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Grundlagen der Webprogrammierung: Basiswissen

Das Hypertext Transfer Protocol (HTTP)

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Eines der wichtigsten Protokolle im Internet ist das Hypertext Transfer Protocol, kurz als HTTP bezeichnet. Grund genug, sich dieses Protokoll einmal etwas genauer anzusehen.

Transkript

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, was das HTTP in einer Web Adresse überhaupt soll. HTTP steht für Hypertext Transfer Protocol. HTTP ist das Standardprotokoll für den Transport aller Daten in World Wide Web. Denken Sie daran, dass ein Protokoll nichts anderes macht, als die Struktur des Datenaustauschs zwischen zwei Geräten zu definieren. In diesem Fall ist der Web Browser ein HTTP Client, und der Web Server, der die angeforderte Webseite parat hält, ist ein HTTP Server. Beim Abruf einer Webseite schickt der Browser einen sogenannten HTTP Request an den Server, der mit einem HTTP Response antwortet. Im Normalfall enthält dieser Response die Daten, die der Browser angefordert hat. Neben HTTP gibt es noch einige andere Internetprotokolle, für den Austausch von Daten. Die unterscheiden sich in ihren Aufgaben oder den Datentypen, die über sie transportiert werden. Dazu gehören etwa FTP. FTP oder das File Transfer Protocol regelt die Übertragung von Dateien. Über FTP laden Sie etwa Ihre Daten der Website, die Sie auf Ihrem Computer lokal entwickelt haben in ein Verzeichnis des Web Servers. FTP ist auch in der Lage mit sehr großen Dateien umzugehen. Das ist etwas, was Sie mit HTTP nur unter großen Schwierigkeiten erledigen können, wenn überhaupt. FTP verbindet sich nicht mit dem Web, sondern einem File Server, der genau für diese spezielle Aufgabe, das heißt, der Transport von großen Daten im Internet entwickelt wurde. Wann immer Sie größere Dateien zwischen Computer und Server austauschen möchten, sollten Sie FTP benutzen. Der Versand von E-Mail wird im Simple Mail Transfer Protocol geregelt, das kurz SMTP heißt. SMTP kümmert sich darum, dass Ihre E-Mails in Ihrem Postfach landen. SMTP wurde Anfang der 70er Jahre entwickelt, also lange vor dem World Wide Web. Ist eines der ältesten und wichtigsten Protokolle auf dem das Internet ruht. Dazu kommt auch das Postfach, also der eigentliche Empfang Ihrer Mail erfolgt durch POP3, dem Post Office Protocol Version 3. Lange Zeit wurde E-Mail mit diesem Duo SMTP - POP3 organisiert. SMTP für den Versand, POP3 für den Empfang von E-Mails. In den letzten Jahren hat sich das ein wenig geändert. Für den Versand ist zwar immer noch SMTP zuständig, aber der Zugriff auf das Postfach wird heute überwiegend mit IMAP organisiert. IMAP steht für Internet Message Access Protocol, und ermöglicht die Verwaltung von E-Mails direkt auf dem Mail Server. Bei POP3 werden E-Mails beim Abruf vom Postfach auf dem Server in das lokale Postfach ihres Mailprogramms auf Ihrem Computer kopiert, und anschließend auf dem Server gelöscht. Bei IMAP sieht die Sache anders aus. Hier werden die Mails zwar ebenfalls bei Bedarf in das lokale Postfach kopiert, verbleiben aber auf dem Server. Wird eine Mail auf dem Computer gelesen, wird sie auf dem Server ebenfalls als gelesen markiert. Verschieben Sie eine Mail an das Postfach, wird diese Änderung auch auf dem Server ausgeführt. So können Sie Ihre E-Mails mit verschiedenen Geräten, also zum Beispiel Ihrem Mailprogramm auf dem Computer, mit dem Mailprogramm auf Ihrem Smartphone, oder auch mit einem Webbrowser irgendwo auf irgendeinem Computer dieser Welt, können Sie also mit all diesen Geräten Ihre E-Mails immer lesen und bearbeiten, und haben auf jedem Gerät immer den aktuellen Stand Ihrer Mails. Und schließlich gibt es auch noch das Real-Time Protocol, RTP. Das kümmert sich um den Austausch von Audio und Video Dateien in Echtzeit. Das Protokoll kommt etwa in Chat Clients, bei Internet Telephonie, also Voice over IP, oder bei Video Streaming im Internet zum Einsatz. Widmen wir uns nun wieder dem für uns wichtigsten Protokoll HTTP. Genauer, einer wichtigen Besonderheit dieses Protokolls, seiner sogenannten Zustandlosigkeit. Zustandlosigkeit bedeutet, dass ein HTTP Request vom Browser und Server vergessen wird, sobald der Browser ihn abgeschickt und der Server beantwortet hat. Diese Eigenheit von HTTP hat Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählen ohne Frage, dass das Protokoll ausgesprochen einfach zu implementieren ist. Denn diese Einfachheit ist wohl der Hauptgrund für den immensen Erfolg von HTTP und damit von World Wide Web. Stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn ein Web Server sämtliche HTTP Anfragen speichern und erinnern müsste. Er wäre in kürzester Zeit komplett ausgelastet, und das Web würde praktisch aus dem Stand wegen Überlastung zusammenbrechen. Die Zustandlosigkeit von HTTP hat aber auch Nachteile und Konsequenzen für die Praxis. Denn wenn kein Request erinnert wird, dann ist die dauerhafte Speicherung von Dateien und Daten, die etwa bei Logins, oder Warenkörben, mit reinem HTTP nicht möglich. Hier müssten also andere Wege gefunden werden. Am gängigsten ist hier der Einsatz von Cookies, also von kleinen Textdateien, die im Browser abgelegt werden, an denen ein Web Server sie wieder erkennen kann. Aber auch JavaScript oder Session Management, in einer Sprache wie PHP auf dem Server, sind Methoden, die die Nachteile der Zustandlosigkeit auffangen. Vermutlich habe Sie auch schon das Kürzel HTTPS in der Adresszeile Ihres Browsers gesehen. HTTPS steht für Hypertext Transfer Protocol Secure. Bei der Entwicklung von HTTP spielte Abhörsicherheit überhaupt keine Rolle. Dergleichen ist in HTTP schlicht nicht vorgesehen. Heute sieht man das ein wenig anders, und hat daher HTTPS entwickelt. HTTPS ergänzt das einfache HTTP, um eine weitere Protokollschicht, die den abhörsicheren Transport von Daten über HTTP ermöglichen soll. HTTPS wird immer dann eingesetzt, wenn die Sicherheit der Daten eine Rolle spielt, also etwa beim Einkaufen im Internet, beim Onlinebanking, bei Anmeldungen im Internet und ähnlichen mehr. Immer dann, wenn Sie Daten übertragen wollen, die nicht abgehört werden dürfen, dann kommt HTTPS zum Einsatz. HTTPS verlangt mehr Rechenaufwand von Server und Client und verlangsamt den Datenaustausch. Daher wurde HTTPS anfangs nur dort eingesetzt, wo es zwingend notwendig war, etwa beim Onlinebanking. Inzwischen sind die Computer aber so leistungsfähig geworden, dass der gestiegene Aufwand nicht mehr ins Gewicht fällt. In der letzten Zeit gehen da ja immer mehr Webseiten dazu über, ihre Datenverbindungen prinzipiell mit HTTPS zu verschlüsseln.

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Lernen Sie die wichgsten Technologien und Begriffe des World Wide Web kennen und sehen Sie, wie Sie sie selbst anwenden können.

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