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Scrum-Grundlagen: Agile Softwareentwicklung

Das Burndown Chart

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Wie viel Weg liegt noch vor uns? Um den Bearbeitungsstand zu visualisieren und festzustellen, was noch zu tun ist, nutzen Sie diese Aufstellung. Auf einmal wird das Vorausschauen viel leichter!
03:57

Transkript

In diesem Film werden wir uns den Burndown Chart anschauen. Der Burndown Chart ist nichts anderes als eine Visualisierung der Information: Wie viel Arbeit ist noch übrig, bis unser Sprint zu Ende ist? Also eine Visualisierung des Restaufwandes über die Sprint-Zeit. Es füttert sich aus den Daten, die das Entwicklerteam sowieso im Sprint Backlog mitführt. Da steht ja ein Remaining Work, ein verbleibende Restzeit-Feld für jedes Arbeitspaket. Der Zweck von diesem Burndown Chart ist es, als Frühwarnsystem für das Team zu funktionieren. Das Team soll früh einschätzen können: "Sind wir noch auf Spur oder besteht die Gefahr, dass wir die zugesicherten Inhalte vielleicht nicht schaffen? Haben wir Handlungsbedarf? Müssten wir etwas klären? Müssen wir auf unseren Product Owner zugehen und Farbe bekennen, indem wir sagen: 'Wir kriegen vielleicht doch nicht alles hin. Was können wir tun?'" Das Burndown Chart ist kein Management-Kontrollinstrument, D.h. wenn Sie Manager von diesem Softwareteam sind, lassen Sie es bleiben, an dem Burndown Chart vorbeizulaufen und "Aha" zu sagen. Ist nicht Sinn der Sache. Das ist ein Frühwarnsystem, das nur für das Team da ist. Wie schaut es aus? Visualisierung von Restaufwand über die Sprintzeit könnte so ausschauen: Die horizontale Achse würde einfach die, in diesem Sprint, zehn Sprinttage auflisten. Die vertikale Achse, wie viel Arbeit ist noch übrig? Die gestrichelte Linie würde den Idealtrend abbilden. Jeden Tag arbeiten wir gleichmäßig etwas ab. Das gibt es in der Realität vermutlich eher selten oder nie. Die orange Linie zeigt einfach Tag für Tag an, wie viel Restaufwand, schätzt das Team, ist ab dem jetzigen Tag noch übrig? Es kann auch mal nach oben gehen. Es türmt sich irgendeine technische Schwierigkeit auf. Wenn Sie z.B. zwischen Tag 5 und 6 schauen, da wird die Arbeit auf einmal mehr anstatt weniger, kann auch passieren. In diesem Beispiel ist das Team bei Tag 8 von 10 und man kann jetzt überlegen: Schaffen die das? Oder schaffen wir das als Team in zwei Tagen noch auf null Remaining Work herunterzukommen? Na ja, wird knifflig. Wir sind ein bisschen überhalb der Optimallinie, aber könnte schon noch funktionieren. Also, es sieht nicht fürchterlich katastrophal aus. Mehr ist ein Burndown Chart nicht, einfach nur eine Visualisierung. Damit haben wir unsere Artefakte auch schon beieinander. Wir haben das Product Backlog, das beschreibt, was und in welcher Reihenfolge entstehen soll. Wir haben das Sprint Backlog. Das beschreibt, wie wollen wir es umsetzen? Und wir haben das Burndown Chart, das beschreibt: Wo stehen wir gerade heute in diesem Moment? Mehr Artefakte gibt es nicht, wenn man mal von dem vierten, wichtigsten Artefakt absieht: Funktionierende Software, um die es eigentlich geht, die ja auch greifbar sein muss. Was kann man für ein Fazit ziehen? Es reichen wenige Artefakte, um ein Projekt gut zu steuern. Visualisierung für das Team jeden Tag ist sehr sehr wichtig und essentiell. Das Ganze funktioniert nur, wenn die Dokumente auch wirklich leben. Wenn die nur auf irgendeinem Server schlummern, damit sie halt auch geschrieben sind, sind sie nutzlos. Das Medium ist quasi zweitrangig. Ein langweiliges, altmodisches Stück Flipchart reicht oft aus, um Artefakte zu nützlichen Werkzeugen zu machen.

Scrum-Grundlagen: Agile Softwareentwicklung

Machen Sie sich mit der Softwareentwicklung mit Scrum vertraut und sehen Sie, wie Sie komplexe Projekte agiler, qualitativ besser, kundenorientierter und motivierter meistern.

3 Std. 34 min (49 Videos)
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