NAS mit Synology lernen

Das richtige Format: Codecs und Videoformate

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In diesem Film geht's um Video-und Audio-Codecs. Sie lernen, Datei-Container und Videoformate zu erkennen und zu verstehen.
08:00

Transkript

Und nun ein paar erklärende Worte zu den verschiedenen Video- und Audio Formaten. Multimediadateien wie Filme oder auch Musik können ja zunächst einmal in einem beliebigen Format auf dem NAS abgespeichert werden. Die haben dann zum Beispiel die Dateiendung .wma für Musik oder .avi für Videos. Zur Wiedergabe ist es allerdings erforderlich, dass der so genannte Client, also ihr PC oder Tablet dieses Format auch wiedergeben kann. Ansonsten müssen Videos und Musik erst transcodiert also umgewandelt werden. Das können Sie entweder mit einem ent- sprechenden PC Programm separat erledigen oder Sie lassen Ihr NAS dafür arbeiten. Preiswerte NAS Systeme können auch solche Dateien transcodieren, und Sie müssen aber nur darauf warten, bis die Transcodierung abgeschlossen ist. und die so erzeugte Datei im gewünschten Format dann vorliegt und auf dem NAS gespeichert ist. Teurere und sehr leistungsfähige NAS Systeme erledigen das sozusagen nebenbei. Also auch just in dem Moment, in dem Sie sich so ein Video anschauen wollen. Neben den verwendeten Multimediaformaten ist aber auch noch die Komprimierung von Video-, und Audiodaten wichtig. Mit so einer Komprimierung wird der Speicherplatz verringert, und damit auch die Übertragungsleistung über ein Netzwerk deutlich gesteigert. Verschiedene Kompressionsalgorithmen sorgen dann dafür, dass die Datenmenge von Filmen und Musik möglichst verlustfrei reduziert wird. Bekannte Methoden sind zum Beispiel MP3 für Musik oder MPEG-4 oder H.264 für hoch auflösende HD Videos. Um die ganze Sache noch etwas komplizierter zu machen, gibt es auch noch so genannte Containerdateien. So ein Container, oder deutsch Behälter, kann unterschiedliche Daten enthalten. Das kennen Sie vielleicht von den komprimierten ZIP Dateien, die gleichzeitig Programme, Texte oder auch Bilder enthalten können. Bezogen auf unser Thema, also Video und Musikdateien, ergeben erst die in einem Container enthaltenen Daten gemeinsam einen kompletten Film. Zum Beispiel, wenn in einer solchen Containerdatei wie bei dem MPEG Verfahren Videodaten mit Audiodaten zusammengeführt werden. Bekannte und oft verwendete Mediencontainerformate für die gemeinsame Speicherung von Video- und Audiodaten sind zum Beispiel Dateicontainer mit der Namensendung .mp4 für MPEG-4 .mkv für das so genannte Matroska-Format oder das noch viel ältere, aber immer noch häufig verwendete .avi oder AVI Format. Containerdateien enthalten meistens auch noch verschiedenen Codecs für die Datenkomprimierung. Andere Container wiederum, zum Beispiel solche für DVDs oder BlueRays, enthalten neben dem Video und Ton auch Daten für Benutzermenüs oder zusätzliche Audiodateien für andere Sprachen. Hier mal ein Überblick über solche Containerformate mit ihren Dateiendungen. Die Dateiendungen .mpg oder .mpeg oder .ts, .vob .m2v oder .m2t entsprechen dem Codierungsstandard MPEG-2. Der wird zum Beispiel heute noch für die Übertragung digitaler Fernsehprogramme über Kabel, Satellit oder Antenne verwendet, aber auch für DVDs oder Musikdateien. MPEG-4 und das dazugehörige H.264 wird heute vorwiegend zur Codierung von hoch auflösenden HD oder Full-HD Videos verwendet. Eine Dateiendung für H.264 gibt es aber nicht. Dieser Codec ist an kein bestimmtes Containerformat gebunden sondern kann etwa auch in einer MPEG Datei oder in einer AVI Datei stecken. Erst beim Abspielen merken Sie dann, ob die Abspielsoftware diesen darin enthaltenen Codec auch verstehen und wiedergeben kann. Auch Dateien mit der Endung .mov, die Apples Quicktime Player verwendet, können in H.264 codierte Daten enthalten. WMV oder WMA Dateien für Video und Audio sind spezielle Microsoft Formate, die zwar jeder Windows PC aber eben nicht jeder Mediaplayer auf Ihrem Tablet Festplattenrecorder oder Smart-Fernseher versteht. WMV Videodateien gibt es übrigens auch im hoch auflösenden HD Format und die sind dann meist auch mit einem Kopierschutz versehen. Auch MPEG Dateien sind häufig kopier- geschützt und nennen sich dann auch mal .m4v oder .m4p Die findet man zum Beispiel beim Multimediadienst iTunes. Die Videokompression, also ein Codec wie H.264 legt also nur das Verfahren fest, mit dem Videodaten komprimiert werden. Ein Videoformat oder ein Dateiencontainer sind aber nicht an ein bestimmtes Kompressionsverfahren gebunden. Weshalb ich Ihnen das alles erzähle? Sie haben vermutlich selbst schon mal eine Menge Video- und Musikdateien auf Ihrem Computer gespeichert, die nun auf ein NAS kopiert werden sollen, weil die PC Festplatte langsam voll wird. Wenn Sie sich nun die Dateiendungen mal genauer anschauen, werden Sie vermutlich auch auf solche Dateinamen stoßen, die ich gerade erwähnt habe. Das Tückische dabei ist nun, dass Sie eben nicht jeder MPG oder AVI Datei auf den ersten Blick ansehen, mit welcher Codierung sie erzeugt wurden, weil eben der Name allein darüber zunächst nichts aussagt. Für die Speicherung solcher Dateien auf Ihrem zukünftigen NAS System ist das zunächst mal auch unerheblich. Aber bei der Wiedergabe muss das Abspiel- gerät, also Ihr Fernseher oder Tablet diesen Codec auch verstehen, um ihn wiederzugeben. Und da genau liegt das häufigste Problem beim Abspielen von Multimediadateien auf Fernsehern, PCs oder Tablets. Es bleibt Ihnen also nichts anderes übrig, Ihre, hoffentlich legal erworbenen, Dateien daraufhin zu checken, mit welchem Mediaplayer die überhaupt wiedergegeben werden können. Wenn Sie diese Dateien selber erzeugt haben, werden Sie sicher noch das verwendete Format oder Codec kennen. Wenn Sie aber mal eine Fernsehsendung am PC oder dem Festplattenrecorder aufgezeichnet haben, werden Sie auf verschiedene Dateinamen und Dateieiendungen stoßen, die Ihnen vielleicht nicht so bekannt vorkommen. Wie etwa .mts oder so ähnlich. Und dann stellt sich Ihnen schnell die Frage, mit welchem Programm oder welchem Gerät Sie solch eine Datei wiedergeben können. Außer natürlich dem Gerät, mit dem Sie das Video ursprünglich aufgezeichnet haben. Handelt es sich dabei um kopiergeschützte Dateien, können Sie die zwar #auf Ihrem NAS speichern, aber nicht mehr ohne Weiteres wiedergeben, sondern eben nur auf dem Gerät, für das diese Datei ursprünglich vorgesehen war. Zum Beispiel Ihrem Windows PC oder Festplattenrecorder aber eben nicht auf Ihrem Fernseher, oder einem separaten Mediaplayer, der an den Fernseher angeschlossen ist. Fernsehprogramme wie die von HD+ oder dem Abo-Sender Sky können Sie zum Beispiel gar nicht über Ihr NAS wiedergeben, weil die Daten verschlüsselt sind und einen Kopierschutz haben. Gleiches gilt häufig für Filme auf DVD und erst recht bei Filmen auf BlueRay Disc. Wenn Sie diesen technischen Kopierschutz umgehen, machen Sie sich damit auch als legaler Käufer und privater Nutzer strafbar. Nur Video- und Audiodateien, die keinen Kopierschutz enthalten, können Sie in ein anderes Videoformat konvertieren. Zum Beispiel mit Ihrem neuen NAS, welches etwa WMV in MPG Dateien konvertiert, also transcodiert. Dann können Sie diese Dateien auch mit anderen Wiedergabegeräten nutzen die vielleicht Microsofts WMV Format nicht direkt unterstützen. Dieser Kopierschutz nennt sich übrigens auch DRM für Digital Rights Management oder Digitales Rechtemanagement. Dies ist so ziemlich die schwerste technische Hürde die Sie bei der Nutzung Ihres NAS als Multimediaverteilzentrale nehmen müssen.

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1 Std. 45 min (19 Videos)
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