er zum Beispiel bei 50 %, würde im Prinzip die vordere Hälfte unseres Pfades, dieser ganze Teil hier würde ausgelassen und ab dann würde erst gestartet. Und genauso könnte ich auch hier von hinten den Wert reduzieren und könnte praktisch von hinten her etwas abschneiden lassen. Das lässt sich zum Beispiel auch für die Animation gut verwenden. Wenn man sagt, man möchte zum Beispiel irgendeine Zahnpasta aus der Tube drücken oder Ähnliches, dann könnte man diese Werte hier animieren später. Wenn wir mal diese Optionen außer Acht lassen, so gibt es noch Einstellungen, um zum Beispiel individuell einzugreifen, was die Skalierung und die Rotation betrifft. Die Einstellungen hier oben waren ja eher linear über den gesamten Verlauf gerechnet. Wenn ich jetzt hier mal wieder auf 0 für die Rotation gehe, dann könnten wir über diese Kurve; Sie sehen, wenn man das hier bewegt, diese Punkte, die vorhanden sind; auch wieder wie einen Spline benutzen, und über den Verlauf des Splines in dem Fall die Skalierung beeinflussen. Je weiter die Punkte am oberen Rand sind, desto eher erreichen wir die Originalskalierung, also im Prinzip die Originalgröße. Wenn die Kurve hier nach unten geht, bedeutet das, dass in diesem entsprechenden Abschnitt auf dem Pfad; also hier sehen wir, der Tiefpunkt der Kurve ist ungefähr in der Mitte bei 0,5, würde also bedeuten, dass auf der Hälfte des Pfades hier nur 0,4, also 40% der Originalskalierung noch zu sehen sind. Und das ist genau das, was wir hier beobachten können. Diese Kurve kann individuell noch verfeinert werden, wenn Sie hier mit Ctrl+Klick draufklicken, können Sie beliebig viele neue Punkte hier auf der Kurve erzeugen und entsprechend dann hier solche Dellen da noch unterbringen. Gibt uns also nochmal einiges mehr an Kontrolle über die Skalierung. Und nach dem gleichen Prinzip würde hier unten auch die Rotation funktionieren, die definiert ist zwischen diesen beiden Werten, die Sie eingeben können. Das heißt, wenn die Kurve hier in der Mitte verläuft bei 0,5 und Sie haben vom Betrag her gleiche Werte hier stehen, dann tut sich im Prinzip nichts. Wenn ich jetzt hier nach unten gehe mit der Kurve, sehen Sie schon simultan, was hier passiert. Drehe ich mich am Anfang um -180 Grad. Wenn ich hier nach oben gehe, drehe ich mich am Ende um +180 Grad, also in die andere Richtung. Und entsprechend habe ich jetzt eine 360-Grad-Drehung auf dem Weg. Könnte dies aber hier individuell steuern, auch hier wieder über Ctrl+Klicks Punkte hinzufügen, sodass die Drehung mal hin und mal her geht auf dem entsprechenden Abschnitt des Splines. Punkte wieder loszuwerden ist einfach. Einfach selektieren, Entf-Taste drücken. Man hat hier auch immer noch über den Rechtsklick die Möglichkeit, zu sagen, setzen wir das doch zurück. Dann habe ich wieder einen linearen Verlauf. Und ich habe hier kleine Dreiecke, die ich aufklappen kann. Wenn ich dann einen Punkt selektiert habe, dann könnte ich hier zum Beispiel auch noch linear oder mathematisch genau einstellen, wo der Punkt liegen soll und auch noch die Interpolation wie bei einem richtigen Spline einstellen, also ob ich Tangenten haben möchte zum Beispiel, oder nicht. Und hier oben bei der Skalierung nochmal genau das gleiche Spiel. Das heißt, hier kann ich auch wieder Punkte wieder nachträglich loswerden, Tangente entweder händisch einstellen oder ich sage, ich hätte das gern linear interpoliert, also eine Gerade dazwischen. Dann haben wir wieder den Urzustand erreicht und könnten hier oben dann beliebig mit den Werten allein arbeiten. Also relativ viele Möglichkeiten, solche Schläuche, Kabel oder auch verdrehte Objekte umzusetzen. Nur dran denken, dass man hier an die Reihenfolge denkt und die beachtet. Zuerst der Profil-Spline, der in der XY-Ebene, also in der Ansicht von vorne gezeichnet sein sollte, und der Pfad, der beliebig sein kann. Also der kann auch durchaus 3-dimensional verlaufen. Sie sehen, ich könnte ihn jetzt hier auch ein bisschen nach oben ziehen. Da sind wir also völlig frei, wie diese Kurve verläuft natürlich, können wir komplett individuell arbeiten, je nachdem eben wie diese Dichtung oder dieses Kabel im Raum verlaufen sollen.

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10 Std. 2 min (70 Videos)
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