Cinema 4D Grundkurs

Das Messer-Werkzeug

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Über Messerschnitte können Polygon-Objekte nachträglich feiner unterteilt werden. Die Schnittführung wird über verschiedene Modi am Werkzeug definiert.

Transkript

Es gibt noch ein, zwei andere Modellierbefehle, die man auch immer wieder braucht und die ich Ihnen kurz zeigen möchte. Einer davon ist das sogenannte Messer-Werkzeug. Wenn wir zum Beispiel ein Polygon-Objekt haben wie einen Würfel, der konvertiert wurde. Und wir schauen uns den zum Beispiel im Kanten-Modus an. Und wir würden jetzt gern diesen Würfel als Basis nehmen für die weitere Modellierung. Dann gibt es hier vielleicht die Überlegung, dass diese eine Fläche dafür zu groß ist. Wenn ich also hier an der Seite eine Extrudierung vornehmen möchte, also die Form erweitern möchte, dann würde das immer in Form der gesamten Fläche erfolgen. Wenn ich jetzt also im Polygone-Modus wäre, würde ich diese Fläche anwählen, die Taste D für das Extrudieren-Werkzeug, linke Maustaste irgendwo halten und nach rechts ziehen. Und Sie sehen, dann bewegt sich natürlich der gesamte Bereich nach außen und verbreitert insofern das gesamte Objekt. Das hätte ich hier auch haben können, wenn ich hier einfach nur diese Fläche gezogen hätte. Von der Außenform her wäre das erstmal kein Unterschied. Es gibt daher einige Optionen, wie ich auch nachträglich noch zusätzliche Unterteilungen in ein Objekt reinbringen kann. Und das schauen wir uns jetzt mal an. Wie gesagt, ein Werkzeug nennt sich Messer. Und, wie man es auch damit assoziiert, ist für Schnitte zuständig Sie finden das auch hier wieder im Mesh-Menü unter Erstellen, da wo die meisten Modellierbefehle liegen, unter dem Tastenkürzel K für "knife" im Englischen, Messer, kann man sich vielleicht ganz gut merken. Sie müssen also ein Polygon-Objekt vorliegen haben, oder eben hier eins dieser Grundobjekte konvertieren, um das Messer nutzen zu können. Das Messer selber funktioniert ansonsten in allen drei Betriebsmodi. Da müssen wir uns nicht so viele Gedanken machen. Eher Gedanken machen sollte man sich hier über die Einstellungen, die uns dieses Werkzeug zur Verfügung stellt. Es gibt nämlich verschiedene Möglichkeiten, die Art des Schnittes vorher auszuwählen. Wobei es hier noch einige Einschränkungen gibt, die in den meisten Fällen keinen Sinn ergeben. Also hier haben wir zum Beispiel Auf Selektion beschränken, was bedeutet, dass wir vorher, bevor wir das Werkzeug benutzen können, erstmal Bereiche auswählen müssen, die tatsächlich zerschnitten werden sollen. Das macht oft keinen Sinn, weil wir dann unkontrollierbar praktisch im Randbereich neue Polygone bekommen. Ich kann es Ihnen ja kurz mal zeigen. Wenn ich sage, ich bin im Polygone-Modus, habe jetzt hier vorne eine Fläche ausgewählt, starte jetzt das Messer, und habe jetzt hier momentan einen Modus, der nennt sich Linie. Linie bedeutet, dass ich jetzt hier einmal am Startpunkt und einmal hier beim Endpunkt irgendwo hinklicke. Dann wird eine gerade Linie zwischen diesen beiden geklickten Punkten erzeugt und entsprechend meiner Selektion, deswegen Auf Selektion beschränken, würde jetzt hier ein Schnitt erfolgen durch die selektierte Fläche. Aber Sie sehen genau den beschriebenen Effekt. Hier im Randbereich entsteht jetzt hier irgendwo ein Dreieck zum Beispiel, was ich vielleicht gar nicht haben möchte. Weil dieser neue Punkt muss ja irgendwie eingepflegt werden in die benachbarte Fläche. Deswegen ist das immer etwas problematisch mit dieser Beschränkung eines Schnitts auf bestimmte Anteile oder Abschnitte am Objekt. Deswegen hat man das oft aus. Genauso mit Nur Sichtbare. Das wäre ja eigentlich genau das Gleiche. Ich würde dann hier nur vorne diese beiden Flächen durchschneiden. Sie sehen es hier. Und auf der Rückseite habe ich keine Kontrolle darüber, was hier passiert, weil das vorher eben unsichtbare Bereiche waren am Objekt. Das heißt, da können dann irgendwelche wilden Polygone entstehen, ohne dass ich das vorher planen konnte. Und dann gibt es hier die Option für N-Gons erstellen. Das ist das, was wir an der Seite gerade gesehen haben. Wenn ich das nochmal mit Auf Selektion beschränken hier kombiniere, dass im Prinzip hier an der Seite diese Fläche dann automatisch ein N-Gon wird. Wenn man sowas macht, ist das noch die sinnvollste Variante, weil N-Gone sich automatisch anpassen können an die Anzahl der Polygone oder Punkte am Rand. Aber in der Regel braucht man das auch nicht. Dieser Modus Linie ist daher in jedem Fall eigentlich nicht ganz so praktisch. Weil wenn wir jetzt hier irgendwo zwei Punkte hinklicken, wir eigentlich gar keine Kontrolle darüber haben, wie diese Linie durch unser Objekt hindurch geschnitten wird. Das ist alles immer ein bisschen schief und krumm. Deswegen gibt es hier noch andere Modi, die man häufiger benutzt, aus meiner Sicht, wie zum Beispiel den Modus Loop. Loop bedeutet, dass wir ganz gemütlich mit der Maus hier über Kanten fahren können und eine Vorschau erhalten, wie dann wohl die Schnittführung aussähe. Das Prinzip ist also das gleiche wie bei der Loop-Selektion, die wir schonmal benutzt haben. Das heißt, wir können hier sehr schön planen und sagen, hier hätte ich gern einen Schnitt. Und Sie sehen, dadurch dass wir nur Vierecke haben an unserem Würfel, entstehen auch hier bei einem Loop-Schnitt dann auch wieder nur Vierecke. Das hat durchaus Vorteile. Und wir klicken zweimal und haben dann hier praktisch, vielleicht an der Seite auch noch zweimal, hätten dann hier praktisch in diesem Seitenteil die Möglichkeit, damit mehr oder minder regelmäßig neue Unterteilungen anzulegen. Ich könnte jetzt hier diese Fläche anklicken, Taste D für Extrudieren. Und habe jetzt genau den gewünschten Effekt, dass ich nämlich hier mit einem kleinere Querschnitt die Form fortsetze zum Beispiel. Das ist also aus meiner Sicht ein sehr praktischer Modus, dieses Loop. Es gibt sonst noch einen Modus, der auch praktisch sein kann, nämlich Ebene, wo ich über eine Koordinatenebene die Schnittachse definieren kann. Sieht auf den ersten Blick genauso aus wie bei Loop. Nur ich habe hier verschiedene Bezugssysteme. So könnte ich zum Beispiel auch sagen, ich hätte gern einen Schnitt, der parallel zum Blickwinkel der Kamera verläuft. Oder aber stellen Sie sich vor, das Objekt, unser Würfel wäre jetzt ein bisschen schräg im Raum, ein bisschen rotiert. Dann hätten wir durch die Verwendung des Messers mehrere Optionen, wie der Schnitt erfolgen soll. Lokal würde bedeuten, dass wir automatisch hier wieder parallel bleiben zu der ausgewählten Achse. Wenn ich jetzt im Weltsystem aber bin, sehen Sie, dass dann geschnitten werden kann parallel zu der jeweiligen Achse im Weltsystem. Also einfach noch eine Option zusätzlich, wie der Schnitt hier durch das Objekt verlaufen kann. Und das würde ich mit Loop nicht erreichen. Das ist ja immer praktisch rechtwinklig zum Verlauf der Kanten, je nachdem auf welcher Kante ich stehe. Da hätte ich die Option nicht. Deswegen ist das eine ganz praktische Ergänzung. Das wäre also eine Möglichkeit, nachträglich das Objekt noch weiter zu unterteilen, feiner zu unterteilen, um dann mit den dann neu entstandenen Flächen weiterzuarbeiten.

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10 Std. 2 min (70 Videos)
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