Printproduktion verstehen

Das Rastern der Druckplatte

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Im Druck ist es nicht möglich, wie bei einer Lampe mehr oder weniger Strom auf die Glühbirne zu geben. Im Druck muss man daher das Druckergebnis rastern.

Transkript

Bei Lampen oder dem Bildschirm hat man es einfach. Jeder Subpixel kann in 256 Helligkeitsstufen eingestellt werden. Im Druck hat man diese Möglichkeit jedoch nicht. Das Einzige, was man sagen kann, ist, dort kommt Farbe hin oder dort kommt keine Farbe hin. Licht an, Licht aus oder präziser Punkt drucken oder Punkt nicht drucken. Was man hier machen muss, ist eine Art Trick. Das Bild wird gerastert. Wie kann man sich das Ganze jetzt aber vorstellen. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Blatt Karopapier. Auf diesem Karopapier fassen Sie nun immer acht Reihen und acht Spalten zusammen. Nun ist es leicht vorstellbar, dass wenn in diesem Raster nur jeder zweite Punkt mit Farbe gefüllt wird, also 50 % der Rasterpunkte, dann wird das Ganze anders ausschauen, wie wenn wir 100 % der Rasterpunkte füllen zumindest unter der Prämisse, dass wir diesen Punkt sehr, sehr klein machen. Im Druck sind diese Druckpunkte in der Tat so klein, dass man sie unter normalen Bedingungen nicht sehen kann. Würde man das Raster so machen wie hier gezeigt, würde dies im Druck jedoch dennoch sehr, sehr doof ausschauen. Daher wendet man ein paar sehr, sehr clevere Tricks an, um das Ganze doch gut ausschauen zu lassen. Zum Glück müssen Sie sich nicht dadrum kümmern. Das macht die Software im Drucker beziehungsweise die Druckerei. Eine wichtige Sache sollte man aber dennoch wissen. Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich auch klar. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Raster mit 8x8-Kästchen. Bedenken Sie immer, dieses Raster ist wirklich sehr, sehr klein. Wenn Sie jetzt von diesen 8x8-Kästchen nur einen einzigen Punkt mit Farbe füllen, dann kann man sich leicht vorstellen, das sieht man überhaupt nicht. Deswegen ist es so, dass man von diesem Raster immer eine gewisse Mindestmenge mit Farbe füllen muss, um überhaupt etwas zu sehen. Im Alltag geht man davon aus, wenigstens 5 % der Rasterpunkte müssen mit Farbe gefüllt werden. Auf der anderen Seite der Skala ist das genauso. Wenn nur ein einziger Punkt dieses Rasters frei bleibt, wird man keinen Unterschied sehen. Deswegen ist es im Druckprozess so, obwohl wir ein Raster mit 8x8-Kästchen haben, wir also 256 unterschiedliche Möglichkeiten haben, haben wir in Wirklichkeit nur etwa 230 unterschiedliche Helligkeitsstufen, die mit so einem Raster gedruckt werden können.

Printproduktion verstehen

Lernen Sie in diesem Kurs die unterschiedlichen Aspekte einer Printproduktion kennen, um zu verstehen, was Sie bei der Erstellung druckfähiger Dokumente beachten müssen.

2 Std. 35 min (51 Videos)
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