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Grundlagen der Webprogrammierung: Basiswissen

Das Domain Name System (DNS)

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Das DNS oder Domain Name System ist eine der wichtigsten – und am häufigsten übersehenen – Komponenten des Internets. Denn das DNS sorgt dafür, dass ein Browser überhaupt weiß, wo eine Internetseite zu finden ist.

Transkript

Das DNS oder Domain Name System ist eine der wichtigsten und am häufigsten übersehenen Komponenten des Internets. Das DNS markiert gewissermaßen den fundamentalen Unterschied zwischen Menschen und Computer. Wenn ein Web Server eine Website verwaltet, dann weisst er jeder Site eine eigene IP Adresse zu. Die IP Adresse von "lynda.com" ist zum Beispiel 69.20.127.243. Während Computer mit diesen Zahlenmonstern überhaupt keine Probleme haben, kommen wir da sehr leicht ins Stolpern. Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie müssten für jede Webseite die Sie besuchen möchten, die dazugehörige IP Adresse auswendig lernen. Das ist natürlich völlig undenkbar. Das DNS baut hier die Brücke zwischen uns und den Maschinen, indem es die Übersetzung von IP Adressen in Domain Namen und umgekehrt übernimmt. Aus diesem Grund wird das DNS auch häufig als Telefonbuch des Internets bezeichnet, und es gibt kaum eine bessere Beschreibung dessen, was das Domain Name System leistet. Wenn Sie in Ihrem Browser die Adresse "www.lynda.com" eintippen, dann kümmert sich das DNS, beziehungsweise ein DNS Server darum, dass diese für uns lesbare, relativ leicht merkbare Adresse in die korrekte IP Adresse übersetzt wird. Die IP Adresse wird in den Browser geschickt, der nun weiss, wo er den gewünschten Server im Internet findet. Um diesen Prozess etwas besser zu verstehen, schauen wir uns den Vorgang einmal etwas detaillierter an. Das DNS ist eine rießige, sich ständig verändernde Datenbank, die von Millionen von Servern auf der ganzen Welt verwaltet wird. Wenn Sie eine neue Website oder Domain registrieren, dann wird dieser Domain eine eigene IP Adresse zugewiesen. Darum kümmert sich in der Regel der Hoster, und die Verwaltung des DNS erfolgt hinter den Kulissen. Sobald diese Zuweisung und der Eintrag im DNS abgeschloßen ist, kann Ihre Website von jedem beliebigen Browser auf der Welt aufgerufen werden und angezeigt werden. Doch was genau passiert dabei? Nehmen wir an, Sie geben "www.lynda.com" in Ihrem Browser ein. Im ersten Schritt geht der Browser den kürzesten Weg. Er fragt beim DNS Server Ihres lokalen Internet Providers nach, ob die Domain bekannt ist. Falls dies der Fall ist, schickt Ihnen der DNS Server die Adresse, und der Browser weiss nun, wohin er sich wenden muss. Aber wie gesagt, das DNS ist eine rießige Datenbank und der lokale Anbieter kann nicht alle IP Adressen verwalten. Was passiert also, wenn der lokale Anbieter die Domain nicht kennt? Jetzt wird es ein klein wenig komplizierter, aber vereinfacht gesagt, passiert Folgendes: Es gibt eine kleine Anzahl von Servern, die weltweit verteilt sind, und die Root Name Server, oder auch kurz Root-Server heißen. Diese Server wissen, welche Name-Server für die Verwaltung sogenannter Top-Level Domains zuständig sind. Bei unserem Beispiel, mit "lynda.com", verrät der Root-Server die Adresse des Name-Servers, der für die ".com"-Domain zuständig ist. Nun weiss der Browser, welchen Name-Server er kontaktieren muss, und erhält schließlich die gewünschte IP Adresse. Sie merken schon, bei dieser vereinfachten Darstellung, dass der Aufruf einer einfachen Webseite ein sehr komplexer und aufwendiger Prozess ist. Da wundert man sich, dass der in der Praxis so blitzschnell über die Bühne geht. Einer der Gründe für die enorme Geschwindigkeit in der DNS Abfrage, sind die DNS Caches der lokalen Anbieter. Wenn Sie etwa die Adresse "www.lynda.com" innerhalb von 24 Stunden erneut aufrufen, dann kennt der lokale Anbieter die passende IP Adresse bereits, und kann sie sofort ohne Umweg über den Root-Server an den Browser schicken. Daher werden Seiten, die Sie regelmäßig besuchen, also mehrfach am Tag aufrufen, so rasend schnell gefunden und geladen. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum Sie das als Webdesigner alles überhaupt wissen sollten? Schließlich machen die Computer diese DNS Geschichte unter sich aus, warum sollte uns das kümmern? Nun, ganz einfach. Wenn Ihre Website nicht korrekt im DNS eingetragen ist, dann wird niemand Ihre Seite finden. Denken Sie an das Telefonbuch. Wenn Ihre Telefonnummer in keinem Telefonbuch steht, dann kann Sie auch niemand anrufen. Das gilt natürlich auch, wenn Sie eine Site betreiben, die unter verschiedenen Namen erreicht werden soll. Auch diese Namen müssen alle korrekt eingetragen sein, damit das funktioniert. Und noch eins. Das DNS sagt Ihnen, wem eine Domain oder Seite, tatsächlich gehört. Wenn Sie eine Site korrekt eintragen, dann besitzen Sie diese Domain. Alle Änderungen am DNS Eintrag sind nur mit Ihrer Unterstützung möglich, der Hoster wird keine Änderungen ohne Ihre Einwilligung vornehmen. So können Sie sich davor schützen, dass ein Spitzbube Ihnen ihre Domain klaut. Und noch eines sollten Sie im Hinterkopf behalten. Wenn Sie mit Ihrer Site von einem Hoster zu einem anderen umziehen, dann ändert sich auch die IP Adresse der Site, und damit auch der DNS Eintrag. Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis sich diese Änderungen im gesamten DNS System herumgesprochen hat. Falls Sie also einmal umziehen möchten, dann planen Sie das für einen Tag ein, an dem Ihre Site weniger Besucher hat als sonst. Also, zum Beispiel am Wochenende oder am Feiertag. Und vergessen Sie nicht, ihre Besucher rechtzeitig über Ihren Umzug zu informieren.

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Lernen Sie die wichgsten Technologien und Begriffe des World Wide Web kennen und sehen Sie, wie Sie sie selbst anwenden können.

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