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Canon EOS 700D Grundkurs

Das Objektiv

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Sie erfahren, wozu ein Objektiv notwendig ist und wie es funktioniert. Außerdem lernen Sie die verschiedenen Baureihen kennen, die Canon derzeit anbietet.
08:37

Transkript

Die Canon EOS 700D ist eine digitale Spiegelreflexkamera, an die Sie verschiedene Objektive ansetzen können. Wechselobjektive heißen sie, um es genau zu sagen. Ich habe hier verschiedene Objektive stehen und zeige Ihnen anhand dieser Beispiele ein paar Unterschiede und erkläre Ihnen überhaupt mal, wozu ein Objektiv eigentlich gebraucht wird. Möglicherweise haben Sie im Schulunterricht mal eine camera obscura bauen müssen oder bauen dürfen. Mit einem Schuhkarton haben Sie vorne ein kleines Loch reingesteckt, den Karton zugemacht, hinten eine Folie so ein Butterbrotpapier aufgeklebt und dann geguckt, wie auf der Rückseite ein Bild entstanden ist. Um ein Bild entstehen zu lassen, brauchen Sie im Grunde nur ein winzig, winzig kleines Loch, ganz ganz klein, und es entsteht ein Bild. Theoretisch könnten Sie natürlich auch eine Pappe vor die Kamera setzen, mit einem winzig kleinen Loch, und es würden tatsächlich Bilder entstehen. Die hätten allerdings verschiedene Nachteile: Zum einen, müssten Sie relativ lange belichten. Das heißt, Momentaufnahmen sind praktisch schon gar nicht möglich, Sie bräuchten ein Stativ; können also nur sich nicht bewegende Motive also Landschaften, Architektur fotografieren. Das ist eine Einschränkung. Die andere ist natürlich, die Bildqualität wäre nicht besonders gut. Das Bild wäre in der Mitte relativ scharf, aber zum Rand hin wird es relativ schnell sehr unscharf werden. Es würde auch dunkler werden zum Rand hin, das heißt, die Ausleuchtung der Bildfläche wäre nicht gleichmäßig. Aus dem Grund werden Objektive gebaut, um eben die Abbildungsqualität dieses kleinen Lochs, sag ich jetzt ma,l zu verbessern. Das heißt, ein Objektiv ist ein System mit verschiedenen Linsen je nach Anforderung, die ein Bild entstehen lassen, das bis zum Rand scharf ist. Außerdem, das sieht man natürlich hier auch ganz gut, ist dieses Loch ist nicht mehr so winzig klein, wie das, das durch eine Stecknadel entsteht, sondern sehr viel größer. Und je nach Objektivgröße/Objektivart ist der Durchmesser, die mögliche Lichtstärke des Objektivs, das ist die größtmögliche Öffnung. Die Blendenzahl und die Blendenzahlen, die sind natürlich auch auf dem Objektiv aufgedruckt, damit, wenn man sich für ein Objektiv entscheidet, auch weiß, was man sich da leisten möchte und was das Objektiv dann auch tatsächlich kann. Hier sehen Sie die Blendenzahlen, hier 1 : 3,5 - 5,6. Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, vorhin hat er von einem Loch, einem Durchlass, gesprochen und jetzt liest er 2 Zahlen vor. Das liegt daran, dass dieses Objektiv, was ich jetzt hier habe, ein Objektiv mit variablen Brennweiten ist, das heißt, Sie können hier durch Drehen am Zoomring die Brennweite ändern. Brennweite, das ist also das, was den Bildausschnitt bestimmt. Bei einem Objektiv mit fester Brennweite haben Sie einen Bildausschnitt mit einem Bildwinkel. Üblicherweise ist es das Normalobjektiv oder ein leichtes Teleobjektiv, wie beispielsweise hier dieses 50 mm-Objektiv, das ist an der 700D ein leichtes Teleobjektiv mit einer relativ großen Lichtstärke, nämlich hier 1 : 1,8; das heißt, diese Durchlassöffnung ist wesentlich größer als bei diesem Objektiv. Feste Brennweiten, hier 50 mm oder ein 85 mm, die haben also feste Bildwinkel, das heißt, wenn Sie wissen: "Ich möchte ein Porträt machen", beispielsweise, dann möchten Sie das nicht aus einem ganz kurzem Abstand machen. Sie möchten aber auch nicht kilometerweit weg ein, um Ihrem Motiv zu sagen: "Jetzt dreh mal den Kopf nach links", und Sie bräuchten vielleicht ein Mikrofon, damit es überhaupt ankommt, die Botschaft; oder Sie müssen brüllen, und wenn Sie Ihr Modell anbrüllen, dann ist es wahrscheinlich so, dass es nicht besonders entspannt ist. Da ist es natürlich auch zur Kommunikation wichtig, dass Sie nicht zu weit weg sind. Natürlich ist es auch angenehmer, jemanden aus Gesprächsdistanz zu begegnen und auch das Bild so betrachten, dass in der Perspektive eines normalen Abstands entstanden ist. Doch zurück jetzt zu den Objektiven. Beim Zoomobjektiv haben Sie variable Bildwinkel, das heißt, hier bei diesem 18-55 mm haben Sie von einem Weitwinkel — das ist ein großer Bildwinkel, da können Sie aus kurzer Distanz sehr viel erfassen — bis zu einem leichten Telewinkel ein Teleobjektiv, da wird der Bildwinkel dann entsprechend kleiner. Das Normalobjektiv, was ich vorhin schon kurz angesprochen habe, das hat ein Bildwinkel von ungefähr 45 Grad, das entspricht dem Sehwinkel des menschlichen Auges: Das, was wir ungefähr gleichzeitig scharf erfassen können. Natürlich können wir, wenn wir die Augen zur Seite bewegen, wesentlich mehr erfassen, aber grundsätzlich haben wir so einen mittleren Bildwinkel von 45 Grad und das kann das Normalobjektiv. Alles was kürzer ist an Brennweite, und das sehen wir hier auf dem Objektiv aufgedruckt, 18, das ist kürzer als gerechnet auf die 700D, sind ungefähr 35 mm Normalbrennweite, das entspricht dann eben diesem schon angedeutetem Bildwinkel und alles, was länger ist als diese 35, 55, das ist ein kleinerer Bildwinkel, das ist dann die Telebrennweite. Damit haben wir schon mal ein bisschen über die Brennweiten und die Lichtstärken gesprochen. Jetzt sehen Sie auf den Objektiven hier noch, einmal so ein Plastikteil, was im Grunde nur ein Loch ist mit einem Rand, und hier ist ein ähnliches Plastikteil, aber ein bisschen anders geformt. Das sind beides Streulichtblenden. Es gibt auch Menschen, die nennen diese Teile Gegenlichtblenden. Die dienen dazu, seitlich auf die Frontlinse einfallendes Licht von der Frontlinse abzuhalten, dass da nichts reflektiert. Dann wird die Bildqualität deutlich besser, die Kontrastleistung des Objektivs wird gut ausgenutzt. Deshalb sollten Sie immer darauf achten, wenn Sie fotografieren, so eine Streulichtblende auf das Objektiv aufzusetzen. Die bietet außerdem auch einen mechanischen Schutz. Das heißt, Sie können das Objektiv jetzt auch bedenkenlos so hinstellen, falls da jetzt irgendwie was uneben ist oder auf dem Tisch was hochstehen würde, das würde die Linse nicht verkratzen. Sie können ein Objektiv auch so in die Tasche stellen, auch ohne einen Schutzdeckel auf das Objektiv draufzumontieren. Diese Streulichtblende, die ist gerade bei einer Festbrennweite, da ist das sinnvoll. Bei einem Zoomobjektiv mit unterschiedlichen Bildwinkeln wäre es fatal, wenn man jetzt hier diese Streulichtblende aufsetzen würde, dann würde die vielleicht für die lange Brennweite, für die Telebrennweite passen, aber für das Weitwinkel hätten Sie plötzlich dunkle Ecken, weil die einfach nicht die richtige Form hat. So ist es hier eine kombinierte Blende für das Weitwinkel- und Teleobjektiv, deshalb hat die so eine spezielle Form. Sie sollten darauf achten, dass die auch immer richtig herum aufgesetzt ist. Das heißt so, dass die beiden längeren Enden hier oben und unten sind und das an der Seite, weil Sie ja auch im Querformat fotografieren. Wenn Sie die Kamera logischerweise ins Hochformat drehen, dreht sich das ja auch mit, aber das sollte immer parallel zu den langen Bildseiten sein. Abschließend noch zu den Objektiven, Sie sehen das hier bei diesem Objektiv, die Deckel die darauf sind. Es gibt einen vorderen Objektivdeckel, der die Frontlinse schützen soll, vor allen Dingen beim Transport zum Fotografieren nehmen Sie ihn logischerweise ab und den hinteren Objektivdeckel, der schützt das Objektiv, die Rücklinse, wenn Sie das Objektiv nicht verwenden. Wichtig ist es auch, die Rücklinse staubfrei zu halten, weil wenn Sie das Objektiv mit Staub auf die Kamera aufsetzen, dann kann es sein, dass durch die elektrostatische Aufladung der Staub von der Objektivrückseite auf den Sensor gezogen wird. Deshalb sollten Sie auch darauf achten, dass die Objektivdeckel selber an sich auch staubfrei sind, damit nicht der Staub von dem dreckigen Deckel auf die saubere Linse und von der dann dreckigen Linse dann auf den Sensor transportiert wird. Soviel im Allgemeinen zu den Objektiven. Dann noch speziell, es gibt bei Canon unterschiedliche Baureihen; einmal die EFS-Objektive, das sind die, die optimal zu Ihrer Kamera passen, die zeichnen den Bildwinkel des Sensors optimal aus. Dann gibt es die EF-Objektive, die auch an die Kameras mit dem größeren Vollformatsensor passen. Und dann gibt es noch eine dritte Reihe, das sind die besonderes hochwertigen L-Objektive, die haben wir jetzt nicht hier; die haben so einen roten Ring, das haben Sie vielleicht auch schon mal gesehen. Ich denke, mit diesem Überblick wissen Sie gut Bescheid, wofür Objektive dienen, und haben vielleicht schon eine Idee, welches für Sie das passende und das nächste Objektiv ist.

Canon EOS 700D Grundkurs

Lassen Sie sich die Bedienung Ihrer EOS 700D vom ersten Einschalten der Kamera bis hin zum richtigen Belichten erklären und erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera gekonnt einsetzen.

3 Std. 33 min (37 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2013

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