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Digitale Transformation im Unternehmen

Das "Digital Maturity Level"

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Der digitale Reifegrad eines Unternehmens umfasst zehn Dimensionen.

Transkript

Oftmals stellt sich ein Unternehmen die Frage: "Welche Bereiche sind bereits ausreichend digitalisiert? Wie hoch ist der Reifegrad der Digitalisierung? Und welche Bereiche müssen wie verändert werden, um sie fit für das digitale Zeitalter zu machen?" Eine Möglichkeit zur objektiven Einordnung dieser Fragen kann das von der +Pluswerk AG entwickelte DigitalMaturityLevel geben, welches die relevanten zehn Dimensionen der digitalen Tranformation repräsentiert. Hieraus kann man anchliessend Handlungsempfehlungen ableiten, um den Digitalisierungsgrad nachhaltig zu heben und dauerhaft zu stabilisieren. Gehen wir einmal kurz durch die zehn Dimensionen. Dimension Nr. 1 Strategy. Die Digitalstrategie des Unternehmens, z.B. eine digitale Roadmap. 2. Leadership betrifft das Management und die Rollen, oder 3. People, beispielweise in den Bereichen Human Resources, Zielsysteme, Personalentwicklung und ähnliches. 4. Culture, die Kultur und Kulturentwicklung. 5. Processes, also die Prozesse und deren Umsetzung, wie Scrum, CRM. 6. Products, also die Innovationsfähigkeit, z.B. Geschäftsmodelle, Lean Startup und ähnliches. 7. Technology, also alles, was an Technologie und Software existiert. 8. Die Daten oder Data und deren Verwaltung natürlich. 9. Customer, der Kundenfokus. 10. Die Governance schliesslich, die Umsetzung der Digitalstrategie. Schauen wir uns nun die Dimensionen einmal genauer an. Die erste Dimension, Strategy, erfasst den Reifegrad der Digitalstrategie des Unternehmens. Dabei muss die Unternehmensführung eine entsprechende Digitalstrategie entwickeln, die sowohl die Veränderungen im Konsumentenverhalten, aber auch beispielweise destruktive technologische Entwicklungen, so wie die Änderungen im Arbeitsverhalten oder in der Komplexität beinhaltet. Diese Digitalstrategie muss sowohl dokumentiert, wie auch im gesamten Unternehmen ausreichend kommuniziert werden. Gleichzeitig muss die Digitalstrategie in regelmässigen Abständen hinterfragt und, angereichert mit neuen Erkenntnissen, angepasst werden. In der zweiten Dimension, Leadership, steht die Rolle des Führungsteams bei der Umsetzung der Strategie im Vordergrund. Das Topmanagement, aber auch das mittlere Management, muss ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Wandels erlernen und muss neuen Methoden sowie Technologien gegenüber nicht nur offen sein, sondern diese gegebenenfalls sogar selbst erlernen. Hier zählen vor allem das Management-Commitment und die herrschende Führungskultur. Zudem ist es wichtig, herauszufinden, welche Funktionsbereiche im Unternehmen bereits involviert sind. Denn je mehr Bereiche bereits digital denken und arbeiten, desto erfolgreicher wird das Unternehmen bei der Umsetzung der Tranformation sein. Gleichzeitig muss festgestellt werden, ob Kompetenz der Führung und Umsetzung der Digitalstrategie im günstigen Verhältnis stehen. Denn auch ein zu schneller Wandel kann zu grossen Problemen führen. In der dritten Dimension, People, sind vor allem zwei Aspekte massgebend: Das Employer-Branding, also die Attraktivität des Arbeitgebers und die Führung der Mitarbeiter. Die digitale Arbeitswelt erfordert neue Qualifikationen. Für den Transformationsprozess heisst es einerseits, an wichtigen Stellen neue Know-How-Träger zu gewinnen und andererseits den bestehenden Mitarbeitern die Angst vor dem Neuen zu nehmen und diese entsprechend intrinsisch zu motivieren. Klare Anforderungsmodelle und genügend Raum für die digitale Weiterbildung bilden eine wesentliche Voraussetzung. Agile Frameworks zur Mitarbeiterführung und Zielvereinbarung, wie OKR, also Objective Key Results, sind in dieser Dimension essentiell. In der vierten Dimension, Culture, dreht sich alles um die Unternehmenskultur. So wird ein starkes Leibild benötigt, also Zweck, Werte, Vision, Mission und Ziele, welches geeignet ist, den Wandel zu begleiten und zu stärken. Es bedarf zudem einer neuen Innovationskultur, die den Wandel beschleunigt. Innovative Ansätze, wie die Verwendung von modernen Innovationsfindungsmethoden, wie Design Thinking, Lean Startup, Lego Serious Play usw. sind Aufbau von internen Inkubatoren, dem regelmässigen Durchführen von Kunden- und Entwicklerwettbewerben und anderen Formen der Open-Innovation-Culture, beschleunigen den Kulturwandel im Unternehmen. Weiterhin sind die Kulturmodelle z.B. der Zusammenarbeit und Führung ein essentieller Teil dieser Dimension. Die fünfte Dimension, Processes, beschäftigt sich mit den Prozessen und Abläufen im Unternehmen. So verschlingen suboptimale Prozesse nicht nur erhebliche Kosten, sondern auch vor allem Resourcen, die für den Wandel dringend benötigt werden. Im Züge der Digitalisierung nimmt nicht nur die Projektarbeit an sich, sondern insbesondere die Anzahl abteilungsübergreifender Projekte, zu. In der internen Organisation muss daher eine Wechsel von starren Prozessen hin zu agilen Projekten stattfinden. Agile Methoden, wie Scrum, Design Thinking usw., so wie Lean-Methoden, Lean Management, Lean Startup, Kanban, gewinnen im Züge des digitalen Wandels immer mehr an Bedeutung. Die sechste Dimension, Products, macht sich die Produkte des Unternehmens zu eigen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich hierbei um reale bzw. digitale Produkte oder um Leistungen handelt. So müssen die Kernelement des Nutzenversprechens als Service definiert werden. Genauso muss das Businessmodel auf seine digitale Tauglichkeit überprüft und gegebenenfalls adjustiert werden. Zudem werden Märkte und Kanäle mit einbezogen, um eine optimale Positionierung zu erarbeiten. Digitalisierung ist kein reines Effizienzprojekt. Neue digitale Produkte und Dienstleistungen führen zu Tranformationen des Geschäftsmodells mit signifikanten Kundenvorteilen und helfen, neue Geschäftsfelder zu erschliessen. In der siebten Dimension, Technology, werden alle Technologien betrachtet, die das Unternehmen zum eigenen Erhalt, aber auch als Serviceunterstützung, für den Betrieb, seine Produkte und Leistungen benötigt. So werden beispielweise die IT-Strukturen begutachtet, denn die Ablösung oder Erneuerung veralteter IT-Strukturen muss Teil der Roadmap sein. Weiterhin geht es darum, digitale Lösungen für analoge oder teildigitale Prozesse zu schaffen, wie CRM, EAP, PIM, Intranet oder ähnliches. Schliesslich geht es um Konsolidierung von Technologien und die intelligente Verknüpfung von Systemen. Über die achte Dimension, Data, werden alle Daten betrachtet, die im Unternhemen erzeugt und/oder konsumiert werden. Noch nie wussten Unternehmen so viel über ihre Kunden, Märkte und Produkte wie heute. So entstehen durch die Nutzung der Produkte und Services unüberschaubare Datenmengen, eventuell sogar Big Data. Unternehmen sind aber derzeit kaum mehr in der Lage, diese Informationen sinvoll auszuwerten, geschweige denn, diese gewinnenbringend einzusetzen. Dabei lässt sich das in den Daten schlummernde Wissen als Wettbewerbsvorteil nutzen und sein Angebot auf dieses perfekt abstimmen. Wem es gelingt die wichtigen Daten, am besten in Echtzeit, zu erkennen und als strategische Resource einzusetzen, verschafft sich einen strategischen Vorsprung gegenüber seinem Wettbewerb. Die neunte Dimension, Customer, reflektiert das eventuell wichtigste Element in der digitalen Transformation: Den Kunden. Der tägliche Umgang mit der digitalen Welt des Internets haben nicht nur die Nutzungsgewohnheiten stark verändert, sie haben auch einen grossen Einfluss auf die Erwartungen an die Unternehmen. Konsumenten können und wollen ihre Marke zu jeder Zeit und an jedem Ort erleben und dabei eine konstant gute Customer-Experience erfahren. Damt wird nicht zuletzt die Kundenloyalität auf die Probe gestellt, denn der Wechsel zu einer anderen Marke ist für den Kunden heute nur noch einen kurzen Klick entfernt. Das Kundenerlebnis wird damit zu einem Schlüsselfaktor für die Unternehmenstrategie im digitalen Zeitalter. Die zehnte und letzte Dimension, Governance, schliesslich sorgt dafür, dass die vorherigen Dimensionen gemäss ihrer Strategie auch wirklich umgesetzt werden. So muss beispielsweise ein entsprechendes Reporting eingerichtet und eine Kommunikationsstrategie erarbeitet werden. Zusätzlich werden Policies, Regeln und Prozeduren festgelegt und installiert. Audit sorgt für eine regelmässige Reflektion aller Schritte. Und die Koordination aller Massnahmen ist hier genauso enthalten, wie die Entscheidungsfindung an sich. Zudem ist hier auch das Riskmanagement zu finden und schliesslich ist der globale Change-Prozess in dieser Dimension zu Hause. Die Dimensionen werden nun wie folgt operativ ausgewertet: Zunächst erfolgen Workshops und Interviews mit den Unternehmen, deren Ergebnisse zu einem umfangrechen Fragebogen führen. Je Dimension gibt es bis zu 15 Kriterien, die teils branchenspezifisch angepasst und anschliessend abgefragt werden. Die Beantwortung eines Kriteriums führt zu einem Score zwischen 0 und 100%. Anschliessend wird das Score auf einen Netzdiagramm entsprechend der Dimensionen aufgetragen. Über die somit erhaltene Fläche wird der Digitalisierungsgrad bestimmt. Zudem wird die Standardabweichung ermittelt, um herauszufinden, ob Dimensionen stark zueinander abweichen. Zusätzlich zur Auswertung werden vor allen Dimensionen Scores entsprechend der Handlungsempfehlungen ermittelt, die zu einem nachhaltigen Anstieg des Scores in dieser Dimension führt.

Digitale Transformation im Unternehmen

Sehen Sie, was genau unter „digitaler Transformation“ zu verstehen ist und welche Auswirkungen sie für jedes Unternehmen mit sich bringt.

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Erscheinungsdatum:19.10.2016

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