Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Das Stativ für Zeitrafferaufnahmen

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Um sicherzustellen, dass die Kamera während der gesamten Aufnahmedauer fest und sicher steht und so der Bildausschnitt über die gesamte Serie gleich bleibt, benötigen Sie ein Stativ. Wie das aufgebaut sein sollte, verrät dieses Video.
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Transkript

Das Stativ ist für uns in der Zeitraffer-Fotografie sicherlich eines der wichtigsten Zubehörteile, denn wir müssen garantieren, dass die Kamera während der Aufnahme die ganze Zeit fest und stabil stehen kann. Ein Stativ besteht typischerweise aus zwei verschiedenen Teilen. Ein Mal den Beinen und ein Mal dem Stativ-Kopf. Das gibt das ganze bereits als fertiges Set zusammen, wo Stativ-Kopf und Stativ-Beine eine Einheit bilden, aber, um es an die eigene Bedürfnisse anpassen zu können, ist es oft sinnvoller, diese beiden Komponenten getrennt voneinander zu kaufen. Beschäftigen wir uns erst mal mit den Stativ-Beinen. Bei den Stativ-Beinen kommen häufig zwei verschiedene Materialien zum Einsatz. Das ist ein Mal, wie in diesem Fall, Carbon und ein Mal, wie in diesem Fall, Aluminium. Bei Aluminium ist es so, dass Aluminium-Stative häufig etwas günstiger sind, dafür ist Aluminium als Material aber auch etwas schwerer. Carbon ist dafür das leichtere Material. Die Stative sind in der Anschaffung aber häufig etwas teurer. Ein weiterer Vorteil von Carbon, der gerade in der Zeitraffer-Fotografie, wo wir lange draußen stehen, nicht zu unterschätzen ist, ist, als Kunststoff wird Carbon nicht kalt. Wenn man also im Winter draußen unterwegs ist, und ein Mal ein Alu-Stativ angefasst hat, ist das sehr schnell sehr kalt an den Händen. Und da ist Carbon-Stativ tatsächlich die angenehmere Alternative. Bei den Beinen ist es so, dass der Durchmesser der Beine durchaus entscheidend ist für die Stabilität. Je größer der Beindurchmesser, umso stabiler kann ein Stativ stehen. Das bezieht sich auch auf die Anzahl der Bein-Segmente. In diesem Fall habe ich ein Stativ mit vier verschiedenen Bein-Segmenten, die natürlich nach unten hin immer dünner werden. Je dünner auch dieses untere letzte Bein-Segment ist, umso instabiler ist das Stativ. Aus diesem Grund sollten Sie, wenn Sie ein Stativ ausziehen, immer erst die oberen Segmente ausziehen, so lange bis Sie die gewünschte Höhe erreicht haben, und nach Möglichkeit die unteren Bein-Segmente nicht verwenden, oder eben verwenden, ohne eine Mittelsäule zu benutzen. Bei der Mittelsäule ist es so, dass diese natürlich genutzt werden kann, um das Stativ zu erhöhen, gleichzeitig verringert sie aber die Stabilität enorm. Denn in dem Moment, wo die Mittelsäule ausgezogen wird, steht die Kamera nicht mehr auf den drei Beinen, sondern eigentlich nur noch auf diesem einen Bein. Und das ist gerade unter windigen Bedingungen, etwas was die Stabilität stark beeinflusst. Deshalb sollten Sie die Mittelsäule nach Möglichkeit nicht verwenden. Wenn es unbedingt sein muss, aber maximal eine Handbreite ausgezogen haben. Die Mittelsäule kann aber tatsächlich einen Vorteil haben, und zwar so ein Haken am unteren Ende der Mittelsäule. Dieser Haken dient dazu, etwas schweres daran zu hängen, um das Stativ zu bescheren. Um das Stativ also weiter nach unten zu ziehen und an den Boden zu pressen. Wichtig ist dabei nur, wenn Sie dort etwas zum beschweren dranhängen, dass das Objekt, was beschwert, Bodenkontakt haben sollte. Hat das Objekt keinen Bodenkontakt, kann es durch den Wind hin- und her bewegt werden, und das versetzt das Stativ in Schwingungen. Deshalb ist es wichtig, dass das Objekt, mit dem Sie das Stativ beschweren wollen, immer ganz leichten Bodenkontakt hat, denn dadurch wird genau das verhindert, und das Gewicht kann nach unten ziehen und das Stativ so stabilisieren. Das waren also die Stativ-Beine. Kommen wir jetzt zum Stativ-Kopf. Der Stativ-Kopf ist natürlich das Element, was vornehmlich die Kamera selber trägt. Deshalb ist es wichtig, dass der Stativ-Kopf, auch gerade für die Zeitraffer-Fotografie, wirklich sehr stabil ausgelegt ist. Häufig finden Sie Angaben zu den maximalen Traglasten eines Stativ-Kopfes, die sich aber nur da drauf beziehen, wenn das Gewicht von oben drückt. Das ist zwar schön und gut, aber in der Praxis ein Wert, der eigentlich nicht sinnvoll ist. Viel wichtiger ist es zu wissen, was kann der Stativ-Kopf tragen, wenn sich die Kamera, zum Beispiel, in einer schrägen Position befindet. Wenn wir diesen Stativ-Kopf ein Mal hier auf das Stativ aufschrauben und jetzt die Kamera einspannen, können wir diese jetzt mit nur einem Handgriff hier fixieren. Das hier ist ein sogenannter Kugelkopf, der genau das ermöglicht, dass wir mit einem Handgriff diese Kugel hier lösen können, und die Kamera so in jede beliebige Richtung drehen und bewegen können und auch sehr schnell in jeder beliebigen Position wieder fixieren können. Eine andere Form des Stativ-Kopfes ist der sogenannte Dreiwegeneiger, dieser ist aber eher im Videobereich zu verorten, da es länger dauert, diesen einzustellen. In der Fotografie wollen wir meistens die Flexibilität des Kugel-Kopfes haben, auch wenn dieser nicht so extrem präzise eingestellt werden kann, wie es ein Dreiwegeneiger könnte. Bei den Kugelköpfen gibt es aber auch Unterschiede. Bei diesem hier ist es, zum Beispiel, so, dass ich über eine zweite Stellschraube, hier an der Seite, nur die horizontale Achse bewegen kann. Das bedeutet, die Kugel bleibt fixiert, meine Kamera bleibt in ihrer eigentlichen Position und ich kann die Kamera drehen, ohne die anderen Achsen zu bewegen. Das ist sicherlich ein schönes Add-on für einen solchen Kugel-Kopf, aber nicht unbedingt notwendig. Zuletzt möchte ich einmal auf die Schnellwechselplatten eingehen. Diese werden unter der Kamera montiert und erlauben es, die Kamera relativ schnell auf so ein Stativ-Kopf zu platzieren. Bei den Schnellwechselplatten ist es so, dass eigentlich jeder Hersteller dort ein eigenes Format einsetzt. Es hat sich aber ein Format etabliert zwischen mehreren Herstellern, das ist das sogenannte Arca Swiss-Format. Dieses Format ist auch herstellerübergreifend kompatibel, und so kann ich diese Kamera, mit dieser Schnellwechselplatte, die eigentlich zu diesem Kopf hier gehört, auch auf diesem Stativ montieren. Aus diesem Grund würde ich Ihnen raten, zu einem Stativ-Kopf mit Arca Swiss-System zu greifen, und nicht zu einem Stativ-Kopf mit einem herstellereigenen System. Damit wissen Sie jetzt auch alles über das Thema Stative und können sicher sein, dass Ihre Kamera, während der Zeitraffer-Aufnahme, auch sicher steht.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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